Erlebe Geschichte hautnah: Besuche die Felsenburg Neurathen auf der Bastei

Erlebe das Abenteuer einer echten Burgbesichtigung! Die Felsenburg Neurathen auf der Bastei bietet ein einzigartiges Erlebnis, das du nicht verpassen solltest. Wandere durch die beeindruckenden Felsen und erkunde die historischen Überreste der Burg. Spüre die gigantischen Eindrücke, wenn du den steilen Felsen ganz nahe kommst. Lass dich von der Geschichte und Schönheit dieses Ortes verzaubern und besuche jetzt die Felsenburg Neurathen!

 

Lage und Zugang

Die Felsenburg Neurathen befindet sich auf einem langen Sandsteinriff auf der Bastei in der Sächsischen Schweiz. Um dorthin zu gelangen, musst du nur über die Basteibrücke gehen. Hier hast du einen einzigartigen Blick auf die Felsenburg und die umliegende Landschaft.

 

Auf der Felsenburg Neurathen wandern – mit den Brücken und Stegen.

 

Ehemalige Burg und heutiges Freilichtmuseum

Die Felsenburg Neurathen war einst eine mittelalterliche Burg, die im 13. Jahrhundert angelegt wurde. Die Menschen haben damals unter einfachen Mitteln mit Hammer und Meisel die Fundamente in den Sandsteinfelsen geschlagen und darüber eine Burg in Holzbauweise errichtet. Heute sind die Reste dieser Burg in Form eines Freilichtmuseums zugänglich. Hier kannst du auf einem Rundgang durch die ehemalige Burganlage sehen, wo früher die Burg gestanden hat.

 

Eintrittspreise für die Felsenburg

In diesem Abschnitt werden wir besprechen, was es kostet, die Felsenburg Neurathen zu besuchen. Es ist wichtig zu wissen, dass es im Vergleich zur Basteibrücke einen Eintrittspreis gibt. Hier sind die Eintrittspreise für 2022 (bitte beachte, dass es sich hierbei um unverbindliche Preise handelt):

  • Erwachsene: 2,5 Euro
  • Kinder (4-14 Jahre): 1,0 Euro
  • Familienkarte (2 Erwachsene + max. 4 Kinder): 6,0 Euro
  • Gruppen ab 20 Personen, je Person: 2,0 Euro
  • Erwachsene mit Gästekarte: 2,0 Euro
  • Kinder mit Gästekarte: 0,5 Euro

 

Willkommen bei deiner Tour durch die Felsenburg Neurathen!

Auf dem Rundgang werden 24 Tafeln zur Verfügung stehen, die dich mit wichtigen Informationen und Erläuterungen versorgen.

Deine Reise beginnt bereits an der Basteibrücke vor der Kernburg. Wenn du von der Bastei hinabsteigst, kommst du links an der Vogeldelle vorbei, wo du Spuren von ehemaligen Absperrungen an den Felswänden sehen kannst, in Form von Balkenfalzen. Diese dienten als Widerlager für Balken. Einst endete hier eine Steiganlage mit 487 Stufen, die 1814 von Förster Auerswald errichtet wurde, um Besuchern den Auf- und Abstieg von und nach Rathen zu erleichtern.

Wenn du links abbiegst, kommst du zum Ferdinandstein, an dem sich ein kurzer Felsgrat, die „Schanze“, erhebt. Der Name deutet darauf hin, dass es sich um eine Felsbefestigung handelte, die wahrscheinlich zur Sicherung der bereits im Mittelalter vorhandenen Brückenanlage diente. Die Brücke bestand aus Baumstämmen und führte tiefer als die jetzige Brücke vom Jahrhundertturm über den großen Felspfeiler in der Mitte der Schlucht zur Großen Steinschleuder. Der mächtige Felsstock, auch „Alte Schanze“ genannt, war im Mittelalter Teil der Wehranlage Neurathen.

Auf dem Gipfel kannst du noch immer Balkenfalze für die Aufstellung einer Wurfmaschine (Steinschleuder) sehen. Mit der Schleuder wurden große, über 50 kg schwere Steinkugeln zur Abwehr von Angreifern geschossen. Geborgene Kugeln haben einen Durchmesser von 37 bis 45 cm.

 

Mit der Schleuder wurden große, über 50 kg schwere Steinkugeln zur Abwehr von Angreifern geschossen.

Mit der Schleuder wurden große, über 50 kg schwere Steinkugeln zur Abwehr von Angreifern geschossen.

 

Das Neurathener Felsentor, auch als Kleine Steinschleuder bezeichnet, ist ein imposantes Bauwerk am östlichen Ende der berühmten Basteibrücke. Es dient als oberer Zugang zu den Wohnräumen in der Felsenburg Neurathen und ist ein wichtiger Teil der Burgarchitektur.

