Gefahren beim Klettern – nicht nur in der Sächsischen Schweiz

Gefahren beim Klettern in der Sächsischen Schweiz.

Denkst du darüber nach, Klettern als Sportart zu betreiben? Es kann ein aufregender und lohnender Sport sein. Wie die meisten denkst du wahrscheinlich, dass Stürze die größte Gefahr sind, besonders wenn du noch nie geklettert bist. Mit all der modernen Kletterausrüstung ist ein Sturz tatsächlich einer der unwahrscheinlichsten Unfälle. Stürze sind ein Risiko, aber es gibt viele andere Verletzungen, die häufiger vorkommen. Du solltest diese Risiken kennen und wissen, wie du sie vermeiden kannst, bevor du dich auf das Bergsteigen oder Klettern einlässt.

 

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Probleme, die dein Körper bereiten könnte

Die Schwerkraft ist etwas, an das unser Körper im normalen Alltag gewöhnt ist, aber beim Klettern kämpfst du noch stärker gegen die Schwerkraft an. Du benutzt deine Finger, Hände, Füße und Gliedmaßen, um gegen die Schwerkraft anzukämpfen. Hinzu kommt, dass du normalerweise bei extremen Temperaturen und in zerklüftetem Gelände kletterst.

Unsere Knochen sind durch dickes Gewebe, die Bänder, miteinander verbunden. Sie sind nicht so elastisch wie unsere Muskeln. Wenn sie gedehnt und belastet werden, können sie reißen oder sich vom Knochen lösen. Diese Art von Verletzung wird als Seitenbandzerrung bezeichnet und tritt bei Kletterern meist in den Fingern auf. Sie wird dadurch verursacht, dass du deinen Körper immer wieder mit ein paar Fingern hochziehst. Selbst leichte Fälle führen zu Schmerzen in den Fingern und eingeschränkter Funktion.

Die Sehnen verbinden die Muskeln mit den Knochen und sind nicht sehr elastisch, so dass sie leicht überlastet und beschädigt werden können. Viele Kletterer leiden an einer Krankheit namens laterale Epicondylitis im Unterarm und Ellenbogen. Das wiederholte Greifen und Ziehen mit den Armen belastet diese Sehnen und kann zu Schäden führen.

 

Probleme und Gefahren in der Umwelt

Körperliche Verletzungen durch anhaltende Belastung sind nicht die einzigen häufigen Verletzungen. Geröll und Felsen können sich lösen und auf dich und andere Kletterer fallen. Es besteht auch die Gefahr von größeren Unglücken, wie zum Beispiel Lawinen. Sie treten am ehesten beim Wechsel der Jahreszeiten vom Winter zum Frühling auf. Auch wenn diese Art von Gefahr selten ist, solltest du dir dieser bewusst sein.

Sehr häufig sind im Elbsandsteingebirge allerdings Abbrüche von Felsen. Der Fels ist spröde und bröckelt gern einmal ab.

Wie bereits erwähnt, sind Stürze für Kletterer nicht die häufigste Gefahr, aber sie können passieren und es müssen die richtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Stürze sind wahrscheinlicher, wenn du müde, dehydriert und extremen Temperaturen ausgesetzt bist. In diesen Situationen ist deine Koordination schlecht, deine Muskeln sind erschöpft und dein Urteilsvermögen ist schlecht.

 

Sicherheit beim Klettern beginnt vor dem Klettern!

Berg- und Felsklettern ist eine der spannendsten und aufregendsten Outdoor-Sportarten. Kein Wunder, dass sich so viele für das Klettern begeistern. Erfahrene Kletterer wissen, dass es beim Klettern Sicherheitsbedenken gibt. Die Vernachlässigung der Sicherheit kann zu Verletzungen und sogar zum Tod führen. Es stimmt zwar, dass es wichtig ist, die Ausrüstung zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie einwandfrei ist, aber Sicherheit ist noch mehr als das.

