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Abenteuer und Magie – 7 beliebte Höhlen in der Sächsischen Schweiz

Der Kuhstall in der Sächsischen Schweiz.

Höhlen in der Sächsischen Schweiz – Es gibt hunderte schöne Orte, die einen Besuch wert sind. Den Harz mit seiner historischen Vergangenheit und der Teufelsmauer, den Teutoburger Wald mit seinen uralten Baumbeständen und seinen Mooren und dann gibt es natürlich im Elbsandsteingebirge, die Sächsische Schweiz.

Links und rechts der Elbe, erheben sich majestätische Felsen, mit dicht bewaldeten Ausläufern. Dazwischen Schluchten, die immer wieder den Blick auf geheimnisvolle, tiefe Wälder freigeben. Dem Auge des Besuchers eröffnet sich hier eine fast schon märchenhafte Welt.

Wie in einem Märchen fühlt man sich auch, wenn man sich ins Herz dieser Berge begibt.

Es gibt kaum einen Platz in Deutschland, der so viele Höhlen und Grotten beheimatet, wie die Berge und Wälder der Sächsischen Schweiz.

 

Höhlenarten

Bei etwa 400 bereits erforschten Höhlen, kann man leicht den Überblick verlieren. Jede Höhlenart ist anders, hat ihre eigenen Reize und ihre eigene Gesteinsformation. Deshalb lohnt es sich, einen näheren Blick darauf zu werfen, was jede von ihnen so einzigartig macht.

Die Höhlenarten setzten sich aus Trümmerhöhlen, Klufthöhlen, Einsturzhöhlen und Schichtfugenhöhlen zusammen, die durch tektonische Bewegungen in unterschiedlichen Bereichen und durch unterschiedliche Materialien, sowie Wetter und Klimabedingungen, aber auch durch den Abbau von Sandstein entstanden.

 

7 beliebte Höhlen in der Sächsischen Schweiz

Einige der Höhlen in der Sächsischen Schweiz und ihre Besonderheiten, lernen Sie im folgenden Text kennen.

 

Der Diebeskeller

Am Quirl unterwegs zur Diebeshöhle.

Am Quirl unterwegs zur Diebeshöhle. Und nein, das ist nicht der offizielle Wanderweg – macht aber so viel mehr Spaß ;)

Viele Höhlen in der Sächsischen Schweiz wurden früher bereits als Rastplätze genutzt.

Dort, wo früher die Jagdgesellschaften der Grafen und Herzöge eine erfolgreiche Jagd feierten, steht noch heute ein langer aus Stein gehauener Tisch, der um das Jahr 1755 datiert wird. Umgeben von einem 25 Metern langem, und 8 Metern breiten Raum, bot er Platz für ausschweifende Feste. Der Diebeskeller am Quirl ist, mit zwei Etagen und einer Deckenhöhe von bis zu 4 Metern, die größte Höhle in der Sächsischen Schweiz.

Das Gesamtmaß dieser gigantischen Höhle beträgt 230 Quadratmeter.

Heute bietet die Höhle Wanderern Zuflucht und wird daher gerne zum Übernachten auf einer größeren Tour genutzt.

Der Quirl selbst, ist nur einer, der das Gesamtbild prägenden Tafelberge in der Region. Von hier aus führen etliche, gut begehbare Wanderwege, zu weiteren sehenswerten Höhlen.

 

Die Heringshöhle

Heringshöhle.

An der Heringshöhle.

Diese um 1899 von Gustav Hering entdeckte, durchgängige Höhle, erreichen Sie ab der Stadt Wehlen, über den Teufelsschlucht Rundweg. Dieser ist zwar für Kinder ein riesiger Spaß, aber für Sie als Erwachsenen, wird er so manche Herausforderung bieten.

Um ihn zu passieren, müssen Sie sich stellenweise klein machen, in die Hocke gehen, sich bücken oder im Entengang wandern. Das Besondere an der Heringshöhle ist der Umstand, dass sie zwei Eingänge, beziehungsweise einen Vordereingang und einen Hinterausgang hat.

Das macht sie unter den Höhlen in der Sächsischen Schweiz, zu einem sehr beliebten Ausflugsziel.

Da der Weg hierher zwar abenteuerlich, aber dennoch relativ einfach zu bewältigen ist, bietet sich diese Höhlentour, vor allem für Familien mit Kindern an.

 

Die Gautschgrotte

Besonders sehenswert ist die Gautschgrotte im Winter.