Die Sandsteinwände an der Stirnfront des Tors tragen Spuren früherer Behausungen und bieten ein faszinierendes Schauspiel für Besucher. Große Falze und Vertiefungen zeugen von der ursprünglichen Funktion des Tors als Eingang zur Burg. Im Tordurchgang befinden sich auf der linken Seite die sichtbaren Schleifrillen, die von den Seilen der einstigen Zugbrücke stammen. Hier begann auch der Wehr- oder Umgang, der in der Burgenzeit angelegt und genutzt wurde, um die Burgbewohner vor Angreifern zu schützen. Spuren und Falze an der Außenwand der Mardertelle geben einen Eindruck von der einstigen Wehrgangführung, die um den Felspfeiler herum verlief.

Die heutige Basteibrücke, die aus Stein erbaut wurde, dient als Verbindung zwischen dem östlichen und westlichen Teil der Burg. Sie wurde zwischen 1850 und 1851 errichtet und ersetzte die vorher bestehenden, hölzernen Brückenbauten. Die Basteibrücke ist ein bekanntes Touristenziel und lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher an, die sich von ihrer Schönheit und Solidität beeindrucken lassen.

Insgesamt bietet das Neurathener Felsentor eine einzigartige Gelegenheit, einen Teil der Geschichte der Burgenzeit hautnah zu erleben und ein Stück europäischer Kultur zu entdecken.

 

Relikte aus der Vergangenheit

Auf deinem Rundgang durch das Freilichtmuseum kannst du Relikte aus der Vergangenheit bestaunen. Dazu gehören die Zisterne, eine Steinschleuder und ein Modell der Burg. Diese Gegenstände geben dir einen Eindruck davon, wie imposant die Felsenburg auf der Bastei früher gewesen sein muss.

 

Geborgene Kugeln haben einen Durchmesser von 37 bis 45 cm.

Geborgene Kugeln haben einen Durchmesser von 37 bis 45 cm.

 

Maßstabsgetreues Modell

Ein besonderes Highlight im Freilichtmuseum ist das maßstabsgetreue Modell der Felsenburg Neurathen. Es wurde von den Einheimischen Thomas und Martin Wittig aus Pirna von 1998 bis 2002 in mühevoller Kleinarbeit erbaut. Du kannst es auf dem Burgareal bewundern.

 

Die Felsenburg Neurathen Rekonstruktion – zu sehen auf der Bastei im Freilichtmuseum

 

Steinschleuder – Waffe aus vergangenen Zeiten

Ein weiteres interessantes Ausstellungsstück ist die große Steinschleuder. Mit solchen Bauten wurden früher über 50 kg schwere Steinkugeln auf die Angreifer der Burg geworfen. Ein faszinierendes Stück Geschichte, das du auf der Felsenburg Neurathen hautnah erleben kannst.

 

Überblick über das Areal

Kaum bist du durch das Kassenhäuschen gegangen, hast du bereits einen Überblick über das Areal. Die vielen Aussichtspunkte und Panoramen haben es mir angetan.

 

Felsenburg Neurathen wandern

Der Wanderweg führt dich weiter in die Felsenburg Neurathen. Mit stählernen, schmalen Brücken ermöglicht er eine atemberaubende Wanderung von Felsen zu Felsen. Wenn du keine Höhenangst hast, wirst du hier ein besonderes Abenteuer erleben, indem du über die schmalen Brücken treppauf treppab von Felsnadel zu Felsnadel wandern kannst. Die Blicke, die du hier genießen kannst, sind unvergesslich. Von diesem Aussichtspunkt aus reicht dein Blick in die Martertelle, den Wehlgrund, die Gansfelsen, den Bienenkorb, die markante Lokomotive und viele weitere bekannte Steinformationen. Ein Schild erklärt dir alle Motive.

 

 

Informationen über die Geschichte der Felsenburg Neurathen

Diese Burg ist eine der größten und ältesten mittelalterlichen Burgen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Die Ausdehnung der Burg beträgt ungefähr 700 Meter und ihre Breite beträgt etwa 100 Meter. Leider gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Gründung der Burg, aber es wird vermutet, dass sie im 13. Jahrhundert entstanden ist.

Im 13. Jahrhundert wurden die beiden Burgen Alt- und Neurathen erstmals erwähnt. Es ist jedoch nicht ganz klar, auf welche der beiden Burgen sich diese Angaben beziehen. Es wird angenommen, dass es sich auf die tiefer gelegene Burg Altrathen handelt, die auf einem Talsporn über dem Grünbach liegt. In einer Urkunde aus dem Jahr 1361 wurde erstmals erwähnt, dass es zwei Burgen bei Rathen gab. Die Burgen gehörten zu dieser Zeit den böhmischen Herren von Michelsberg.