 

Vorkehrungen, die du unbedingt treffen solltest

Als Erstes solltest du anderen mitteilen, wo du klettern wirst und wann du zurückkehren sollst. Folge deiner geplanten Route; wenn du vom Weg abkommst und dich verirrst, wird niemand wissen, wo du bist. Handys werden dort, wo du hingehst, nicht immer funktionieren. Du solltest immer jemanden mitnehmen, wenn du kletterst, aber das ändert nichts an dem Ratschlag, den Leuten zu sagen, wo du sein wirst.

Sobald du dort bist, solltest du nicht versuchen, ein Draufgänger zu sein und dein Ego zu Hause lassen. Die Profis wissen, dass du immer auf der Seite der Sicherheit stehen solltest. Wenn etwas zu gefährlich aussieht, solltest du es nicht tun. Angeberei führt nur zu möglichen Verletzungen und Krankenhausaufenthalten.

Kenne deine körperlichen Grenzen und sei dir des Geländes bewusst. Zerrungen von Sehnen und Bändern und Verletzungen durch Steinschlag gehören zu den häufigsten Verletzungen. Wenn du noch nie in einem bestimmten Gebiet geklettert bist, hole dir Rat bei anderen, die Erfahrung mit dem Gebiet haben.

Achtsamkeit ist ein weiterer Schlüssel zur Sicherheit. Sei dir deiner Umgebung bewusst, einschließlich des Wetters und der physikalischen Faktoren des Geländes. Vergewissere dich, dass die Felsen sicher sind und die Griffe richtig eingeschätzt werden. Wisse, mit wem du kletterst, und kenne dessen Erfahrung und Fachwissen. Lass Streitereien und Einstellungen hinter dir; Kämpfe und Konfrontationen lenken dich nur ab und machen dich unkonzentriert.

Kommunikation ist sehr wichtig und geht in beide Richtungen. Du musst dich klar ausdrücken, wenn du etwas sagst, und du musst aufmerksam zuhören, wenn ein Mitkletterer etwas zu dir sagt. Kenne deine Handzeichen und wiederhole sie, bevor du mit dem Klettern beginnst.

Klettern ist eine anstrengende Aktivität und du musst fit genug sein, um klettern zu können, bevor du überhaupt zum Klettergebiet gehst. Geh nicht klettern, wenn du dich nicht gut fühlst oder dich von einer früheren Verletzung erholst. Führe vor dem Klettern einige Dehnübungen durch, damit deine Muskeln nicht steif werden und du besser auf die Belastung des Kletterns vorbereitet bist.

Klettern ist eine erbauliche Aktivität und manche sagen sogar, es sei eine religiöse Erfahrung. Sicherheit ist ein wichtiges Anliegen, also bereite dich auf deine Klettertour vor, stelle sicher, dass du körperlich in der Lage bist und achte auf deine Umgebung.

 

Fazit

Berg- und Felsklettern in der Sächsischen Schweiz kann ein aufregender und lohnender Sport sein und eignet sich hervorragend für einen Urlaub im Freien. Jede Sportart birgt Risiken, aber beim Klettern können die Risiken zu schwereren Verletzungen führen. All diese Risiken solltest du bedenken, bevor du mit dem Klettern beginnst, damit du weißt, wie du diese Verletzungen und Gefahren vermeiden kannst.

4 Kommentare
  1. Eine Einheimische sagte:

    Wenn ich mir die Touristen auf den Felsen so anschaue – und damit meine ich in der Tat normale Wanderer, die ihre Kinder über Felsspalten ect. springen und am Abgrund tanzen lassen, wird mir als Einheimische wirklich schlecht. Die Natur zum Kopf ausschalten ist natürlich ideal – aber bitte trotzdem im Hintergrund noch das ein oder andere Fünkchen Verstand laufen lassen!

    Antworten

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  1. […] Dieser Effekt wirkt sich negativ auf das Gleichgewicht aus. Das gilt umso mehr für einen Wanderer. […]

  2. […] Sächsische Schweiz bietet als alte Bergsteiger Tradition den Gipfel des Falkensteins. Im Jahr 1864 haben Schandauer […]

  3. […] möchte betonen, dass die Freiübernachtung stellen von allen Bergsteigern und Kletterern stehts sauber hinterlassen werden und man  das Betretungsverbot in der Nacht, z.B. bei extremer […]

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