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5 spannende Wanderrouten quer durch die Sächsische Schweiz

Schrammsteine

In der Sächsischen Schweiz erwarten dich tolle Wanderrouten.

Der Malerweg

Der Malerweg im Elbsandsteingebirge ist eine davon. Es ist die Wanderroute schlechthin. Sie wurde im Jahr 2006 eröffnet und führt über rekonstruierte Wege, die bereits schon vor 200 Jahren von romantischen Malern gewählt wurden, um Feldstudien und sogar Skizzen für ihre wundervollen Werke herzustellen.

Der Malerweg im Elbsandsteingebirge ist rund 112 km lang und zählt zu den wunderschönsten Wanderwegen in Deutschland. Auf seinem Rundweg durchläuft man das gesamte Gebiet des Nationalparks der Sächsischen Schweiz.

Wanderrouten Sächsische Schweiz

Hier das wichtigste zur Route: man startet eine 8 tägige Etappe vom Liebethaler Grund bei Pirna in die Stadt Wehlen und geht dann über die berühmte Bastei durch das Städtchen Rathen über die Schrammsteine bis zur tschechischen Grenze nach Schmilka. Hier überquert der Weg dann die Elbe. Über Königstein kommen wir dann zurück nach Pirna.

Am Ende der einzelnen Tagesetappen gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit einfach auf einem Campingplatz zu zelten. Bitte halte davon Abstand, draußen auf den Wegen Wildcampen durchzuführen. Es ist nicht erlaubt. Unterwegs gibt es auch keine Hütten oder Biwaks, die man nutzen darf.

Jeder Fernwanderweg bietet dir einen Wanderpass. Diesen erhältst du auch auf dem Malerweg im Elbsandsteingebirge. Du kannst dir hier also jede einzelne Etappe ganz einfach abstempeln lassen.

Der Malerweg muss natürlich nicht an einem Stück gelaufen werden. Viele Wanderer nutzen ganz einfach einzelne Etappen und Tagestouren. Ich kann Euch die zwei schönsten Etappenziele für Romantiker empfehlen:

Einmal ist es das Neurathener Felsentor, welches man nach 17 km erreicht. Es diente damals als Hauptmotiv von Friedrichs „Felsenschlucht“.

Nach 72 km befindet sich die sogenannte Kaiserkrone, welches eine Felsgruppe ist, die man auf Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ sieht. Ich liebe Kunst und mein Herz schlägt dabei definitiv höher!

 

Die Wanderung über drei Ecken

Ein traditioneller Klassiker ist die Wanderung über drei Ecken, die über die Basteibrücke, die Felsenburg Rathen und die bekannten Schwedenlöcher führt.

In der Nähe dieses Kurorts liegt das eigentliche Highlight der Sächsischen Schweiz. Hier findet man in 130 m Höhe über der Elbe das Sinnbild aller Romantiker. Es ist die berühmte Basteibrücke. Von hier aus hast Du einen herrlichen Panoramaausblick über die gesamte Elbe und alle dahinterliegenden Städtchen.

Basteibrücke

Auf der einen Seite siehst du sogar noch die vielen Überreste der Felsenburg Neurathen. Im Sommer kostet die Begehung der Überreste und der Ruine eintritt. In den Wintermonaten ist das Kassenhäuschen nicht besetzt und man kann eine Spende hinterlassen.

Ich möchte euch kurz noch etwas zu meiner ganz persönlichen Route erzählen. Wir gingen nämlich bei unserem Basteibesuch einen anderen Weg, als viele andere. Wir starteten am Besucherparkplatz und wanderten zunächst zu den bekannten Schwedenlöchern. Von da aus begann dann unser Rundgang. Du solltest dir diesen unbedingt auch mal anschauen.

Die Schwedenlöcher sind ein enger Felsgrund, der als Massiv an der Bastei zu finden ist. Sie sind einfach nur atemberaubend und eindrucksvoll. Über verschiedene Stege und Treppen steigt man in den Amselgrund hinab. Ich war die ganze Zeit damit beschäftigt, nach oben zu schauen, da ich mir so mickrig in der Felsenschlucht vorkam.

Als wir unsere Wanderung starteten, war der Tag leider keinesfalls sonnig, sondern es hingen dicke Regenwolken am Himmel. Der Ort wirkte einfach nur mystisch und verzaubert. Man sah das dicke Moos, welches an den Felswänden hinab wuchs und vereinzelt hier und da sogar noch Eiszapfen neben dem Bach. Ich muss sagen, dass ich hin und hergerissen war und mich fühlte, als wenn ich mitten in einem Märchen einen Geheimweg bestreiten würde.

Die Namen dieser Schluchten kommen auch nicht von ungefähr. Das Massiv wurde nämlich nach den Menschen benannt, die sich während dem Dreißigjährigen Krieg hier versteckt haben. Es waren Schweden, die nach dem Krieg umherstreifen und plündern wollten. Sie legten alles in Brand, was sie fanden. Hier in den Wäldern konnte man sich vor ihnen also sehr gut verstecken. So kamen die Schwedenlöcher zu ihrem Namen.

