Das Wandergebiet Elbsandsteingebirge ist ein Kletterparadies im Norden der Lausitzer Berge. Es liegt im Westen von Dresden und ist durch das Osterzgebirge begrenzt. Weiter geht es dann auf dem Territorium von Tschechien, welches im Süden und Osten als Böhmische Schweiz bekannt ist.

Das Elbsandsteingebirge ist seit der Jahrhundertwende ein Bergsteiger Gebirge geworden. Die verschiedenen Besteigungen, wie z.B. die des  Teufelsturms, der Barbarine und des Bloßstocks, erregten besonders oft eine besondere Bewunderung. Heute sind sie jedoch aufgrund der Verwitterung für Bergsteiger komplett gesperrt.

Geprägt wurde das Besteigen durch die Touristik und Alpinistik zu Beginn des Bergsteigens und natürlich auch des Fells gehen. Hier ging es nicht nur um einzelne Leistung, sondern um die große ganze Gemeinschaft, die auch als Seilschaft bekannt ist und diese Leistung vollbringt.

Mit insgesamt 15000 verschiedenen Routen zum Klettern und knapp 1100 Gipfeln, gehört die Sächsische Schweiz zu den Besonderen und größten Klettergebieten der Welt.

 

 

Freeclimbing in der Sächsischen Schweiz

Hier wurde von Beginn an auf verschiedene künstliche Hilfsmittel beim Klettern verzichtet. Heute nennt sich diese Form des klettern Freeclimbing. Die Herausforderung liegt hier darin, verschiedene besondere Sicherungstechniken anzuwenden und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten richtig einzuschätzen. Man muss seine eigenen Grenzen kennen und erkennen.

Unterschiedliche Ringe an der Wand dürfen z.B. nicht für die Fortbewegung genutzt werden. Es ist verboten verschiedene Teile zum Klemmen zu nutzen, da sie irreparable Schäden am Sandstein hinterlassen. Bergsteiger, die in Erwägung ziehen das Elbsandsteingebirge zu beklettern, sollten sich vorher insbesondere mit den verschiedenen Regeln auseinandersetzen.

Auch die Besonderheiten sollten niemals außer Acht gelassen werden! Dazugehört z.B., dass die verschiedenen Routen in den Gebieten nie durch Bohrhaken gesichert sind.

Man legt Schlingen, wofür man natürlich auch Übung und etwas Geschicklichkeit benötigt. Verschiedene Sicherungsringe findet man nur in besonders herausfordernden und schweren Kletterrouten.

 

Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz

Als Bergsteiger gibt es hier jedoch einen besonders großen Reiz, in dieser Region klettern zu gehen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten den Sport auszuüben und ganz nebenbei kann man die Schönheit des Gebirges genießen.

Im Elbsandsteingebirge findet man für jeden Geschmack etwas! Hier gibt es verschiedene Reibungen, Verschneidungen, Risse oder auch Wandklettereien.

Die Schwierigkeitsgrade kann man hier sehr gut variieren. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade, die nach sächsischer Skala aufgeführt sind.

Kletterer können hier ihre eigenen individuellen Stärken nach dem Gipfel besteigen. Am bekanntesten sind die Gebiete, die sich Schrammsteine, Affensteine oder auch das Schmilkaer Gebiet nennen. Auch der Rathener Kletterfelsen oder auch das linkselbische Gebiet sind besonders bekannt.

Eine tolle Tour findet man auch in Bielatal oder dem Pfaffenstein. In erster Linie geht es hier darum, in der Natur zu sein, das Erlebnis des Kletterns zu erleben und natürlich mit Gleichgesinnten einer Leidenschaft nachzugehen.

 

Fazit Klettergebiet Sächsische Schweiz

Hier ist es ganz gleich, ob Sie selbst aktiv werden möchten oder einfach nur beim Wandern dabei zuschauen. Das Klettern im sächsischen Sandstein und dem Elbsandsteingebirge ist eine große Herausforderung aber immer wieder ein besonders schönes Erlebnis!


Update 20.7.2022: erneutes nächtliches Betretungsverbot

Im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gilt für sämtliche Wälder seit Mittwoch, 20.7.2022, ein nächtliches Betretungsverbot. Das Landratsamt in Pirna begründete seine Allgemeinverfügung mit der anhaltenden Trockenheit. Von 21 Uhr abends bis 6 Uhr früh dürfen die Wälder im Landkreis nicht betreten werden, tagsüber müssen die Wanderer auf den Wegen bleiben. Ausgenommen davon ist der Aufenthalt in den Trekkinghütten und auf Biwakplätzen des Forststeigs, wenn diese vor 21 Uhr erreicht werden.

Bei Zuwiderhandlungen drohen empfindliche Strafen: Der vorsätzliche oder fahrlässige Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldstrafe von bis zu 2.500 Euro, in besonders schweren Fällen bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Die Allgemeinverfügung gilt bis auf Widerruf.

 

Kein Nebel - Rauch im Elbtal von Brand in CZ am Prebischtor. Einfach nur furchtbar 😔 Mittlerweile zieht der Rauch wohl auch bis nach Dresden.

Kein Nebel – Rauch im Elbtal von Brand in CZ am Prebischtor. Einfach nur furchtbar 😔 Mittlerweile zieht der Rauch wohl auch bis nach Dresden. Ich wünsche allen Kameradinnen und Kameraden viel Kraft, diesen Brand in den Griff zu bekommen.

 


 

Vom 20.05.22 bis Mitte Juni 2022 wird zum Schutz der Natur das Nutzen der Freiübernachtungsstellen (Boofe) im Nationalpark verboten

Bisher war an bestimmten Stellen des Parks für Kletterer das boofen erlaubt.

Nun soll bis 2025 für die Dauer von 2 Jahren immer vom 1.2. bis 15.6. das Übernachten zum Schutz der Natur und der dort lebenden Tiere untersagt werden.

Ab 2026 soll eine langfristige Regelung für die Nutzung der Boofe und den Naturschutz gefunden werden. Dieses begrenzte Freiübernachtungsverbot ist das Ergebnis eines Kompromisses vom Bergsport, Naturschutz und Tourismusverband. Eine baldige Pressekonferenz zu diesem Thema soll noch genauer darüber informieren.

 

Freiübernachtung Sächsische Schweiz

Seit 01.10.1990 gibt es den Nationalpark Sächsische Schweiz. Umgeben von Landschaftsschutzgebieten, sind sind dort Touristen sowie Kletterer gerne zu Gast im Nationalpark. Kletterer nutzen die 1147 Klettergipfel und die ca 15000 Kletterwege des fast 100 km² großen Nationalparks Sächsische Schweiz. Bislang gab es immer wieder teilweise Sperrungen für Kletterer. Dies erfolgte aufgrund des Tierschutzes und die Stellen wurden gekennzeichnet. Außerdem konnten die Kletterer zu vorgegebenen Zeiten bisher an 58 gekennzeichneten Stellen boofen. Dies erfolgt teilweise zum Nachteil der dort lebenden Tiere.

Das Problem ist auch, die Touristen nutzen die Freiübernachtung in der Sächsischen Schweiz obendrein illegal. Dies geschieht außerdem an nicht dafür vorgesehenen Plätzen. Diese Besucher hören laute Musik, machen dort eine Feuerstelle und vermüllen zusätzlich noch die schöne Natur. Dadurch wird der Lebensraum für die Tiere besonders stark eingeschränkt. Dies ist sehr traurig und bedenklich.

 

Freiübernachtung Sächsische Schweiz: Damit ist es aktuell vorbei.

Freiübernachtung Sächsische Schweiz: Damit ist es aktuell vorbei.

 

Tiere im Nationalpark

Vordergründig und zum Schutz der Jungtiere gilt das Verbot zur Freiübernachtung von der Sächsischen Schweiz. Die Boofe dürfen für das Tierwohl nicht genutzt werden. Das Absinken der Brutvogelzahlen soll damit aufgehalten werden. Bei vielen der Tiere im Nationalpark soll eine störungsfreie Aufzucht von Jungtieren gewährleistet werden. Alleine an Vogelarten gibt es in der Sächsischen Schweiz 250 verschiedene. Diese nutzen das Gebirge als Brutplatz und sollen dabei nicht gestört oder behindert werden. Zu den übrigen Tieren im Nationalpark gehören Tiere wie Maulwürfe und Wildschweine. Auch gibt es dort Fledermäuse, Hirsche und Eichhörnchen. Aber auch Schlangen und Fische sind dort zu finden.

Wölfe und Bären gehören dort zu den längst ausgerotteten Tieren. Auch Hamster sind ausgestorben und Hasen sehr rückläufig.

 

Gefahren und Naturschutz

Ich bin der Ansicht, ein solches Freiübernachtungsverbot lässt sich nicht umgehen.

Schon alleine der Klimawandel setzt dem Nationalpark zu.

Da muss man dringend was dagegen tun und etwas für den Naturschutz beitragen. Für die Tiere und auch für den Brandschutz. Die Brandgefahr ist hoch wie nie.

Man kann es selbstverständlich nicht in Kauf nehmen, dass Leute, die im Nationalpark boofen auch noch ein Lagerfeuer machen, was die Brandgefahr sehr erhöht. Geschweige denn, dass die Freiübernachtung der Sächsischen Schweiz derart missbraucht wird und Boofe total vermüllt werden. Ein solches Verhalten schadet den dort lebenden Tieren. Ihre ihre freie Natur darf nicht derart ruiniert werden.

Das Aufzeigen von Grenzen bei der Nutzung des Nationalparks ist das einzige und richtige Mittel. Die empfindliche Natur soll und muss sich erholen können.

Bei der Nationalparkwacht wurde bereits das Personal aufgestockt. Diese sollen die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Der Umweltschutz ist sehr wichtig, darum wird mit dem Freiübernachtungsverbot ein wichtiger Schritt gegangen. Durch das Befolgen der Regeln kann jeder etwas für den Naturschutz beitragen.

Dies gilt natürlich für Touristen und Kletterer. Es ist wichtig und verständlich, denn der Lebensraum der Tiere soll dort sichergestellt sein.

Bereits als Kind lernt man die wichtigsten Verhaltensregeln, wenn man draußen von einem Gewitter überrascht wird. Ich selbst erinnere mich z.b. an Opas Regel, dass man sich beim Gewitter immer besonders klein machen sollte und sich niemals unter einem Baum verstecken darf. Doch ist man gerade beim Wandern in den Bergen, kann ein Gewitter lebensgefährlich werden! Damit auch Du hier bestens geschützt bleibt, möchte ich dir einige wichtige Tipps und Tricks mit auf deine Wandertour geben!

 

Immer als erstes den Wetterbericht schauen

In erster Linie ist es besonders wichtig, dass man sich vor jeder Wandertour den Wetterbericht etwas genauer anschaut. Je nachdem, wie das Wetter den Tag über sein soll, kann man sich für kurze oder auch lange Touren entscheiden und überlegen, ob man wirklich hoch in die Berge möchte oder lieber unten im Tal bleibt.

Ganz gleich was der Wetterbericht auch vorher sagt, muss man sich jedoch bewusst machen, dass das Wetter jederzeit plötzlich umschlagen kann.

Das Wichtigste in so einem Fall ist definitiv Ruhe zu bewahren, auch wenn man meint, dass plötzlich die Welt untergeht! Wichtig ist deshalb auch, dass man die unterschiedlichen Wolkenarten kennen und somit auch frühzeitig erkennen kann, wenn der Himmel sich verändert und ein Unwetter aufzieht. In der Regel unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen gewitterarten.

