Dresden ist das Tor zur Sächsischen Schweiz, sprich zum Elbsandsteingebirge. Viele Besucher der Stadt unternehmen von hier aus Ausflüge in die Sächsische Schweiz, meist auf der Elbe mit Ausflugsdampfern, die teilweise noch mit einem Schaufelrad angetrieben werden. Diese Kombination aus Sight Seeing und Ausflügen scheint sich stetig wachsender Beliebtheit zu erfreuen. Natürlich hat die Stadt als solche schon eine Menge zu bieten.

Im 2. Weltkrieg durch alliierte Bombenangriffe „Waidwund“ geschossen, ist sie wieder erblüht.

 

Landeshauptstadt Sachsen

Dresden ist auch die Landeshauptstadt Sachsens und hat circa eine halbe Million Einwohner. Sie liegt genau auf der Achse der beiden Hauptstädte Berlin und Prag.

Den Beinamen „Elbflorenz“ erhielt Dresden schon sehr früh wegen seiner Schönheit und seiner Kunstsammlungen. Sicherlich verdankt sie diesen Namen auch ihrer mediterranen und barocken Architektur, von der viele Bauwerke im Feuersturm des Bombardements leider untergegangen sind.

 

Zwinger

Auch der Zwinger wurde sehr stark zerstört und es bedurfte Jahrzehnte, um ihn wieder so herzurichten, dass er heute ein Publikumsmagnet ist. Von seiner architektonischen Schönheit einmal abgesehen, sind es die Ausstellungen im Zwinger allein schon wert, einen ganzen Tag dort zu verbringen.

Die Galerie Alte Meister mit der Sixtinischen Madonna, der Mathematisch-Physikalische Salon, die Porzellansammlung oder die Rüstkammer sind allesamt museale Leckerbissen.

 

Grüne Gewölbe & Semperoper

In direkter Nachbarschaft des Zwingers befindet sich das Grüne Gewölbe, in dem Kostbarkeiten und Kuriositäten aus den Schatzkammern der Wettiner Fürsten ausgestellt sind. Wiederum nur einen Katzensprung entfernt befindet sich die Semperoper. Sie liegt malerisch am Ufer der Elbe und stellt sowohl architektonisch als auch künstlerisch eine Perle unter den Opernhäusern Europas dar.

 

Frauenkirche

Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche war lange Zeit umstritten. Nicht wenige Dresdner wollten die Ruine als Mahnmal bestehen lassen. Viele Spenden aus aller Welt machten es jedoch möglich, die Frauenkirche im alten Glanz wieder aufzubauen.

 

 

Damit sind noch lange nicht alle Sehenswürdigkeiten Dresdens genannt. Für einen Kultururlaub mit Abstechern ins Umland zu Zielen wie der Moritzburg, der Festung Königstein oder eben auch der Sächsischen Schweiz ist Dresden die allererste Adresse.

Im Dezember nach Dresden zu reisen, ist einer der kältesten Tage des Jahres. Wenn man aus dem Zug steigt, kann der Temperaturunterschied spürbar sein, aber Dresden ist auch bei bitterer Kälte einen Besuch wert! Am bekanntesten ist die Stadt für ihren Weihnachtsmarkt, ein einmonatiges Fest, auf dem viele Kunsthandwerker aus ganz Deutschland ihre Waren anbieten.

 

Das ist Dresden

Dresden ist die größte Metropolregion Deutschlands. Die Stadt lebt von Produktion, Transport und Kultur. Die High-Tech-Produkte treiben ihre Wirtschaft an und besetzen ihre Arbeitsplätze. Es ist auch ein Ort der Kunst und Inspiration.

 

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte gibt es in ganz Deutschland, aber der in Dresden ist der älteste und der größte. Hier werden traditionelle deutsche Weihnachtsleckereien wie Stollen gegessen und ein riesiger Märchenspielplatz aufgebaut, auf dem automatisierte Märchenfiguren Zeilen aus ihren Geschichten vortragen.

Der Markt findet seit über 700 Jahren statt und wird jedes Jahr besser. Eine gute Möglichkeit, die volle Wirkung des Marktes zu erleben, ist es, einen Freund und ein paar Einkaufstaschen mitzubringen und sich einfach von deinen Sinnen leiten zu lassen, bis du merkst, dass es Zeit ist, auf einen Glühwein einzukehren.

Der Markt ist eine großartige Möglichkeit für Besucherinnen und Besucher, traditionelles deutsches Kunsthandwerk und Lebensmittel kennenzulernen, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.