Kommt man dann im Amselgrund an, folgt man dann dem Pfad in Richtung Bastei. Natürlich muss man nun auch wieder alle Stufen hinaufklettern, man wird jedoch am Ende belohnt! Der Blick über die Elbe ist einfach nur atemberaubend! Der Rundweg dauert ungefähr drei Stunden lang.

 

Die Wanderung zur Schrammsteinaussicht

Kommt man mit dem Auto, findet man linkselbisch gelegen zwischen Bad Schandau und Schmilka die Abfahrt nach Ostrau. Diese nimmt man und kann das Auto an der Schrammsteinbaude, wo es ganz nebenbei gesagt noch leckere vegane Spezialitäten gibt oder sogar ein wenig weiter oben auf dem Parkplatz hinstellen.

Von hier aus folgt man dann dem Weg und findet sich ungefähr zwei Minuten später mitten im Wald auf einem der vielen verschiedenen märchenhaften Wege. Vor allen Dingen in der Nebensaison, ist man hier ganz alleine unterwegs und kann staunen, wie die gewaltigen Felsbrocken über einem liegen.

Wir wanderten also den Pfad entlang und landeten ziemlich schnell an der Schrammsteinaussicht. Um dort hoch zu kommen benötigt man jedoch eine Menge Kondition. Es ging nämlich diesmal über keine Stufen, sondern über Leitern zur Aussichtsplattform in 417 Metern Höhe.

Oben angekommen sah man dann einen hervorragenden Ausblick über die verschiedenen Formationen der Felsen von Falkenstein, über Bloßstock und Wildenstein.

Auch der Blick über die Elbe war einfach nur atemberaubend! Die Wolken schoben sich gerade in dem Moment sogar noch etwas zur Seite und haben uns etwas Sonne und blauem Himmel beschert.

Schrammsteine

Wer zur Schrammsteinaussicht möchte, kann auch in die entgegengesetzte Richtung vom Grenzort Schmilka aus wandern. Hier sollte man sich auf jeden Fall unterwegs bei der Bio-Mühle mit etwas Proviant eindecken. Vielleicht sogar mal ein Bierchen aus der Bio-Brauerei gönnen. Es ist einfach nur ein Gaumenschmaus!

Ist man ohne Auto unterwegs und möchte den gesamten Weg nicht einfach zu Fuß zurück laufen, kann man auch ab der Schrammsteinbaude den Bus nehmen und mit der Linie 252 zurück bis nach Bad Schandau fahren. Inklusive Rückweg dauert es ungefähr 3 Stunden.

Diese Wanderung ist besonders anspruchsvoll und viel herausfordernder als der Weg vom Amselgrund bis hin zur Bastei. Ich muss Dir jedoch sagen, dass die Anstrengung sich definitiv lohnt!

 

Der Aufstieg zum Kuhstall

Wer sich noch etwas mehr anstrengen möchte, kann auch die knapp 15 km lange Wanderung über die Himmelsleiter wählen. Hier gibt es einen Aufstieg und Abstieg von rund 500 m.

Man kommt hier am Highlight Häntzschelstiege und der Idagrotte vorbei. Anschließend wandert man über die Affensteinpromenade weiter zum Kuhstall und schließlich dann auch wieder zur Himmelsleiter, wo man nach dem Aufstieg durch eine kleine schmale Schlucht einen hervorragenden Ausblick über das Tal erhält.

Kuhstall

Hier gibt es jedoch einige Regeln und Hinweise zu beachten. Die Natur muss nämlich so gut es geht geschützt werden. Im Naturschutzgebiet herrschen schon immer besondere Regeln. Es gibt hier eine sogenannte Kernzone. Diese Zone darf man nur über die vorgeschriebenen Wanderwege nutzen.

Campen ist hier definitiv verboten! Bitte halte dich unbedingt an die Regeln, um die Natur so gut es geht zu schützen und lange erhalten zu lassen.

Auch gibt es einige wichtige Tipps rund um das barrierefreie wandern und die Wanderung mit Hund. Es gibt einige Wanderwege, die nicht barrierefrei sind und auch nicht mit Haustieren bestritten werden können. Einige Wege die durch das Gebirgsland führen sind durch tiefe Schluchten mit Herausforderungen versehen. Rollstuhlfahrer können auch schlecht Abstiege und Treppen nutzen.

Selbst Hunde könnten diese Wege nicht bestreiten. Demnach gibt es bestimmte Abschnitte der Wege die man rauslassen muss. Meist gibt es aber gute Alternativen, die genauso schön und herausfordernd sind. Der Weg zum Felsentor beispielsweise oder der Weg durch den Uttewalder Grund, sind beide 7 km lang und liegen nahe der Stadt Wehlen. Hier wandert man durch die malerischen Wälder und es gibt sogar Wanderrouten, die speziell nur für Hundebesitzer geschaffen wurden.

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