 

Wärmegewitter und Frontgewitter

Die zwei Gewitterarten, das Wärmegewitter und das Frontgewitter entstehen auf unterschiedliche Weise. Wärmegewitter tauchen immer auf, wenn das Wetter besonders schön ist.

Diese Gewitter Art entsteht auch nur am Nachmittag oder am Abend. Letztendlich verändert sich dadurch das Wetter nicht. Hört man im Wetterbericht etwas von einer labilen Luftschichtung, sollte man jedoch besonders vorsichtig sein. Sieht man am Himmel Haufenwolken oder auch Schönwetterwolken genannt, kündigt sich ein Wärmegewitter an und man hat meist noch eine kurze Zeit, um richtig darauf zu reagieren.

Quellen die Haufenwolken langsam in die Höhe, rechnet man erst in mehreren Stunden mit Gewitter.

Erkennt man jedoch große Türme aus Wolken, sollte man sich ganz schnell nach einem Ort umsehen, wo es sicher ist.

Erkennst du oberhalb des Wolkenturm einen unscharfen Amboss, wird das Gewitter besonders stark und man muss sogar mit schwerem Hagel rechnen. Wird also beim Wetterbericht vor Wärme Gewittern gewarnt, sollte man auf jeden Fall nur im Vormittagsbereich in den Bergen wandern gehen.

Beim Frontgewitter ist es so, dass eine Kälte Front durchzieht und es einen heftigen Wetterumschwung gibt. Meistens kommt ein Front Gewitter nach einer langen schönen Wetter Zeit und bringt eine Wetterverschlechterung mit sich. Eine Kaltfront erkennt man insbesondere daran, dass es zunächst wolkenlos anhimmeln ist.

Frontgewitter kann man nur sehr schwer anhand des Bildes der Wolken erkennen. Demnach ist es besonders wichtig die Prognose des Wetterberichts es gut zu studieren, um eventuelle Front Gewitter erahnen zu können. Die Temperaturen fallen sehr schnell und sehr extrem, wenn es einen Durchzug der Kaltfront gibt.

Dies kann sogar im besonders hohen Gebirge dazu führen, dass es im Hochsommer schneit. Plant man also eine Tour, muss man unbedingt darauf achten, dass diese jederzeit abgebrochen werden kann. Wenn man morgens los startet und der Himmel ist noch wolkenlos und schön, kann es mittags bereits als kalt und regnerisch sein.

 

Das Gefährliche beim Gewitter: Der Blitzschlag

Beim Gewitter hört man jedoch nicht nur heftigen Donnerschlag, es gibt auch gefährliche Blitzschläge. Hier unterscheidet man ebenfalls zwischen zwei Variationen: dem direkten Blitzeinschlag und dem nicht minder gefährlichen indirekten Blitzschlag.

Oftmals kann ein Blitzschlag infolge von Strömen im Boden stattfinden. Entlang der Strombahn fließen dann elektrische Ströme ab. Gerät man als Wanderer in diese Strombahn, entsteht eine sogenannte Spannung. Diese Spannung wird mit dem Abstand der Kontaktpunkte zu nehmen und ist von der Größe der Kontaktfläche abhängig man sollte deswegen bei einem Gewitter mit Blitzschlag niemals breitbeinig stehen und sich auch nicht bereit auf dem Boden legen. Am besten macht man sich ganz ganz klein und versucht sich ein zu murmeln.

Blitze können überall einschlagen. Meist greifen sie auf die höchste Stelle zu. Nicht immer merkt man sofort, dass ein Blitz eingeschlagen ist. Sichere Anzeichen dafür sind jedoch ein Kribbeln auf der oberen Kopfhaut, Haare, die plötzlich vom Kopf abstehen, surrende Gegenstände aus Metall oder auch ein leises Knistern oder bläuliches Leuchten an Gegenständen aus Metall.

 

Wie schütze ich mich vor Blitzschlägen?

Am besten kann man sich vor Blitz Schlägen schützen, wenn man Unterschlupf in Häusern oder Hütten findet. Wird man jedoch mitten auf seiner Tour in der Sächsischen Schweiz vom Gewitter mit Blitz überrascht, gibt es einige Tipps, die man beachten sollte!

Am wichtigsten ist es, die Stellen zu verlassen, die besonders ausgeprägt sind oder höher liegen als andere. Man sollte ebenso Abstand von feuchten oder kleinen Höhlen und Überhängen nehmen. Versteckt man sich in einer Höhle, muss diese mindestens so lang sein, dass man eine halbe Körperlänge vom Eingang weg sitzen kann.

Befindet man sich auf oder in der Nähe von Wasserrinnen oder Stahlseilen, sollte man diese sofort verlassen.

Ebenso muss man sich von Bäumen fernhalten!

Nehme unbedingt eine hockende und zusammen gemurmelte Haltung ein, wo beide Füße fest nebeneinander stehen. Ist man mit mehreren Leuten unterwegs, sollte man sich besonders weit auseinander verteilen, um nicht als eine große Erhebung zu wirken.

Unwetter, insbesondere starke Gewitter mit Blitz können auch im Elbsandsteingebirge lebensgefährlich sein und sollten deswegen niemals unterschätzt werden!

 

Hilfe anfordern

Fühlt man sich hilflos und weiß keinen Ausweg, kann man mit Hilfe eines Handys, sofern Empfang besteht, Hilfe anfordern. Oftmals gibt es eine Bergwacht, die einen in solchen Fällen auch schnell retten kann. Dennoch sollte man im Notfall immer wissen, worauf man achten sollte, wenn das Gewitter oder Unwetter einen unterwegs überrascht.

Sollte es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass man in eine Notlage gerät, weil z.B. Menschen, die mit auf Wanderschaft waren, von einem Blitz getroffen werden, ist es besonders wichtig diesen Menschen nicht sofort anzufassen. Der Blitz wird nämlich somit eine Stelle suchen um sich zu entladen und wahrscheinlich dann auch durch deinen Körper gehen. Demnach ist besonders wichtig mit einem langen Gegenstand, wie z.B. einen Stock zunächst zu versuchen die Person an zu tippen und wach zu kriegen. Erst wenn man sich sicher ist, dass der Blitz sich bereits entladen hat, kann man die Person berühren. Der erste Schritt sollte jedoch sein, dass man den Notruf absetzt!

 

Fazit

Natürlich wünscht man niemandem, dass er jemals in ein Unwetter gerät, während er in der Sächsischen Schweiz wandern ist. Leider passiert dies jedoch besonders oft, da die Menschen den Wetterbericht vorher nicht anschauen oder einfach nicht wissen, wie sieht die Wolkenbildung deuten sollen.

Mithilfe dieses Beitrags hoffe ich, dass du nun genau weißt, brauchst Du achten musst und somit niemals in solch eine gefährliche Situation gerätst!

Höhlen in der Sächsischen Schweiz – Es gibt hunderte schöne Orte, die einen Besuch wert sind. Den Harz mit seiner historischen Vergangenheit und der Teufelsmauer, den Teutoburger Wald mit seinen uralten Baumbeständen und seinen Mooren und dann gibt es natürlich im Elbsandsteingebirge, die Sächsische Schweiz.

Links und rechts der Elbe, erheben sich majestätische Felsen, mit dicht bewaldeten Ausläufern. Dazwischen Schluchten, die immer wieder den Blick auf geheimnisvolle, tiefe Wälder freigeben. Dem Auge des Besuchers eröffnet sich hier eine fast schon märchenhafte Welt.

Wie in einem Märchen fühlt man sich auch, wenn man sich ins Herz dieser Berge begibt.

Es gibt kaum einen Platz in Deutschland, der so viele Höhlen und Grotten beheimatet, wie die Berge und Wälder der Sächsischen Schweiz.

 

Höhlenarten

Bei etwa 400 bereits erforschten Höhlen, kann man leicht den Überblick verlieren. Jede Höhlenart ist anders, hat ihre eigenen Reize und ihre eigene Gesteinsformation. Deshalb lohnt es sich, einen näheren Blick darauf zu werfen, was jede von ihnen so einzigartig macht.

Die Höhlenarten setzten sich aus Trümmerhöhlen, Klufthöhlen, Einsturzhöhlen und Schichtfugenhöhlen zusammen, die durch tektonische Bewegungen in unterschiedlichen Bereichen und durch unterschiedliche Materialien, sowie Wetter und Klimabedingungen, aber auch durch den Abbau von Sandstein entstanden.

 

7 beliebte Höhlen in der Sächsischen Schweiz

Einige der Höhlen in der Sächsischen Schweiz und ihre Besonderheiten, lernen Sie im folgenden Text kennen.

 

Der Diebeskeller

Am Quirl unterwegs zur Diebeshöhle.

Am Quirl unterwegs zur Diebeshöhle. Und nein, das ist nicht der offizielle Wanderweg – macht aber so viel mehr Spaß ;)

Viele Höhlen in der Sächsischen Schweiz wurden früher bereits als Rastplätze genutzt.

Dort, wo früher die Jagdgesellschaften der Grafen und Herzöge eine erfolgreiche Jagd feierten, steht noch heute ein langer aus Stein gehauener Tisch, der um das Jahr 1755 datiert wird. Umgeben von einem 25 Metern langem, und 8 Metern breiten Raum, bot er Platz für ausschweifende Feste. Der Diebeskeller am Quirl ist, mit zwei Etagen und einer Deckenhöhe von bis zu 4 Metern, die größte Höhle in der Sächsischen Schweiz.

Das Gesamtmaß dieser gigantischen Höhle beträgt 230 Quadratmeter.

Heute bietet die Höhle Wanderern Zuflucht und wird daher gerne zum Übernachten auf einer größeren Tour genutzt.

Der Quirl selbst, ist nur einer, der das Gesamtbild prägenden Tafelberge in der Region. Von hier aus führen etliche, gut begehbare Wanderwege, zu weiteren sehenswerten Höhlen.

 

Die Heringshöhle

Heringshöhle.

An der Heringshöhle.

Diese um 1899 von Gustav Hering entdeckte, durchgängige Höhle, erreichen Sie ab der Stadt Wehlen, über den Teufelsschlucht Rundweg. Dieser ist zwar für Kinder ein riesiger Spaß, aber für Sie als Erwachsenen, wird er so manche Herausforderung bieten.

Um ihn zu passieren, müssen Sie sich stellenweise klein machen, in die Hocke gehen, sich bücken oder im Entengang wandern. Das Besondere an der Heringshöhle ist der Umstand, dass sie zwei Eingänge, beziehungsweise einen Vordereingang und einen Hinterausgang hat.

Das macht sie unter den Höhlen in der Sächsischen Schweiz, zu einem sehr beliebten Ausflugsziel.

Da der Weg hierher zwar abenteuerlich, aber dennoch relativ einfach zu bewältigen ist, bietet sich diese Höhlentour, vor allem für Familien mit Kindern an.

 

Die Gautschgrotte

Besonders sehenswert ist die Gautschgrotte im Winter.

Besonders sehenswert ist die Gautschgrotte im Winter. Das Bild stammt von 2021. Bei einem strengen Winter ist das Wasserfall bis zum Boden gefroren.

Mitten im Wald, am Felsen entlang, führt oberhalb des Polenz-Tals ein angenehmer Wanderweg zu einer großen Felsausbuchtung.