Der Markt ist außerdem riesig, so dass wirklich für jeden etwas dabei ist.

 

Zwinger

Eine weitere Sehenswürdigkeit war der Zwinger. Der Zwinger ist ein architektonisches Wunderwerk, ein Palast aus dem 18. Jahrhundert, in dem ein reges Treiben herrscht und eine Vielzahl von Besuchern verschiedene Sprachen sprechen.

So entstand ein seltsames, aber angenehmes Missverhältnis zwischen der klaren Architektur und dem Anblick und den Geräuschen des 21. Jahrhunderts, als die Menschen in mindestens sieben verschiedenen Sprachen mit ihren Handys telefonierten.

Dresden-Besucher haben jetzt das große Glück, dass die Frauenkirche nach ihrer fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg vor kurzem restauriert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Auf dem Gelände befindet sich ein Museum, in dem der Restaurierungsprozess anhand von Miniaturen nachvollzogen werden kann.

Das Museum ist zwar klein, aber es ist sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch, also gibt es keine Ausrede, es nicht zu besuchen!

Selbst Menschen, die sich nicht für Architektur interessieren, werden die Geschichte des Wiederaufbaus fesselnd und bewegend finden, denn die Bilder von Dresden in Trümmern sind sehr bewegend. Jeder Dresdener war entweder direkt betroffen oder hat ein Familienmitglied, das von den Bombenangriffen betroffen war.

 

Goldener Reiter

Eine spannende Sehenswürdigkeit ist die gigantische Statue des Goldenen Reiters. Die Statue selbst ist sehr königlich und gigantisch, aber du kannst ganz nah an sie herankommen und die Kunstfertigkeit bewundern, was für Kunstverliebte ein wahrer Genuss ist.

Wo ist Deutschland eigentlich zu Ende? Da, wo Lachs und Luchs sich Gute Nacht sagen, die Elbe von Sandsteinen umzingelt ist und Wellness groß geschrieben wird: Im Nationalpark Sächsische Schweiz.

 

„Einem Eiland gleichet der Felsen bald, die Wolken nehmen des Meeres Gestalt.“

 

Hans Christian Andersen war es, dem diese Worte über die Sächsische Schweiz entronnen. Bei so viel Poesie ist anzunehmen, dass er in den Nationalpark eintauchte, in die bizarren Felsentürme und wilden Schluchten. In das riesige Tal, das die Elbe sich durch den Sandstein grub. Er schrieb von einer geheimnisvollen Melancholie, die über der Sächsischen Schweiz liegt. Alle wird er sie gesehen und vielleicht manche davon erwandert haben: die Steinformationen des Mittelgebirges wie den Großen Zschirnstein, den höchsten von ihnen.

Vielleicht hat er auch gesehen, wie abends die letzten roten Sonnenstrahlen den Lilienstein zum Leuchten bringen. Einsam, aber mächtig erhebt der sich aus der Landschaft und schmiegt sich in die Arme einer Elbschleife. Hans Christian Andersen wird ihn gehört haben, den Klang der Sächsischen Schweiz, der nichts ist als Ruhe und Stille. Die Landschaft alleine ist eigentlich schon völlig ausreichend für Wohlbefinden und Wellness. Doch es gibt noch mehr…

 

Das Besondere an der Sächsischen Schweiz

Hier, flussaufwärts von Dresden, ist man am äußersten Rand Deutschlands, aber im Herzen Sachsens. Fast schon in Tschechien – und mitten in Europa. In Pirna, Sebnitz, Bad Schandau wohnen Gäste hier, oder in Lohmen, in Hohnstein und im Kurort Rathen. Klingt nach Provinz. Ist es auch. Aber wo entspannt man besser als in der Idylle? Außerdem ist Dresden nah – in etwa 20 Minuten ist man dort. Wer das Elbsandsteingebirge kennt, aber von der Sächsischen Schweiz noch nie etwas gehört hat, der täuscht sich. Denn die Sächsische Schweiz ist ein Teil von ihm.

Die Böhmische Schweiz auf der tschechischen Seite macht das Elbsandsteingebirge dann komplett und zu einem europäischen Mittelgebirge. Und den Nationalpark eigentlich zu einem „Internationalpark“. In Bad Schandau können Gäste sich darüber ausführlicher informieren.