Besonders sehenswert ist die Gautschgrotte im Winter. Das Bild stammt von 2021. Bei einem strengen Winter ist das Wasserfall bis zum Boden gefroren.

Mitten im Wald, am Felsen entlang, führt oberhalb des Polenz-Tals ein angenehmer Wanderweg zu einer großen Felsausbuchtung.

Hierbei handelt es sich um die Gautschgrotte. Es kommt nun ganz darauf an, in welcher Jahreszeit sie diese besuchen, denn sie bietet im Sommer sowie auch im Winter, ein sehr eindrucksvolles Bild. In den, bis zu 10 und 20 Meter hohen Felswänden bildete sich, durch weichere Gesteinsschichten im unteren Bereich, eine Art Überhang.

Durch abfließendes Regenwasser, Tau und die wechselnden Gezeiten, hat sich in der Felsformation, ein dichter Moosteppich gebildet, der dem ganzen Schauplatz etwas sehr Mystisches verleiht. In kalten Wintern, mit viel Schnee, verwandelt sich die Grotte in einen verzauberten Ort.

Durch das abtropfende Wasser bilden sich gewaltige Eiszapfen an den Überhängen, die den staunenden Wanderer, in eine gefrorene Märchenwelt versetzen.

 

Die Höhlen bei Kleinhennersdorf

Hierbei handelt es sich um drei dicht beieinander liegende Höhlen in der Sächsischen Schweiz, an einem einfachen und für Kinder gut geeigneten Wanderweg am Kleinhennersdorfer Stein.

Je nachdem, von wo aus man seine Tour gestartet hat, findet man ausgehend von Klein-Hennersdorf, zuerst die Lichterhöhle.

Sie verdankt ihren Namen Bergarbeitern, die hier das Weihnachtsfest begingen. Durch die zahlreichen aufgestellten Kerzen erhielt die Höhle schließlich ihren Namen. Sie ist, mit 21 Metern Tiefe und 14 Metern Breite, eine der größten Sandsteinhöhlen in der Sächsischen Schweiz. Für die Größe der Höhle ist jedoch nicht die Natur, sondern ein Geschäftsmann namens Friedrich Hermann Hempel zuständig. Er ließ den Sandstein aus der Schichtfugenhöhle abtragen, zerkleinern und sieben. Anschließend wurde dieser als Scheuersand verkauft.

 

So menschenleer sind die Höhlen in der Saison leider nur am frühen Morgen.

So menschenleer sind die Höhlen in der Saison leider nur am frühen Morgen. Hier: Der Eingang zur Lichterhöhle.

In der Höhle beträgt die Höhe am höchsten Punkt etwa 5 Meter, ist überall groß genug, um aufrecht zu wandern und hell genug, sodass man sich die Taschenlampe hier sparen kann.

Etwas weiter rechts, bereits auf dem Abstieg, befinden sich die Hempelhöhle und die Eishöhle.

Während erstere leicht zu finden ist, müssen sie die Eishöhle etwas suchen. Der Einstieg ist recht schmal und durch die Vegetation ziemlich versteckt.

Durch die verwinkelten Felswände sind diese beiden optisch sehr reizvoll. Hier sollten Sie jedoch, aufgrund der vorherrschenden Dunkelheit in den Höhlen, unbedingt eine Taschenlampe oder Stirnlampe dabei haben.

 

Der Kuhstall

Der Kuhstall in der Sächsischen Schweiz.

Der Kuhstall in der Sächsischen Schweiz.

Eine vollkommen andere Perspektive, bietet das als Kuhstall bezeichnete Felsentor, auf dem neuen Wildenstein. Hier stand im 15. Jahrhundert auch die gleichnamige Burg.

Der Legende nach, verdankt dieser Ort, seinen Namen dem Umstand, dass die Bauern hier im 30-jährigen Krieg, ihr Vieh vor dem Feind versteckten.

Seit dem Jahr 1834, gibt es neben dem hohen Durchgang ein Gasthaus, in dem sich zahlreiche Touristen von der langen Wanderung erholen, oder für die Kommende, stärken konnten. Von einer gefestigten, mit Geländer gesicherten Plattform haben Sie hier eine sensationelle Aussicht auf die umliegenden Berge und den Wald.

Hinter dem Kuhstall führt eine schmale, steile Stiege, die Himmelstreppe, auf die Ruinen des ehemaligen Burgplatzes. Von hier aus ist der Ausblick noch atemberaubender.

Der Kuhstall gehört mit, zu den bekanntesten Höhlen in der Sächsischen Schweiz und wurde bereits in zu DDR-Zeiten, gerne als Ausflugsziel für Schulklassen hergenommen.