Hierbei handelt es sich um die Gautschgrotte. Es kommt nun ganz darauf an, in welcher Jahreszeit sie diese besuchen, denn sie bietet im Sommer sowie auch im Winter, ein sehr eindrucksvolles Bild. In den, bis zu 10 und 20 Meter hohen Felswänden bildete sich, durch weichere Gesteinsschichten im unteren Bereich, eine Art Überhang.

Durch abfließendes Regenwasser, Tau und die wechselnden Gezeiten, hat sich in der Felsformation, ein dichter Moosteppich gebildet, der dem ganzen Schauplatz etwas sehr Mystisches verleiht. In kalten Wintern, mit viel Schnee, verwandelt sich die Grotte in einen verzauberten Ort.

Durch das abtropfende Wasser bilden sich gewaltige Eiszapfen an den Überhängen, die den staunenden Wanderer, in eine gefrorene Märchenwelt versetzen.

 

Die Höhlen bei Kleinhennersdorf

Hierbei handelt es sich um drei dicht beieinander liegende Höhlen in der Sächsischen Schweiz, an einem einfachen und für Kinder gut geeigneten Wanderweg am Kleinhennersdorfer Stein.

Je nachdem, von wo aus man seine Tour gestartet hat, findet man ausgehend von Klein-Hennersdorf, zuerst die Lichterhöhle.

Sie verdankt ihren Namen Bergarbeitern, die hier das Weihnachtsfest begingen. Durch die zahlreichen aufgestellten Kerzen erhielt die Höhle schließlich ihren Namen. Sie ist, mit 21 Metern Tiefe und 14 Metern Breite, eine der größten Sandsteinhöhlen in der Sächsischen Schweiz. Für die Größe der Höhle ist jedoch nicht die Natur, sondern ein Geschäftsmann namens Friedrich Hermann Hempel zuständig. Er ließ den Sandstein aus der Schichtfugenhöhle abtragen, zerkleinern und sieben. Anschließend wurde dieser als Scheuersand verkauft.

 

So menschenleer sind die Höhlen in der Saison leider nur am frühen Morgen.

So menschenleer sind die Höhlen in der Saison leider nur am frühen Morgen. Hier: Der Eingang zur Lichterhöhle.

In der Höhle beträgt die Höhe am höchsten Punkt etwa 5 Meter, ist überall groß genug, um aufrecht zu wandern und hell genug, sodass man sich die Taschenlampe hier sparen kann.

Etwas weiter rechts, bereits auf dem Abstieg, befinden sich die Hempelhöhle und die Eishöhle.

Während erstere leicht zu finden ist, müssen sie die Eishöhle etwas suchen. Der Einstieg ist recht schmal und durch die Vegetation ziemlich versteckt.

Durch die verwinkelten Felswände sind diese beiden optisch sehr reizvoll. Hier sollten Sie jedoch, aufgrund der vorherrschenden Dunkelheit in den Höhlen, unbedingt eine Taschenlampe oder Stirnlampe dabei haben.

 

Der Kuhstall

Der Kuhstall in der Sächsischen Schweiz.

Der Kuhstall in der Sächsischen Schweiz.

Eine vollkommen andere Perspektive, bietet das als Kuhstall bezeichnete Felsentor, auf dem neuen Wildenstein. Hier stand im 15. Jahrhundert auch die gleichnamige Burg.

Der Legende nach, verdankt dieser Ort, seinen Namen dem Umstand, dass die Bauern hier im 30-jährigen Krieg, ihr Vieh vor dem Feind versteckten.

Seit dem Jahr 1834, gibt es neben dem hohen Durchgang ein Gasthaus, in dem sich zahlreiche Touristen von der langen Wanderung erholen, oder für die Kommende, stärken konnten. Von einer gefestigten, mit Geländer gesicherten Plattform haben Sie hier eine sensationelle Aussicht auf die umliegenden Berge und den Wald.

Hinter dem Kuhstall führt eine schmale, steile Stiege, die Himmelstreppe, auf die Ruinen des ehemaligen Burgplatzes. Von hier aus ist der Ausblick noch atemberaubender.

Der Kuhstall gehört mit, zu den bekanntesten Höhlen in der Sächsischen Schweiz und wurde bereits in zu DDR-Zeiten, gerne als Ausflugsziel für Schulklassen hergenommen.

 

Die Marienhöhle am Goldstein

Der Goldstein und die Goldsteinaussicht sind gut ausgeschildert.

Der Goldstein und die Goldsteinaussicht sind gut ausgeschildert.

Relativ schwierig zu erreichen, weil sie einige Höhenmeter, von der Lage anderer Höhlen unterscheidet, ist die Marienhöhle dennoch ein beliebtes Ausflugsziel.

Durch ihre längliche Form ist man hier wind- und wettergeschützt und damit bietet sie müden Wanderern, einen ruhigen Platz zum Übernachten.

Der Weg zur Marienhöhle windet sich ab Höhe des Zugangs des hinteren Raubschlosses (Winterstein), etwa 1000 Meter stetig unterhalb der Bärenfangwände entlang.

Warum dieser Felsen, die Menschen früher zum Bau einer Festen veranlasste, erschließt sich dem Wanderer, sobald er den Aussichtspunkt erreicht hat. An dieser Plattform, biss sich sicher so mancher lebensmüde Krieger, die Zähne aus.

Auch die Marienhöhle zählt zu den größten Schichtfugenhöhlen, unter allen Höhlen in der Sächsischen Schweiz.

Ihren Namen verdankt sie der kleinen Marienstatue am Eingang.

 

Striptease-Höhle

Zu guter Letzt kommen wir zu einer Höhle, deren Name zum ungewollten Programm wurde.

Stripteasehöhle in BIelatal.

Nach einem Besuch in der Stripteasehöhle im Bielatal solltest überprüfen, ob du noch eine Hose an hast ;)

Die Striptease-Höhle ist eine Kletterhöhle im Bielatal, in der es von unschätzbarem Vorteil wäre, ein Kletterseil dabeizuhaben. Ihre Durchgänge sind mitunter eher Durchschlupf-Löcher und diese wiederum sind so schmal, dass so mancher Wanderer, bei ihrer Durchquerung bereits seine Hose verloren hat.

Dies passierte inzwischen so vielen Menschen, dass der Umstand namensgebend für die kleine Höhle wurde.

Aufgrund der kleineren Grotten und der bizarr in den Himmel aufragenden Felsnadeln, ist das Bielatal, immer einen Ausflug wert.

 

Sicherheit geht vor!

Dass feste und praktische Kleidung beim Wandern, insbesondere aber beim Höhlenwandern unabdingbar sind, sollte jedem klar sein, der sich auf eine solche Tour begibt.

Da sich einige der Höhlen auch durch Klettern erkunden lassen, kommt es hier natürlich ebenso, auf die Schutzausrüstung und somit auf die Sicherheit an.

Kletterseile und Haken, sowie eine Taschenlampe, Handschuhe und geeignete Kletterschuhe sollten daher nicht fehlen. Auch Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen, wie Schürfwunden, sollten Sie im Gepäck haben. Bitte bedenken Sie auf Wanderausflügen in felsigen Regionen stets, dass Wind und Wetter niemals ruhen und das Gestein, Stück für Stück abtragen und bearbeiten. Es kann daher immer wieder zu Felsrutschen und ähnlichem kommen.

Bitte informieren Sie sich daher bereits im Vorfeld, ob Wanderungen aktuell zugelassen werden, oder ob das Gebiet wegen möglichen Steinschlägen zum Risikogebiet erklärt wurde und für Wanderer nicht zugänglich ist.

Achten Sie außerdem darauf, dass auch Brandschutz bei solchen Unterfangen eine große Rolle spielt.

Bitte machen Sie auch in großen Boofen (Übernachtungshöhlen) kein offenes Feuer, nur weil es schließlich jeder macht. Genau diese Art, gedankenlos mit unseren Höhlen umzugehen, mach viele von ihnen durch verrußte Wände unansehnlich und schadet nicht nur dem Sandstein. Auch kleine Lebewesen, Flechte und Moose werden es Ihnen danken, wenn sie aufs Feuermachen verzichten.

So wird sichergestellt, dass sich noch viele Wanderer und Naturliebhaber an den Höhlen in der Sächsischen Schweiz erfreuen können.

 

Und, um Himmels Willen! Nehmen Sie bitte, bitte Ihren Müll wieder mit! Es ist grausig, wie die Wälder und Höhlen vollgemüllt worden sind!

 

Empfehlung

Wenn du mehr Details möchtest, kannst du hier eine Karte der Sächsischen Schweiz anschauen:

Jetzt bist du gut informiert! Bestelle die Karte oder den Führer deiner Wahl. Du bekommst den besten Preis, den Amazon anbietet. Mit deinem Kauf unterstützt du meine Arbeit, ohne etwas extra bezahlen zu müssen – denn das macht Amazon für dich.

Wenn du für dich oder eine andere Person Hilfe holen musst, findest du hier die empfohlene Vorgehensweise.

 


Hast du einen Unfall beobachtet oder bist selbst Opfer geworden?

Dann wähle die 112!


 

Ich bin Zeuge oder Opfer eines Unfalls in den Bergen. Welche Informationen benötigen die Rettungsdienste, um den Einsatz durchführen zu können?

 

Wähle die europäische Notrufnummer 112 (kostenlos, funktioniert ohne Kredit- und Sim-Karte)

Im Anschluss gilt es, die „5 W-Fragen“ zu beantworten:

WER RUFT AN?
Ich stelle mich vor und gebe meine Telefonnummer oder das Kommunikationsmittel an, das ich habe (Funk)

WAS IST PASSIERT?
Kurze Erklärung des Unfalls, durchgeführte Aktivität, Art des Unfalls (Sturz, Ausrutschen, Zusammenstoß…)

WO IST ES PASSIERT?
Ich gebe meinen Standort an: Massiv, Gipfel, Höhe, Hang, zurückgelegte Strecke, GPS-Koordinaten (siehe Artikel „GPS und Smartphone“)

WIEVIELE VERLETZTE?
Gib die Anzahl der Opfer, ihr Geschlecht, Alter und die erlittenen Verletzungen an

WARTEN AUF RÜCKFRAGEN
Du legst nicht auf. Nur die Leitstelle sollte das Gespräch beenden!

 

Weitere Informationen, die für den Rettungsdienst hilfreich sein könnten:

Wie ist das Wetter am Unfallort? (Wind/Wolken) und das Vorhandensein von Hindernissen (Klippe, Wald) sind wertvolle Informationen für den Piloten.
Welche Farben dominieren bei meiner Kleidung?

 

Beispiel für einen Alarm:

Du wanderst auf den Pfaffenstein und deine Begleitung hat sich das Knie verstaucht

Du rufst die 112 an:
„Hallo, hier ist XYZ, Meine Telefonnummer 017XXXXXXXX. Ich befinde mich auf dem Pfaffenstein. Wir sind den das Nadelöhr hinauf. Meine Begleitung, Herr XYZ, 45 Jahre alt, ist im unteren Drittel gestürzt, hat sich das rechte Knie verstaucht und kann den Aufstieg nicht fortsetzen. Wir sind in braun und grau gekleidet.