Wer gerne wissen möchte, wo er eigentlich ist, bevor er anfängt sich zu entspannen: Im Nationalparkhaus Sächsische Schweiz kann man das Gebiet erleben, erfühlen, entdecken. Es informiert über den 1990 gegründeten Nationalpark mit Multimedia und „herkömmlichen“ Materialien – Stein zum Erfühlen, ein Ameisenzoo zum Staunen, Tafeln zum Lesen.

 

„Nichts versüßt unser Dasein mehr als eine gewisse Seelenruhe, welche die Sorgen und trüben Vorstellungen, die den Geist beunruhigen, verscheucht.“

– Friedrich II.

 

Dem Einblick in das Innere der Sächsischen Schweiz folgt ein Überblick von oben: Die Aussicht von der Festung Königstein zwischen Bad Schandau und Pirna ist Atem beraubend. Den Blick zu Elbe, kann der Gast sich den Kopf vom Wind frei pusten, alle Gedanken und Sorgen hinter sich lassen. Und ist dann optimal vorbereitet auf Wellness Stufe zwei – die professionelle Erholung.

 



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Nicht nur wandern – auch Wellness

Zum Beispiel im Geibeltbad in Pirna. Was von außen aussieht wie eines der vielen Familien- und Freizeitbäder, die aktuell aus dem Boden sprießen (wenn auch ein sehr schönes und mit einem Architekturpreis prämiertes), hat in seinem Inneren ein Kleinod zu bieten: ein Hamam-Bad mit einem echten türkischen Hamam-Meister. Beim Hamam geht es um Körperreinigung und um Massage.

Wer seinen Körper erst im heißen Dampf einweichen lässt und sich dann zum Hamam-Meister begibt, der ist hinterher, wenn er auf der Liege ruht, garantiert alles los, was er nicht an und unter der Haut haben will.

Ähnliche Effekte kann man auch im Dr.-Petzold-Bad in Sebnitz erzielen: Es bezeichnet sich als „Das Kräutervitalbad in der Sächsischen Schweiz“ und ist ebenfalls keines der typischen Spaßbäder mit Sauna-Anbau. Becken gibt es hier nicht wirklich viele. Wer hierher kommt, will in Heu, Algen oder Nachtkerzenöl baden.

Oder im Coselbad: 280 Liter Kräutersud in einer güldenen Metallwanne. Danach: ein Entspannungs-Schläfchen auf dem Wasserbett.

 

„Faulheit strengt an, als stemme man Gewichte.“

– Erich Kästner

 

Zuerst Nordic Walking …

Genug der müßigen Entspannung? Dann auf zum Nordic Walking. Diplom-Sportlehrer Siegfried Biener vom Sportverein Grenzwinkel Sebnitz e.V. zeigt in Kursen gerne, wie’s wirklich geht. Nordic Walking ist nämlich mehr als schnelles Spazierengehen mit Stöcken, hinter der Trendsportart steckt Technik. Es ist wie so oft mit dem Sport: Nur wer es richtig macht, macht es effektiv. Schön ist es ohnehin, durch wilde und romantische Täler zu walken.

 

… Und dann wieder runterkommen

Jetzt fehlt nur noch eines: sich ein bisschen verwöhnen lassen. Sich etwas gönnen und was für sich tun. Sich auf eine Massage-Liege legen, unter Hot Stones, in ein BEMER-Gerät (zur Bio-Elektro-Magnetischen-Energie-Regulation) oder auf den Stuhl einer Kosmetikerin. Für das alles gibt es in der Sächsischen Schweiz unzählige Möglichkeiten.

Sei es in der Beauty Farm „Villa Carolahöhe“ in Bad Schandau, im Wellness-Bereich des Parkhotels Bad Schandau oder in dem des Berghotels Bastei – überall fühlt man sich umsorgt und geborgen. Hier können Gäste sich hängen lassen und: entspannen.

 

Zum Abschied winkt der zufriedene Wellness-Urlauber der Sächsischen Schweiz noch einmal hinterher, und zwar von der Basteibrücke aus, einer Sandsteinbrücke aus dem 19. Jahrhundert. Sie verbindet die die Reste einer mittelalterlichen Felsenburg und das eben erwähnte Berghotel miteinander. Hier oben wird man sich noch einmal der Ruhe und Idylle bewusst, die der Nationalpark Sächsische Schweiz mit seinen faszinierenden Sandsteinen und der majestätischen Elbe ausstrahlt. Ob der deutsche Schriftsteller Jean Paul wohl auch schon einmal in der Sächsischen Schweiz war? Könnte man meinen, sagte er doch Folgendes:

 

„Unsere größten Erlebnisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.“

Susanne Schödl