In den kommenden Jahrhunderten wechselte die Besitzership der Burgen mehrmals. Ab 1406 gehörte sie Hinko Berka von der Duba auf Hohnstein, aber nur vier Jahre später fiel sie bei der Erbteilung seines Gesamtbesitzes an seinen Sohn Benesch. Friedrich von der Oelsnitz wurde 1428 Besitzer von Rathen, aber er geriet in Streit mit den Berka von der Duba, weil er kein böhmischer Untertan war und die Lehnshoheit der Wettiner anerkannte. Dies führte zu Fehden, bei denen die Burg immer wieder erobert und verloren ging.

Mit Hans von der Oelsnitz, dem Besitzer der Burg ab 1466, zog das Raubrittertum auf dem Herrensitz ein. Um den Landfrieden zu sichern, mussten Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht von Sachsen 1467 gegen Hans vorgehen. Sie belagerten die Burg ein Jahr lang, aber Hans konnte fliehen. 1469 wurde die Burg schließlich in Brand geschossen.

Die touristische Erschließung der Sächsischen Schweiz Ende des 18. Jahrhunderts machte die Bastei zu einem bekannten und beliebten Ausflugsziel. Historische Funde im Basteigebiet führten dazu, dass das Interesse an der Felsenburg neu aufflammte.

 

Felsenbühne Rathen

Die Bastei ist auch für die bekannte Felsenbühne bekannt, die jedes Jahr viele Besucher anzieht. Von der Felsenburg hast du den Blick auf die Felsenbühne von oben.

 

Zeit zum Entdecken

Nimm dir ein wenig Zeit für deinen Besuch auf der Bastei, um alles in Ruhe zu erkunden. Ich war überrascht, wie viel die Burgruine zu bieten hat. Egal, ob dich die Relikte der Burg, die Aussichtspunkte oder die imposanten schmalen Brücken von Fels zu Fels interessieren – du wirst hier auf jeden Fall deine Freude haben.

 

Wandern zur Felsenburg Neurathen

Möchtest du das einzigartige Erlebnis auf der Felsenburg Neurathen selbst erleben? Dann musst du wandern! Der Zugang zur Burgruine, die heute als Freilichtmuseum genutzt wird, befindet sich fast am Ende der Basteibrücke. Um in den Genuss dieses Abenteuers zu kommen, musst du wandern. Falls du nicht wandern möchtest, kannst du die Burg leider nicht besuchen. Aber keine Sorge, ich habe in einem eigenen Beitrag eine leichte Wanderung auf die Basteibrücke beschrieben. So kannst du auf die Basteibrücke wandern und die Felsenburg Neurathen besuchen.

 

Die Felsenburg Neurathen ist ganzjährig geöffnet.

Die Felsenburg Neurathen ist ganzjährig geöffnet.

 

Ein Besuch der Felsenburg Neurathen

Zugang zur Felsenburg Neurathen

Die Felsenburg Neurathen ist nur über die Basteibrücke zugänglich. Der ehemalige direkte Zugang von Rathen ist nicht mehr vorhanden. Besucher müssen den Aufstieg über 487 Stufen in Angriff nehmen, die vom Förster Auerswald im Jahr 1814 angelegt wurden. Der schnellste Zugang zur Felsenburg ist vom Bastei Parkplatz aus, da man den Aufstieg über die Stufen vermeidet.

 

Eintrittspreise für die Felsenburg Neurathen

Ein Besuch der Felsenburg Neurathen ist nur gegen Eintritt möglich. Die Eintrittspreise sind jedoch moderat und beinhalten Erwachsene (2,5 Euro), Kinder (4-14 Jahre) (1,0 Euro), Familienkarten (2 Erwachsene + max. 4 Kinder) (6,0 Euro), Gruppen ab 20 Personen (2,0 Euro je Person) sowie Erwachsene und Kinder mit Gästekarte (2,0 bzw. 0,5 Euro).

 

Lohnt sich der Besuch der Felsenburg Neurathen?

Ob sich ein Besuch der Felsenburg Neurathen lohnt, hängt von persönlichen Vorlieben und Interessen ab. Wir finden jedoch, dass ein Rundgang durch die ehemalige Burganlage sehr lohnenswert ist. Insbesondere die Brücken und Stege zwischen den Felsen vermitteln gigantische Eindrücke, da man den steilen Felsen ganz nahe kommt.

 

Aussichtsturm auf der Felsenburg Neurathen

Leider verfügt die Felsenburg Neurathen nicht über einen Aussichtsturm, wie man es von einer Burg erwarten würde.

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