Leitstelle
„Wir haben Sie geortet. Packen Sie Ihre Sachen in die Taschen, wenn sich der Hubschrauber nähert, machen Sie die üblichen Zeichen für Hilfe (Y-Arme), bewege Sie sich nicht, schützen Sie Ihr Gesicht und stellen Taschen auf den Boden, damit sie nicht vom Rotorwind weggewirbelt werden.

 

In einem nicht-europäischen Gebirge:

Beim Trekking in einem „außereuropäischen“ Massiv:

  • Jedes Gebirge hat seine eigenen Besonderheiten, deshalb ist es wichtig, sich vor dem Aufbruch zu informieren.
  • Für einige Reiseziele ist es wichtig, sich auf einer der Seiten des Außenministeriums anzumelden, um die Rettung zu erleichtern und zu beschleunigen (für Nepal zum Beispiel: https://kathmandu.diplo.de/);
  • In außereuropäischen Gebirgsregionen gibt es oft keine Rettungsorganisation (zum Beispiel in Nepal). Diese wird oft von Trekkingagenturen und/oder Versicherungsgesellschaften organisiert. Es ist daher äußerst wichtig, eine „solide“ Versicherung abzuschließen.

Sei dabei in 3 Punkten besonders wachsam:

  • Achte genau auf den Unterschied zwischen der eigentlichen Rettung, die dich nur von einem Krankenhaus aus versorgt, und Suchaktionen in den Bergen;
  • Einige Policen decken dich nur unterhalb einer bestimmten Höhe ab, die für lange Wanderungen oft zu niedrig ist. Wenn du über 3.500 Meter gehst, sei besonders vorsichtig!
  • Nimm immer ein geeignetes Kommunikationsmittel mit, sowie die Kontaktdaten der Auswärtigen Ämter im jeweiligen Land und die Kontaktdaten des Reiseveranstalters, mit dem du reist

In Zeiten des Coronavirus sind alle Kletterhallen geschlossen und das Klettern im Freien ist streng verboten. Diese beispiellose Gesundheitskrise zwingt uns dazu, in unseren Häusern zu bleiben. Das wirft eine existenzielle Frage in den Köpfen der Kletterer auf: Welche Kraftübungen für das Klettern zu Hause ermöglichen es uns, unser Niveau nicht zu verlieren und für die Wiederaufnahme des Kletterns in Form zu bleiben?

Auch wenn nicht jeder die Möglichkeit hat, eine Kletterwand zu Hause zu haben, ist es dennoch möglich, zu Hause Übungen durchzuführen, mit denen du deine Kletterleistung verbessern kannst. Klettern ist nämlich ein ganzheitlicher Sport, der nicht nur deine Muskeln, sondern auch deine Flexibilität und Beweglichkeit beansprucht.

Gezieltes Krafttraining und Dehnen sind also eine willkommene Ergänzung zu deinen Klettereinheiten oder um dein Niveau zu halten, wenn du nicht klettern gehen kannst. Diese Klettertrainings zu Hause sollen dir sogar helfen, widerstandsfähiger zu werden und einige Klettergriffe leichter zu fangen und zu halten.

Hat dich das Erlebnis gereizt? Sieh dir unsere Tipps und Übungen an, mit denen du zu Hause trainieren kannst und den Überblick behältst!

 

Was sind die Vorteile des Kletterntrainings zu Hause?

Es ist eine Tatsache: Klettern ist ein Sport, der die Unterarm- und Fingermuskulatur auf ganz besondere Weise beansprucht. Von wenigen Ausnahmen abgesehen und unabhängig von den anderen Sportarten, die du nebenbei betreibst, werden beim Klettern Muskeln beansprucht, die wir im Alltag kaum benutzen, zumindest nicht auf diese Weise!

Kletteranfänger werden sich an ihre erste Sitzung erinnern, bei der ein paar Griffe genügten, um ihre Klettersitzung vorzeitig zu beenden. Auch die Unterarme und Finger, die Schultern, die Bauchmuskeln, der Rücken und die Waden werden beim Klettern stark beansprucht.

Um diesen anspruchsvollen Sport zu bewältigen, gibt es eine Lösung: das Klettertraining zu Hause! Bei den Kraftübungen, mit denen du beim Klettern vorankommst, mangelt es nicht an Fantasie, und die Übungen sind zahlreich und abwechslungsreich: genug, um dich glücklich zu machen!

Bevor wir zur Sache kommen, wollen wir mit einem wichtigen Schritt beginnen: dem Aufwärmen. Wir geben dir ein paar Tipps für diesen wichtigen Schritt, um Verletzungen zu vermeiden!

 

⏱️ 7 MIN: DAS AUFWÄRMEN

Bevor du Sport treibst, egal mit welcher Intensität, solltest du dir systematisch die Zeit nehmen, die Muskeln aufzuwärmen, die du beanspruchen wirst! Sonst ist  ein Drama vorprogrammiert. Wenn du beim Klettern kletterst, ohne dich aufgewärmt zu haben, steigt das Verletzungsrisiko nämlich um 50 %.

Auch wenn eine Sporteinheit zu Hause in der Regel weniger traumatisch ist, besteht das Risiko dennoch. Das liegt ganz einfach daran, dass der Übergang von einer Ruhephase zu einer Anstrengungsphase ohne Aufwärmen sehr brutal für deinen Körper ist. Ein Aufwärmen ermöglicht es dir, deine Muskeln und Gelenke weicher zu machen und sie auf eine stärkere Stimulation vorzubereiten.

 

Klettertraining zu Hause: das Aufwärmen

Wie bei jeder Sportart brauchst du auch beim Klettern zu Hause ein Aufwärmtraining. Der Grund dafür ist einfach: Das Aufwärmen ermöglicht es dir, deine Gelenke zu schmieren, den Knorpel zu nähren und die Temperatur der einzelnen Muskeln sowie die deines Körpers zu erhöhen. Ein gut aufgewärmter Körper bedeutet auch weniger Verletzungen. Aufwärmen ist kein Schritt, den man auf die leichte Schulter nehmen sollte! Für ein erfolgreiches Aufwärmen gelten ein paar einfache Regeln.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass das Aufwärmen der Gelenke, also das Aufwärmen der einzelnen Gelenke, ebenso wie das allgemeine Aufwärmen vom Oberkörper zum Unterkörper erfolgt.

Zu Beginn ist es wichtig, dass du mit dem Einlaufen der Gelenke beginnst, indem du jedes Gelenk in kreisenden Bewegungen durchläufst.

  • Führe der Reihe nach jeweils 4 Umdrehungen für Nacken, Schultern, Ellbogen, Handgelenke, Finger, Becken, Knie und Knöchel durch.

Diese Phase des Aufwärmens verbessert deine Flexibilität und deinen Bewegungsradius. Als Nächstes folgt das Muskel-Warm-up, um die Temperatur deiner intramuskulären Fasern zu erhöhen. Kletterer verwenden für diesen Schritt in der Regel ein elastisches Widerstandsband, das die Muskeln kontrahiert und so die Durchblutung fördert. Du kannst auch ein paar Minuten Seil springen, um alle Muskeln deines Körpers aufzuwärmen.

Einige Ideen für Übungen (mache etwa 20 Züge für jede Übung):

  • Aufwärmen der Schultern: Lege ein Ende des Gewichtsbands unter einen Fuß und ziehe mit dem anderen Arm das andere Ende des Widerstandsbands parallel zum Boden nach oben. Alternativ hältst du die beiden Enden des Gummibandes in jeder deiner Hände und spreizt die Arme parallel zum Boden. Du kannst die gleiche Übung auch auf dem Rücken machen, wobei ein Arm im unteren Rücken und der andere im Nacken liegt.
  • Waden aufwärmen: Setze dich mit gestreckten Beinen auf den Boden und stelle dich in das Gummiband. Lege das eine Ende des Gummibandes unter dein Gesäß und das andere unter deine leicht angehobenen Füße und führe Auf- und Abwärtsbewegungen mit deinen Füßen aus.
  • Hamstring, Quadrizeps, Adduktoren Warm-Up: Befestige ein Ende des elastischen Widerstandsbands an einem Fuß und stelle deinen anderen Fuß in das Band. Spreize deine Beine seitwärts, vorwärts oder rückwärts, indem du dein Knie auf 90 Grad anhebst. Wiederhole das Ganze mit dem anderen Bein.
  • Aufwärmen der Handgelenke: Stell dich mit der Mitte des Seils unter deine Füße. Greife mit deinen Händen beide Enden und wickle deine Hände um das Band.

Um dein Aufwärmtraining für das Klettern zu Hause in guter Form zu beenden, kannst du zum Schluss noch ein paar Klimmzüge machen, wenn du die Möglichkeit dazu hast, oder an Klettergeräten hängen, wenn du sie hast, wobei du die Füße auf dem Boden lässt. Im Folgenden findest du einige der wichtigsten Dinge für ein erfolgreiches Kletter-Warm-up!

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Dein Körper ist jetzt bereit, um dein Klettertraining zu Hause in Angriff zu nehmen. Warum fängst du nicht mit dem Muskel an, mit dem du die Klettergriffe besser greifen kannst als mit jedem anderen Muskel – deinen Fingern!

 

Klettertraining zu Hause: Wie wichtig es ist, deine Finger zu trainieren

Das Training deiner Finger ist wichtig, um beim Klettern Fortschritte zu machen. Es sind nämlich deine Finger, die es dir ermöglichen, die verschiedenen Griffe zu greifen, sobald du in der Route bist. Unzureichend bemuskelte Finger können jedoch dazu führen, dass du bestimmte Griffe nicht einrasten kannst oder nicht genug Widerstand hast, um an ihnen zu ziehen. Das Hängen an einem Kletterbalken ist zum Beispiel ein hervorragendes Fingertraining für das Klettern, um die Griffe des Lochs oder der Stange besser greifen zu können. Einige der beliebtesten Übungen sind:

  • Fingerdehnung: Für diese Übung brauchst du Gummibänder, die Druck auf deine gesamten Finger ausüben, oder einen Gegenstand, der speziell dafür entwickelt wurde. Die Idee ist, deine Hand so weit wie möglich zu entfalten und etwa 10 Wiederholungen pro Satz zu machen.
  • Handgelenk-Drehung: Für diese Übung kannst du einen schweren Gegenstand verwenden, den du in der Hand halten kannst, z. B. einen Hammer. Lege die Schulter, die den Gegenstand hält, gegen deine Brust und lege deinen Unterarm parallel zum Boden. Drehe den Gegenstand nach links und dann nach rechts, so dass er parallel zum Boden ist, und kehre jedes Mal in die Ausgangsposition zurück. Je tiefer du den Gegenstand hältst, desto schwieriger wird es. 5 Wiederholungen auf jeder Seite sind ausreichend.
  • Reverse Wrist Curl: Für diese Übung brauchst du nur eine Kurzhantel. Lege im Sitzen deinen Ellbogen auf dein Knie, die Handgelenke nach unten, die Hantel in der Hand in Pronation. Hebe dein Handgelenk nach oben, lass es dann wieder sinken und wiederhole diesen Vorgang etwa 8 bis 10 Mal.
  • Handgelenk Curl: In der gleichen Position wie bei der vorherigen Übung nimmst du diesmal die Kurzhantel in Supination. Lege dein Handgelenk geöffnet nach unten und bringe es dann wieder zu dir, indem du eine einfache Drehung des Handgelenks machst, um die Hantel nach oben zu bringen.