 

Die Marienhöhle am Goldstein

Der Goldstein und die Goldsteinaussicht sind gut ausgeschildert.

Der Goldstein und die Goldsteinaussicht sind gut ausgeschildert.

Relativ schwierig zu erreichen, weil sie einige Höhenmeter, von der Lage anderer Höhlen unterscheidet, ist die Marienhöhle dennoch ein beliebtes Ausflugsziel.

Durch ihre längliche Form ist man hier wind- und wettergeschützt und damit bietet sie müden Wanderern, einen ruhigen Platz zum Übernachten.

Der Weg zur Marienhöhle windet sich ab Höhe des Zugangs des hinteren Raubschlosses (Winterstein), etwa 1000 Meter stetig unterhalb der Bärenfangwände entlang.

Warum dieser Felsen, die Menschen früher zum Bau einer Festen veranlasste, erschließt sich dem Wanderer, sobald er den Aussichtspunkt erreicht hat. An dieser Plattform, biss sich sicher so mancher lebensmüde Krieger, die Zähne aus.

Auch die Marienhöhle zählt zu den größten Schichtfugenhöhlen, unter allen Höhlen in der Sächsischen Schweiz.

Ihren Namen verdankt sie der kleinen Marienstatue am Eingang.

 

Striptease-Höhle

Zu guter Letzt kommen wir zu einer Höhle, deren Name zum ungewollten Programm wurde.

Stripteasehöhle in BIelatal.

Nach einem Besuch in der Stripteasehöhle im Bielatal solltest überprüfen, ob du noch eine Hose an hast ;)

Die Striptease-Höhle ist eine Kletterhöhle im Bielatal, in der es von unschätzbarem Vorteil wäre, ein Kletterseil dabeizuhaben. Ihre Durchgänge sind mitunter eher Durchschlupf-Löcher und diese wiederum sind so schmal, dass so mancher Wanderer, bei ihrer Durchquerung bereits seine Hose verloren hat.

Dies passierte inzwischen so vielen Menschen, dass der Umstand namensgebend für die kleine Höhle wurde.

Aufgrund der kleineren Grotten und der bizarr in den Himmel aufragenden Felsnadeln, ist das Bielatal, immer einen Ausflug wert.

 

Sicherheit geht vor!

Dass feste und praktische Kleidung beim Wandern, insbesondere aber beim Höhlenwandern unabdingbar sind, sollte jedem klar sein, der sich auf eine solche Tour begibt.

Da sich einige der Höhlen auch durch Klettern erkunden lassen, kommt es hier natürlich ebenso, auf die Schutzausrüstung und somit auf die Sicherheit an.

Kletterseile und Haken, sowie eine Taschenlampe, Handschuhe und geeignete Kletterschuhe sollten daher nicht fehlen. Auch Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen, wie Schürfwunden, sollten Sie im Gepäck haben. Bitte bedenken Sie auf Wanderausflügen in felsigen Regionen stets, dass Wind und Wetter niemals ruhen und das Gestein, Stück für Stück abtragen und bearbeiten. Es kann daher immer wieder zu Felsrutschen und ähnlichem kommen.

Bitte informieren Sie sich daher bereits im Vorfeld, ob Wanderungen aktuell zugelassen werden, oder ob das Gebiet wegen möglichen Steinschlägen zum Risikogebiet erklärt wurde und für Wanderer nicht zugänglich ist.

Achten Sie außerdem darauf, dass auch Brandschutz bei solchen Unterfangen eine große Rolle spielt.

Bitte machen Sie auch in großen Boofen (Übernachtungshöhlen) kein offenes Feuer, nur weil es schließlich jeder macht. Genau diese Art, gedankenlos mit unseren Höhlen umzugehen, mach viele von ihnen durch verrußte Wände unansehnlich und schadet nicht nur dem Sandstein. Auch kleine Lebewesen, Flechte und Moose werden es Ihnen danken, wenn sie aufs Feuermachen verzichten.

So wird sichergestellt, dass sich noch viele Wanderer und Naturliebhaber an den Höhlen in der Sächsischen Schweiz erfreuen können.

 

Und, um Himmels Willen! Nehmen Sie bitte, bitte Ihren Müll wieder mit! Es ist grausig, wie die Wälder und Höhlen vollgemüllt worden sind!

 

Empfehlung

Wenn du mehr Details möchtest, kannst du hier eine Karte der Sächsischen Schweiz anschauen:

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