Mit diesen Übungen, die du 2 bis 3 Mal pro Woche durchführen kannst, stärkst du deine Antagonistenmuskeln, die beim Klettern besonders beansprucht werden. Du kannst dein Klettertraining auch zu Hause mit einem Pressball absolvieren, wie z. B. dem Unterarmtrainer von Black Diamond, der speziell für diesen Zweck entwickelt wurde und ebenfalls sehr effektiv ist.

Nach den Händen und Unterarmen sind es die Bauchmuskeln, die gestärkt werden sollten, um beim Klettern Fortschritte zu machen. Kommen wir nun zur Vorstellung einiger wichtiger Übungen!

 

⏱️ 15 MIN: DAS TRAINING

Für dieses Workout empfehlen wir dir eine HIIT-Trainingsmethode, High Intensity Interval Training. Sie ermöglicht es dir, die Herz-Kreislauf-Funktion zu stärken und mehr Kalorien zu verbrennen, ohne dass du stundenlang trainieren musst.

Dieses Programm wurde entwickelt, um die Muskelgruppen anzusprechen, die beim Klettern hauptsächlich beteiligt sind. Und da Klettern ein sehr komplexer Muskelsport ist, ist es nicht verwunderlich, dass dieses Programm deine Muskeln von den Schultern bis zu den Beinen, einschließlich der Bauchmuskeln, des Rückens und vieler anderer herausfordern wird.

Dieser Kurs besteht aus 5 Übungen von etwa 30 Sekunden Dauer, gefolgt von 30 Sekunden Pause. Diese Abfolge wird dann 3 Mal wiederholt, um 15 Minuten lang zu trainieren. Wenn du noch nicht müde genug bist und mehr trainieren möchtest, kannst du auch mehr Zyklen machen.

Wie du siehst, ist die Anzahl der Wiederholungen nicht festgelegt, es liegt an dir, während der 30 Sekunden dein Bestes zu geben!

 

#1 KLIMMZÜGE (PULL UP)

Krafttraining zu Hause zum Klettern geht nicht ohne ein paar Klimmzüge. Du hast zwei Möglichkeiten:

DU HAST EINE KLIMMZUGSTANGE / EINEN RÖMISCHEN STUHL

➡️ Führe 30 Sekunden lang Klimmzüge aus und ruhe dann 30 Sekunden lang.

🎯 Gezielte Muskelgruppen: Rücken, Bizeps und Schulterrücken.

 

Wenn du dich dazu in der Lage fühlst, kannst du diese Klimmzüge auch mit 1, 2 oder 3 Fingern machen, um deine Finger und Unterarme zu stärken. Und wenn du einen Klimmzugbalken hast, ist das ein Muss!

 

Wenn du keine Trainingsgeräte hast

Wenn du keine Klimmzugstange hast, kannst du eine Variation dieser Klimmzugbewegung mit deinem Esstisch ausführen.

Hier handelt es sich um eine horizontale Klimmzugbewegung und nicht um eine vertikale. Dadurch wird eher die Dicke des Rückens als die Breite trainiert. Andererseits können sowohl horizontale als auch vertikale Bewegungen die Rückenmuskeln, den Bizeps und die Rückseite der Schulter trainieren.

 

#2 DIPS

Auch hier können Dips mit oder ohne Ausrüstung ausgeführt werden:

 

DU HAST PARALLELSTANGEN / EINEN RÖMISCHEN STUHL

➡️ Führe Dips 30 Sekunden lang aus und ruhe dich dann 30 Sekunden lang aus.

🎯 Angesprochene Muskelgruppen: Brustmuskeln, Trizeps und vordere Schulter.

 

DU HAST KEINE AUSRÜSTUNG

Auch hier gilt: Kein Grund zur Panik! Es ist durchaus möglich, Dips zu machen, indem du deine Hände anstelle von Stangen auf Stühle stellst.

 

#3 KNIEBEUGE (SQUATS)

➡️ Führe 30 Sekunden lang Kniebeugen aus und ruhe dann 30 Sekunden lang.

🎯 Angesprochene Muskelgruppen: Quadrizeps und Gesäßmuskeln.

Das kleine Extra für diejenigen, die Ausrüstung haben: Nimm eine Kurzhantel in jede Hand, um noch ein bisschen härter zu trainieren .

 

#4 BRÜCKE

➡️ Führe 30 Sekunden lang Brücken aus und ruhe dann 30 Sekunden lang.

🎯 Zielmuskelgruppen: Kniesehnen und Gesäßmuskeln.

 

#5 PLANK STEP OUT

➡️ 30 Sekunden lang anheben, dann 30 Sekunden lang ausruhen.

🎯 Angesprochene Muskelgruppen: Bauchmuskeln, Adduktoren und Abduktoren.

 

Auch wenn der Verschleiß deines Seils unvermeidlich ist, ist es durchaus möglich, die Lebensdauer deines Kletterseils zu verlängern, indem du ein paar einfache Tipps befolgst.

 

#1 LAGERUNG

Ein gut gelagertes Seil ist ein Seil, das lange hält! Denke daran, es bei Bedarf zu reinigen, es richtig aufzuwickeln und es an einem kühlen Ort aufzubewahren, fern von Sonnenlicht und Feuchtigkeit.

Dein Seil wird es dir auch danken, wenn du es bei langen Touren mit einer Plane schützt. 🙏

 

#2 EIN AN DIE PRAXIS  ANGEPASSTES SEIL

Um die Lebensdauer deines Kletterseils zu verlängern, ist es wichtig, dass du ein Kletterseil wählst, das an dein Training angepasst ist. Wenn du nur gelegentlich kleine Aufstiege machst, gibt es keinen Grund, in ein 70 oder 80 Meter langes Seil zu investieren, denn das würde dich mehr kosten und du würdest es bei deinen Manipulationen trotzdem komplett abnutzen…

Das Gleiche gilt für die Anpassung an dein Sicherungssystem.

  • Ein Seil mit großem Durchmesser (> 9 mm) ist ideal für Anfänger, weil es widerstandsfähig ist und eine gute Bremswirkung im Sicherungssystem bietet. Diese Seile sind in der Regel recht schwer und stellen die Einstiegsvariante dar.
  • Ein Seil mit kleinem Durchmesser (< 9 mm) bietet mehr Flexibilität, Leichtigkeit und Komfort beim Sichern, erfordert aber vom Sichernden mehr Wachsamkeit, da es vom Sicherungssystem wenig gebremst wird (das Seil „läuft“ sehr schnell). Sein geringer Durchmesser macht es logischerweise zu einem fragileren Seil, das mit der Zeit weniger hält.

 

#3 WÄHLE DIE RICHTIGEN KARABINERHAKEN

Und ja, auch die Karabiner zählen! Je dünner die verwendeten Karabiner und je weniger abgerundet sie sind, desto mehr Reibung wird das Seil im Falle eines Sturzes abnutzen. Obwohl die meisten Karabiner diesen Punkt heutzutage bei der Einhaltung der Normen berücksichtigen, spielen sie die Weichheitskarte nicht alle auf dem gleichen Niveau aus!

 

#4 DER SEILKNOTEN

Der verwendete Abseilknoten neigt logischerweise dazu, die Seilenden schneller zu verschleißen. Egal, ob sich das Seil verdreht oder seinen Glanz verliert, es wird empfohlen, das verwendete Seilende beim Anseilen abzuwechseln.

In der Regel geschieht dieser Wechsel ganz natürlich, aber es ist trotzdem von Vorteil, von Zeit zu Zeit einen Blick auf die beiden Enden zu werfen.

 

#5 REINIGUNG

Ein weiterer Tipp, um die Lebensdauer deines Kletterseils zu verlängern, ist, es nach dem Klettern im Schlamm zu reinigen (aber nicht nur)!

Schmutzpartikel, Erde und Steinchen im Seilinneren verursachen Abrieb an den Kern- und Mantelfasern. Die Partikel wirken wie Schleifsand auf den Fasern, was das Seil brüchiger macht, vor allem bei häufigen Abseilvorgängen und Abseilungen.

 

Aber wie reinigt man es dann?

❌ Nicht in die Waschmaschine stecken. Viele Marken raten von der Waschmaschine ab, da die Seile dadurch genauso abgenutzt werden, wie sie sauber herauskommen!

✔️ Lass es „baden“! Ein kurzer Ausflug ins Wasser kann deinem Seil nicht schaden und hilft, Partikel zu lösen.

✔️ Mit einer Seilbürste. Kletterbürsten sind sehr nützlich, denn sie machen es sehr einfach, das Seil zu reinigen, indem du das gesamte Seil unter Wasser durch eine kreisförmige Bürste gleiten lässt, um die Partikel zu lösen.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass dein Seil viele Jahre hält, sondern auch, dass du nicht nach jeder Sicherung Schmutz an deinen Händen hast!

 

Alomejor Kletterseilbürst Kletternschnur Reinigungsbürste Seil Reinigungs Ausrüstung Seilbürste für Bergseile Kletterseile
  • PREMIUM MATERIAL: Der Außenring besteht aus Edelstahl, was Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit bedeutet. Die Bürste besteht aus Nylon, weich, aber zäh. Sie kann den Schmutz auf der Oberfläche des Seils entfernen und die Haut schützen.
  • EINFACH ZU VERWENDEN: Dieser seil buerste ist einfach zu bedienen. Legen Sie einfach das Seil an und legen Sie es ins Wasser. Ziehen Sie das Seil sauber.
  • TRAGBARES DESIGN: Das Seil hat einen Durchmesser von 5 cm. Mit seiner geringen Größe ist es einfach zu lagern und zu tragen.
  • ANWENDUNG: Dieses Seilbürste ist mit Seilen von 8-13 mm Durchmesser kompatibel, die für Kletterliebhaber geeignet sind.
  • GARANTIE: Wenn Sie mit dem von Ihnen erhaltenen Produkt nicht zufrieden sind, können Sie uns jederzeit E-Mails senden. Wir werden Ihnen umgehend antworten und Ihnen helfen, Ihr Problem zu lösen.

 

#6 (BONUS) MAC GYVER’S TIP

Für manche Kletterer bedeutet die Verlängerung der Lebensdauer ihres Kletterseils, dass sie ein etwas größeres Seil kaufen, als sie brauchen, damit sie es abschneiden können, wenn es an einem Ende abgenutzt ist.

Wenn du am Gipfel deiner Route im Elbsandsteingebirge kletterst, solltest du wissen, dass sich die ersten 5 Meter des Seils am schnellsten abnutzen, weil hier bei Stürzen die meiste Reibung an den Schnellverschlüssen entsteht. Das ist ein wichtiger Punkt, den du bedenken solltest, also zögere nicht, nachzuprüfen, wenn du irgendwelche Zweifel hast.

Aber ich sehe schon, du kommst mit deiner Bastel-Schere aus der 5. Klasse B… 😜

Vergiss es! Das Nachschneiden deines Kletterseils erfordert einen sorgfältigen Schnitt, am besten mit einer Seilschere, damit dein Seil an den neuen Enden nicht ausfranst!

Wenn du keinen Seilschneider hast, kannst du das Seil auch mit einem Messer sauber abschneiden und dann das Ende abbrennen und/oder mit Klebeband umwickeln*, damit es bei der Benutzung nicht ausfranst.

 

⚠️ Sei vorsichtig, denn wenn dein Seil einmal durchgeschnitten ist, musst du natürlich seine neue Länge berücksichtigen, um die maximale Höhe deiner Routen zu bestimmen, und die möglichen visuellen Markierungen werden dann nichts mehr aussagen. Denke also daran, sie unter Berücksichtigung der neuen Länge deines Seils neu zu kennzeichnen!

 

Wir hoffen, dass diese Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer deines Kletterseils dir helfen, dein Seil ein bisschen mehr zu verwöhnen. Und wenn dein Seil nach all diesen Bemühungen nicht mehr in Ordnung ist, denke darüber nach, es zu recyceln!

gültig ab 1. September 2014

 

1. Geltungsbereich

Die Sächsischen Kletterregeln gelten für das Klettern an den Sandsteinfelsen in der Sächsischen Schweiz, im Zittauer Gebirge und in der Dippoldiswalder Heide.

Jeder Kletterer ist verpflichtet, die Regeln einzuhalten und deren Einhaltung durch andere einzufordern. Klettereien unter

Verletzung der Regeln sind abzubrechen; solche Begehungen werden nicht anerkannt.

 

2. Kletterregeln

2.1 Allgemeine Grundsätze

Das Klettern in den Sandsteinklettergebieten Sachsens beruht seit 1910 auf dem Grundsatz des „freien Kletterns“ ohne Verwendung künstlicher Hilfsmittel.

Ein Kletterweg oder eine Kletterstelle sind nur dann in freier Kletterei überwunden, wenn Seil, Seilschlingen, Karabiner und Ringe ausschließlich zur Sicherung benutzt werden. Die Fortbewegung des Kletterers am Fels darf nur mit eigener Körperkraft an natürlichen Haltepunkten erfolgen.

Der sportliche Wert einer Kletterei wird vor allem durch einen sauberen Kletterstil gekennzeichnet, der sich ohne vorheriges Einüben durch Überlegung, Sicherheit und einen wenig unterbrochenen Bewegungsfluss auszeichnet. Anzustreben ist ein Klettern über die weitestmögliche Strecke ohne Ausruhen und ohne Nachholen sowie Überklettern von Unterstützungsstellen bei optimaler Nutzung der vorhandenen Sicherungsmöglichkeiten.

 

2.2 Sicherungs- und Hilfsmittel

Als Sicherungsmittel dürfen Seil, Seilschlingen, Karabiner, Ringe, Nachholschäfte und Abseilösen benutzt werden.

Die Verwendung von Klemmkeilen und -geräten ist nur dann zulässig, wenn sie vollständig aus herkömmlichem textilem Schlingenmaterial bestehen.

Das Anbringen von Ringen ist nur bei Erstbegehungen erlaubt, das von nachträglich zu installierenden Ringen wird in Punkt 3.7 geregelt.

Die Verwendung von künstlichen Hilfsmitteln, durch die der Kletterer bei der Fortbewegung unterstützt wird, ist verboten. Dazu gehören

  • das Benutzen aller Sicherungsmittel als Griff oder Tritt;
  • das Anbringen und Verwenden von künstlichen Haltepunkten;
  • das Benutzen von Leitern, Bäumen, herbeigeschafften Blöcken, Baumstämmen u. ä.;
  • Seilwurf und Seilzug.

Der Gebrauch von chemischen und mineralischen Stoffen, die zur Erhöhung der Reibung am Felsen dienen sollen (z. B. Magnesia), ist verboten.

Jede vorsätzliche oder grob fahrlässige Veränderung der festen Felsoberfläche, die eine Besteigung ermöglicht, erleichtert oder erschwert, ist verboten. Das gilt auch für Veränderungen, die vorgenommen werden, um Sicherungsmittel überhaupt oder besser anbringen zu können.

Eine Ausnahme bildet das Anbringen der Löcher für Ringe.

Das Entfernen von brüchigen Felsteilen oder Lockermassen ist nur gestattet, wenn diese eine Gefährdung des Kletterers darstellen.

Dazu dürfen Teile der Kletterausrüstung benutzt werden.

 

2.3 Anwendung des Seils

Das Seil dient – mit Ausnahme des Abseilens oder beim Rückzug – ausschließlich zur Sicherung. Alle Formen der Seilanwendung, durch die der Vorsteiger bei der Fortbewegung unterstützt wird, sind nicht zulässig. Wird ein Kletterweg ganz oder teilweise mit Sicherung von oben durchstiegen, gilt dies nicht als vollwertige Begehung.

Beim Klettern, Sichern und anderer Seilbenutzung muss darauf geachtet werden, dass die Felsoberfläche nicht beschädigt wird. Diesem Grundsatz muss sich der Kletterer unterordnen und entsprechend seinen Aufstieg und das Sichern der Seilgefährten den örtlichen Gegebenheiten anpassen.

Kletterrouten dürfen nicht on sight (o.s.), Rotpunkt (RP), Toprope (TR) usw. durchstiegen werden, wenn dabei durch Seilreibung der Fels beschädigt werden kann.

 

2.4 Anwendung der Seilschlingen

Zur Sicherung des Kletterers können im Bereich des Kletterweges Seilschlingen gelegt werden. Diese müssen unmittelbar am Fels oder an anderen natürlichen Haltepunkten befestigt werden. Das Legen von Seilschlingen muss stets aus der Kletterstellung erfolgen. Dabei darf ein Stab aus Holz oder Kunststoff benutzt werden.

Beim Legen und Entfernen von Seilschlingen dürfen der Fels und Pflanzen nicht beschädigt werden.

Wird in einer Schlinge geruht oder nachgeholt, ist die Kletterei in der Stellung wieder aufzunehmen, in der sie unterbrochen wurde, das heißt: an den zuletzt benutzten Griffen und Tritten.

Die Seilschlingen sind nach Beendigung der Kletterei vollständig zu entfernen.

Alle Regeln zur Anwendung von Schlingen gelten auch für Klemmkeile und Klemmgeräte im Sinne von Punkt 2.2.

 

2.5 Benutzung der Ringe

Ringe dienen zur Sicherung des Kletterers. Sie dürfen nicht zur Unterstützung der Kletterbewegung benutzt werden.

Es gilt als unsportlich, das Seil in einen Ring einzuhängen, bevor er sportlich einwandfrei mit der Hand erreicht wurde.

Wird die Kletterei am Ring unterbrochen, ist sie beim Weitersteigen in der Kletterstellung aufzunehmen, in der sie unterbrochen wurde.

Ringe von benachbarten oder kreuzenden Wegen dürfen benutzt werden, wenn damit keine wesentliche Abweichung vom Wegverlauf verbunden ist.

 

2.6 Unbefugtes Entfernen von Ringen und anderen Sicherungseinrichtungen

Ringe oder andere Sicherungseinrichtungen dürfen nicht ohne Beschluss der zuständigen Fachkommission entfernt oder versetzt werden.

 

2.7 Schwebesicherung und Abzug

Schwebesicherung darf nicht der Sicherung eines Nachsteigers gleichkommen und keine Unterstützung des Kletterers durch Seilzug, auch nicht in Verbindung mit einem Abzug, ermöglichen. Der Fixpunkt der Schwebesicherung soll sich so hinter dem Kletterer befinden, dass dieser sich bei einem Sturz von der Wand entfernt.

Bei Anwendung einer Abzugssicherung muss sich der Fixpunkt der Sicherung unterhalb des Kletterers befinden.

 

2.8 Unterstützungsstellen

Die Teilnehmer einer oder mehrerer Seilschaften dürfen sich gegenseitig unterstützen, wenn sie sich dabei wie bei der Kletterbewegung verhalten. Sie dürfen nur durch eine lose hängende Selbstsicherung mit dem Ring oder der Sicherungsschlinge verbunden sein oder durch weitere Kletterer gesichert werden. Das gilt auch für Probeversuche. Nachsteiger haben das Recht, die Unterstützungsstelle mit Seilhilfe zu überwinden. Die Teilnehmer müssen die Kletterstelle durch Klettern über den Wegverlauf erreicht haben. Es ist nicht erforderlich, dass sie an der weiteren Begehung teilnehmen.

Unterstützungsstellen sind im Kletterführer angegeben. Unterstützung an anderen Stellen mindert den sportlichen Wert der Begehung.

 

2.9 Unterbrechung oder Abbruch einer Begehung

Geht der Vorsteiger im Wegverlauf zurück, muss er diese Strecke beim nächsten Versuch wieder sportlich einwandfrei durchsteigen. Bereits gelegte Seilschlingen dürfen dabei zur Sicherung benutzt werden.

Nach einem Sturz darf bis zum obersten noch vorhandenen Sicherungspunkt gehangelt werden.

Wird die Kletterei abgebrochen, so ist bei Wiederaufnahme die gesamte Route von neuem zu durchsteigen. Im bereits absolvierten Wegverlauf verbliebene Schlingen dürfen wieder verwendet werden.

 

2.10 Unfälle und Hilfeleistungen

Bei Klettereien, die zur Bergung von Verunfallten oder zur Hilfeleistung bei Unfällen durchgeführt werden, ist die Einhaltung der vorstehenden Punkte nicht erforderlich. Diese Klettereien gelten dann nicht als sportliche Begehungen; Beschädigungen der Felsoberfläche sind zu vermeiden bzw. zu sanieren.

 

2.11 Gipfelbucheintragungen

Zur Eintragung in das Gipfelbuch berechtigen nur entsprechend der Sächsischen Kletterregeln durchgeführte Begehungen. Von jedem Kletterer wird eine wahrheitsgetreue Gipfelbucheintragung erwartet.
Es sind einzutragen:

  • Datum;
  • Name der Kletterroute;
  • Vor- und Familiennamen aller Beteiligten in der Reihenfolge am Seil, bei Wechselführung mit einem  „und“ verbunden;
  • Schwebesicherung und/oder Abzug;
  • Sicherung von unten, wenn kein Nachsteiger den Gipfel erreicht;
  • Selbstsicherung;
  • Sicherung von oben;
  • Benutzung von Ringen anderer Kletterrouten, wenn diese nicht in der Wegbeschreibung genannt sind;
  • Anwendung von Unterstützung, wenn diese nicht in der Wegbeschreibung angeführt ist;
  • Benutzung von Ruheschlingen.

Weiterhin können eingetragen werden:

  • Sportverein, Sektion und Klub;
  • Begehungen ohne Unterstützung (o. U.);
  • Kletterstil (RP usw.).

Die Begehungen von Wegen werden gewöhnlich bis zur 100. Begehung gezählt. Varianten werden gesondert gezählt.
Anonyme Zusatzbemerkungen zu fremden Eintragungen, Streichungen sowie unsachliche Eintragungen sind unsportlich, überflüssig und zu unterlassen.

Dieser Punkt gilt auch für Wandbücher an Massivwänden.

 

3. Erstbegehungen

 

3.1 Recht auf neue Aufstiege

Jeder Kletterer hat das Recht, neue Aufstiege durchzuführen. Ein Anspruch ist dann erworben, wenn bei einem Versuch das Vorhaben kenntlich gemacht und der Versuch gemeldet wurde.

Als Kennzeichen gilt ein angebrachter notwendiger Ring, der mit einer wetterfesten Schnur zu versehen ist, oder eine sichtbar gelegte Seilschlinge nach einem wesentlichen Abschnitt des geplanten Aufstiegs. Diese Kennzeichen dürfen von anderen Kletterern nicht entfernt werden.

Das Anrecht besteht 3 Jahre nach dem ersten Versuch. Danach darf jeder Kletterer den angefangenen Aufstieg fortführen.

An bereits begonnenen Aufstiegen beträgt die Anrechtsfrist nur noch ein Jahr. Das Anrecht gilt nur dann, wenn bei dem Versuch ein wesentlich neuer Abschnitt des geplanten Aufstiegs durchstiegen und gekennzeichnet wurde.

Es ist nicht zulässig, von anderen Kletterern begonnene Aufstiege ohne deren Einverständnis weiterzuführen oder in den vorgesehenen Wegverlauf von anderer Stelle hineinzugelangen, solange ein Anrecht besteht. Bei derart unsportlichem Verhalten wird die Erstbegehung nicht anerkannt.

Bei Regelverletzungen während eines Versuchs verliert der Kletterer sein Anrecht.

 

3.2 Meldung von Versuchen

Angefangene Erstbegehungen sind unmittelbar danach, spätestens innerhalb von 4 Wochen, schriftlich an die zuständige Fachkommission (FK) zu melden. Gleiches gilt auch für die Weiterführung bereits begonnener Erstbegehungen unter Beachtung der vorstehenden Regelungen.

Folgende Angaben sind erforderlich:
Klettergebiet, Kletterfelsen, geplanter Wegverlauf mit Angabe des höchsten erreichten Punktes und der angebrachten Ringe, Kennzeichnung des Versuchs, Name und Anschrift, ggf. Sportverein bzw. Klub des Kletterers, Datum des ersten Versuchs.

Die Angaben werden bei der zuständigen Fachkommission gespeichert. Es ist zweckmäßig, vor Durchführung einer Erstbegehung bei der FK anzufragen, ob der Aufstieg bereits durchgeführt wurde oder ein gültiges Anrecht darauf besteht.

 

3.3 Erkundung

Bei der Erkundung eines neuen Aufstiegs darf nicht über diesen abgeseilt werden (Ausnahme: Abseilwand). Ebenso unerlaubt sind Einsteigen mit Sicherung von oben, Teilnahme an sportlich nicht einwandfreien Versuchen oder Begehungen des geplanten Aufstiegs.

 

3.4 Verhalten bei Erstbegehungen

Allgemein gelten die Sächsischen Kletterregeln auch bei Erstbegehungen. Die Durchführung hat bei jedem Versuch vom Einstieg aus zu erfolgen. Erstbegehungen, auch von Varianten, sind generell bis zum Gipfel durchzuführen.

Bei neuen Wegen oder Varianten dürfen andere Kletterrouten weder in ihrem historisch vorgegebenen Verlauf noch in ihrem Charakter beeinträchtigt werden. Wege sollen sich am natürlichen Verlauf der Felsstruktur (kletterbare Linie) ausrichten. Großzügigkeit ist eine unverzichtbare Eigenschaft, besonders bei Varianten. Der seitliche Wegabstand soll 3 m nach beiden Seiten nicht unterschreiten. Bei vorübergehender Annäherung an eine bestehende Route ist auf eigene Ringe zu verzichten.

Neue Wege sollen wenigstens zur Hälfte Neuland erschließen. Markante Sockel oder Gipfelaufbauten werden dabei separat bewertet. Logische Varianten, die diese Bedingung nicht erfüllen, können bei der zuständigen Fachkommission beantragt werden.
Kombinationen aus Teilen bereits vorhandener Aufstiege, vor allem in Verbindung mit Quergängen und Kriechpassagen durch Höhlen, finden als Erstbegehung keine Anerkennung.

Unbedeutende Wegabweichungen werden nicht als Erstbegehung anerkannt, können jedoch im Kletterführer erwähnt werden.
Der Erstbegeher hat für ausreichende Sicherung des neuen Aufstiegs zu sorgen. Sind keine genügenden natürlichen Sicherungsmöglichkeiten vorhanden, ist das Anbringen eines Ringes, besonders an notwendigen Nachholestellen, geboten. Der Ort des Ringes muss vom Einstieg über den Aufstiegsweg erreicht werden. Ein vorheriges Anbringen von Ringen, z. B. durch Abseilen, Hineinqueren oder mit Sicherung von oben, ist nicht zulässig.

Ringe von anderen angefangenen Routen dürfen nur nach Rücksprache mit dem Erstbegeher benutzt werden.

Jede durchgeführte Erstbegehung ist im Gipfelbuch durch vollständigen Eintrag mit Wegbeschreibung und Schwierigkeitsgrad zu dokumentieren.

 

3.5 Anbringen von Ringen

Beim Anbringen von Ringen dürfen vom Erstbegeher entsprechend den Regeln gelegte Seilschlingen, Klemmkeile und Klemmgeräte im Sinne von Punkt 2.2 und Skyhooks als Haltepunkt benutzt werden. Ebenso darf der zum Anbringen des Ringlochs benutzte Bohrer als Haltepunkt dienen. Andere künstliche Haltpunkte wie zum Beispiel Haken oder Seilgeländer sind beim Ringanbringen nicht erlaubt. Wird ein Ring mit Unterstützung angebracht, müssen sich alle Beteiligten regelgerecht verhalten.

Jeder Ring ist so anzubringen, dass ein einwandfreies Erreichen und Einhängen aus der Kletterstellung möglich ist.

Ringe sind so anzuordnen, dass unter Berücksichtigung aller Umstände mit geringster Ringanzahl und größtmöglichem Ringabstand eine ausreichende Sicherung erreicht wird.

Der Abstand zwischen zwei Ringen einer Route darf 3 Meter nicht unterschreiten. Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich (z. B. Aufschlaggefahr). In solchen Fällen ist die Begehung vor dem Setzen des Ringes abzubrechen und erst nach der Genehmigung durch die zuständige Fachkommission fortzusetzen. Empfohlen werden jedoch Ringabstände von mindestens 5 Metern.

Der Abstand von 3 Metern ist auch zu Ringen anderer Aufstiege einzuhalten, wenn die Erstbegehung in diese einmündet, von ihnen abzweigt oder diese kreuzt. Wird bei einer Erstbegehung ein vorhandener Aufstieg benutzt oder gekreuzt, dürfen in ihm keine Ringveränderungen vorgenommen werden. Nur beim Abzweig der Erstbegehung darf nach vorheriger Genehmigung durch die zuständige Fachkommission unter Beachtung des Ringabstandes ein zusätzlicher Ring geschlagen werden, wenn damit der Charakter des vorhandenen Aufstiegs nicht verändert wird.

Es dürfen nur Ringe verwendet werden, die in ihrer Festigkeit und ihren Abmessungen den Normen der zuständigen Fachkommission entsprechen.

Konnte ein Ring nur provisorisch angebracht oder nicht ordnungsgemäß befestigt werden, ist das im Gipfelbuch zu vermerken und der Mangel umgehend zu beheben. Dazu darf der Ring nach Vollendung der Erstbegehung durch Abseilen oder mit Sicherung von oben erreicht und der alte Ring als Haltepunkt benutzt werden. Gleiches gilt, wenn die Erstbegehung am Bohrer gesichert wurde.
Ringlöcher, in die kein Ring geschlagen wurde, und Löcher ausgewechselter Ringe sind sofort ordnungsgemäß zu verschließen.

 

3.6 Ringveränderungen an unvollendeten Aufstiegen

Die Erstbegehung ist an den gemäß Punkt 3.5 geschlagenen Ringen durchzuführen.
Ringveränderungen vor Beendigung der Erstbegehung sind nur zulässig, wenn

  • vom vorgesehenen Wegverlauf abgewichen wird. In diesem Fall darf der letzte im benutzten Wegteil
    befindliche Ring entfernt oder versetzt werden;
  • nach Ablauf der Anrechtsfrist ein anderer Kletterer den Aufstieg fortsetzt. In diesem Fall dürfen die vorhandenen Ringe entsprechend Punkt 3.5 versetzt oder entfernt werden.

Bei solchen Ringveränderungen darf der zu entfernende oder zu versetzende Ring nicht benutzt werden. Beim Versetzen ist der neue Ring zusätzlich zu schlagen. Nach Anbringen des neuen Ringes ist der alte Ring zu entfernen und das Loch zu verschließen.
Ringe von Versuchen anderer Kletterer, die nicht mehr brauchbar sind, müssen sofort ausgewechselt werden. Dabei darf der alte Ring als Haltepunkt benutzt werden.
In allen anderen Fällen von Ringveränderungen ist die vorherige Zustimmung der zuständigen Fachkommission erforderlich.

 

3.7 Nachträgliches Anbringen von Ringen

Der Erstbegeher hat das Recht, innerhalb einer Frist von 4 Wochen in seiner Erstbegehung nachträglich Ringe anzubringen. Ort und Abstand müssen den im Punkt 3.5 festgelegten Kriterien entsprechen.
Genügen die vorhandenen Ringe nach Ablauf der Frist nicht den Sicherheitskriterien, kann die zuständige Fachkommission nach Absprache mit dem Erstbegeher Ort und Anzahl nachträglicher Ringe festlegen und ihn mit dem Anbringen der Ringe beauftragen.
Über Anträge zum Anbringen nachträglicher Ringe in bereits vorhandene Aufstiege oder zum Versetzen von Ringen entscheidet nach gründlicher Prüfung die zuständige Fachkommission.

 

3.8 Meldung von Erstbegehungen

Durchgeführte Erstbegehungen sind innerhalb von 4 Wochen in schriftlicher Form an die zuständige Fachkommission zu melden. Die Meldung hat zu enthalten:

  • Klettergebiet;
  • Kletterfelsen;
  • Name der neuen Kletterroute;
  • Schwierigkeitsgrad  (entweder af oder af und RP);
  • Vor- und Zunamen aller Teilnehmer in Seilschaftsreihenfolge bei Erreichen des Gipfels; bei geteilter Führung die Vorsteiger durch „und” verbunden;
  • Art der Sicherung  (z. B. von unten gesichert, Selbstsicherung, Schwebe- und/oder Abzugssicherung, Sicherung vom Nachbargipfel bzw. vom Massiv)
  • Anschrift, Sportverein und Klub des Vorsteigers bzw. der Vorsteiger;
  • Datum;
  • exakte und vollständige Wegbeschreibung mit Toposkizze des Anstiegs;
  • sämtliche Ringabstände im Grenzbereich (3 Meter);
  • Ringveränderungen entsprechend Punkt 3.6.

Mit seiner Meldung bestätigt der Erstbegeher die Durchführung entsprechend den Sächsischen Kletterregeln.
Kann eine Erstbegehung am Tag ihrer Durchführung durch widrige Umstände (z. B. einsetzender Regen, Einbruch der Dunkelheit) nicht mehr im Gipfelbuch eingetragen werden, ist der Eintrag umgehend nachzuholen, spätestens jedoch innerhalb von 2 Wochen.

Werden Erstbegehungen nicht ins Gipfelbuch eingetragen oder fristgemäß nachgetragen und nicht bei der zuständigen Fachkommission gemeldet, gelten sie als nicht durchgeführt.

Der Erstbegeher schlägt den Namen der neuen Kletterroute vor.

 

3.9 Überprüfung und Bewertung von Erstbegehungen

Die Überprüfung einer Erstbegehung erfolgt durch die zuständige Fachkommission. Anerkannte Erstbegehungen werden im Kletterführer oder anderen geeigneten Publikationen veröffentlicht.

Bestehen Zweifel an der regelgerechten Durchführung einer Erstbegehung, ist der Erstbegeher zu zusätzlichen Angaben verpflichtet. Dies geschieht schriftlich oder durch Befragung während der Beratung der zuständigen Fachkommission.

Wird ein neuer Aufstieg nicht anerkannt, ist von der zuständigen Fachkommission festzulegen, ob die geschlagenen Ringe durch den Erstbegeher entfernt werden müssen.

Der Erstbegeher hat das Recht, gegen Entscheidungen der zuständigen Fachkommission einen begründeten Einspruch innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntwerden der Ablehnung schriftlich einzureichen.

 

3.10 Erstbegehungsverbote

Die zuständige Fachkommission hat das Recht, Klettergipfel oder Teile davon für die Durchführung weiterer Erstbegehungen zu sperren. Sind an diesen Felsen doch Erstbegehungen beabsichtigt, müssen sie vor Beginn der Durchführung der zuständigen Fachkommission zur Genehmigung vorgelegt werden.

 

4. Verhalten in Klettergebieten

 

4.1 Gesetzliche Bestimmungen

Die Bestimmungen des Natur- und Landschaftsschutzes sind als Grundregeln zu beachten und einzuhalten.
Hierzu zählen:

  • Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz);
  • Sächsisches Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Sächsisches Naturschutzgesetz);
  • Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Nationalparkregion Sächsische Schweiz (NLPR-VO)
  • Verordnung des Regierungspräsidiums Dresden zur Festsetzung des Naturschutzgebietes „Pfaffenstein“;
  • Waldgesetz für den Freistaat Sachsen (SächsWaldG);
  • Verordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten (Bundesartenschutzverordnung);
  • EU-Richtlinie Besondere Schutzgebiete zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Flora-Fauna-Habitat-Gebiete bzw. FFH-Gebiete)
  • EU-Richtlinie Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Europäische Vogelschutzgebiete bzw. SPA-Gebiete [special protection areas]).

 

4.2 Zugänge, Rast- und Biwakplätze

Als Zugänge zu den Kletterfelsen sind die im Kletterführer enthaltenen bzw. im Gelände ausgewiesenen Wege, Bergpfade und Kletterzugänge zu benutzen. An allen Rast- und Biwakplätzen und besonders in der Umgebung der Kletterfelsen ist auf Sauberkeit und Ordnung zu achten. Abfälle jeder Art müssen wieder mit zurückgenommen werden.

 

4.3 Verhalten beim Klettern

Beim Klettern soll die Natur so gering wie möglich beeinflusst werden. Lautes Rufen ist möglichst zu unterlassen.

Das Klettern mit Schuhen, die harte, sandsteinschädigende Sohlen haben, ist verboten.

Das Klettern an nassem und feuchtem Fels ist bei allen Kletterrouten zu unterlassen, in denen gesteinsbedingt die Gefahr der

Beschädigung der Felsoberfläche und des Ausbrechens von Griffen und Tritten besteht.

Toprope sollte grundsätzlich auf künstliche Kletterwände und Klettergärten beschränkt bleiben und in den Sandsteinklettergebieten eine Ausnahme darstellen. Sollte Toprope gestiegen werden, muss der Kletternde den Schwierigkeiten gewachsen sein, um Griff- und Trittausbrüche zu vermeiden und die Felsoberfläche zu erhalten. Die Anzahl der Toprope-Kletternden muss auf ein Minimum beschränkt bleiben. Langes Blockieren der Kletterrouten ist zu vermeiden. Anderen Kletterern, die die Route vorsteigen wollen, ist Vorrang zu gewähren. Abseilösen dürfen nicht zur Toprope-Sicherung verwendet werden.

 

4.4 Klettern im Nationalpark Sächsische Schweiz, in Landschafts- und Naturschutzgebieten

Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist das Klettern nur an den von der Nationalparkverwaltung bestätigten Kletterfelsen und Kletterrouten zugelassen.

In Landschaftsschutzgebieten (LSG) und in Naturschutzgebieten (NSG) ist das Klettern nur an den von den zuständigen Naturschutzbehörden bestätigten Kletterfelsen gestattet.

 

4.5 Kletterverbote

Ständige oder zeitweilige Kletterverbote, die von der zuständigen Naturschutzbehörde oder dem zuständigen Staatsforstamt erlassen, durch Veröffentlichung bekannt gemacht oder im Gelände kenntlich gemacht wurden, sind unbedingt einzuhalten.

 

5. Kletterziele

 

5.1 Klettergipfel

Klettergipfel sind freistehende Felsen, die nur durch Kletterei oder durch Überfall, Übertritt oder Sprung von benachbarten Felsen zu ersteigen, durch die zuständige Fachkommission anerkannt und durch die zuständige Naturschutzbehörde bestätigt sind.

Neubesteigungen bedürfen der vorherigen Zustimmung der zuständigen Fachkommission und der zuständigen Naturschutzbehörde.

Die Begrenzung des Kletterbereichs an Gipfeln und Sockeln kann gekennzeichnet werden.

 

5.2 Massivwände

Im sächsischen Sandstein gelten Massivwände nicht als Kletterziele. Klettern an Massivwänden ist verboten. Ausnahmen sind:

  • Lilienstein-Westecke
  • Königstein, „Abratzkykamin“
  • Großer Zschirnstein, „Südwand“
  • Oybin, Ostseite
  • Ameisenberg, Wilde Mauer, Drachenwand

 

5.3 Übungsgebiete

Für Ausbildung und Training werden besondere Übungsgebiete oder  -wände an Massiven oder in Steinbrüchen durch die zuständige Fachkommission festgelegt und durch die zuständige Naturschutzbehörde bestätigt.

In der Sächsischen Schweiz bestehen das Übungsgebiet Rauenstein sowie die Klettergärten Pirna-Cunnersdorf und Liebethaler Grund. Für den Betrieb in den Klettergärten gelten abweichende Regeln.

Das Üben künstlicher Kletterei und das Anwenden alpiner Sicherungsmittel, wie Haken, Trittleitern u. a. ist an allen Felsen der sächsischen Sandsteingebiete verboten.

 

5.4 Kletterwege und Varianten

Als Kletterwege gelten Aufstiege an Klettergipfeln und Massiven, die über den größeren Teil ihrer Länge selbständig sind und in genügendem Abstand von benachbarten Aufstiegen verlaufen.

Varianten sind Abweichungen von bereits durchstiegenen Kletterwegen, meist von geringer Länge.

 

5.5 Schwierigkeitsgrade

Der Schwierigkeitsgrad eines Kletterweges gibt den zur Durchsteigung erforderlichen Aufwand an klettertechnischem Können und Kraft unter normalen Bedingungen an. Er wird nach der schwierigsten Stelle bzw. nach der Häufigkeit schwieriger Stellen festgelegt.

Bei Varianten wird der Gesamtaufstieg bewertet.

Die Schwierigkeitsgrade sind gegeneinander nicht scharf abgegrenzt und stellen Erfahrungswerte dar.  Hinweise auf besondere Anforderungen an den Kletterer können durch Zusätze zum Schwierigkeitsgrad  (anstrengend, brüchig, ungenügend gesichert u. a.) angegeben werden.

 

Sächsische Skala

Die Sächsische Skala beginnt mit dem Schwierigkeitsgrad I und ist nach oben offen. Die Schwierigkeitsgrade ab VII sind durch Zusatz der Buchstaben a, b und c nochmals unterteilt, wodurch eine weitere Gliederung von niederer zu höherer Schwierigkeit erreicht wird.

 

Sprungskala

Diese Skala wird für die Bewertung von Sprüngen benutzt. Sie beginnt mit dem  Schwierigkeitsgrad 1 und ist nach oben offen.

Der Schwierigkeitsgrad eines Sprunges bewertet Ab- und Aufsprungbeschaffenheit, Sprungbahn und -weite. Die Schwierigkeit vor oder nach dem Sprung zu durchsteigender Wegteile nach der Sächsischen Skala wird zusätzlich angegeben.

 

6. Schlussbestimmungen

Diese Fassung der Sächsischen Kletterregeln wurde von einer Arbeitsgruppe des Sächsischen Bergsteigerbundes e. V. und der KTA Zittau erarbeitet und mit den Sektionen Dresden, Zittau, der Akademischen Sektion Dresden des Deutschen Alpenvereins e. V., dem Sächsischen Wandersport- und Bergsteigerverband e. V. und dem Touristenverein „Die Naturfreunde“ LV Sachsen e. V. abgestimmt.
Diese Fassung ersetzt die „Sächsischen Kletterregeln“ in der Fassung vom 1. September 2009 sowie 23.01. 2004 und ist ab 1. September 2014 gültig.

Alle Gebiete zum Klettern der Sächsischen Schweiz umfassen nicht nur die umliegenden Regionen des Nationalparks, sondern sind überall, selbst im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges verteilt. Dieses Gebirge gehört zu den ältesten Klettergebiet in Deutschlands. Im Jahr 1864 fiel der Startschuss für das Klettern in dieser Region mit der Besteigung des sogenannten Falkenstein. Bis heute wurden über 1100 Gipfel und knapp 20000 Kletterwege absolviert und bestiegen.

Diese 13 Gebiete werden in verschiedenen Kletterführer aufgelistet und sind besonders gut zum Klettern geeignet: dazu gehören die Affensteine, die Schrammsteine, das Schmilkaer Gebiet, der kleine und große Zschand, das Rathener Gebiet, das Wehlener Gebiet, das Bielatal, sowie das Brandgebiet und das Erzgebirgische Grenzgebiet.

 

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Cover: Stiegen-Wanderführer Sächsische Schweiz: Unterwegs auf schmalen Pfaden und den schönsten Stiegen.

Stiegen-Wanderführer Sächsische Schweiz: Unterwegs auf schmalen Pfaden und den schönsten Stiegen

Cover: Das Buch der Gipfel: Klettern in der Sächsischen Schweiz.

Das Buch der Gipfel: Klettern in der Sächsischen Schweiz

 

Hier einige wichtige Informationen zu den einzelnen Gebieten

Bielatal

Das Bielatal gehört mit knapp 240 anerkannten Gipfeln zu den Klettergebieten mit den meisten Gipfeln. Es verläuft am Oberlauf von der böhmischen Grenze bis hin zur Schweizer Mühle.

Hier gibt es besonders anspruchsvolle und kuriose, aber nicht besonders hohe Klettergipfel. Das Gestein ist hier besonders hart und weißt scharfe Kanten auf. Dieses Gebiet gehört zum Landschaftsschutzgebiet Elbsandsteingebirge und verfügt über viele herausfordernde aber dennoch bekannte Gipfel. Dazu gehören z.B. der Sommerstein, die verlassene Wand, der Sphinxturm, die Siebenschläferkeule, der Herkulesfels oder auch der Herkulesstein.


Rathener Gebiet

Das Rathener Gebiet wird durch den Felsksessel des Grünbaches begrenzt. Zu diesem Klettergebiet gehören auch der Amselgrund, der Wehlener Grund und auch Gamrig.

Obwohl der Umkreis besonders klein gehalten ist, findet man hier bis zu 150 Gipfel zum Klettern. Viele Bergsteiger stehen hier sogar Schlange, um den Gipfel zu besteigen. Dieses Klettergebiet befindet sich ebenfalls inmitten des Nationalparks und in der Kern Zone. Auch hier dürfen nur gekennzeichnete Wege genutzt werden. Hier gibt es besonders spektakuläre Felsstürze.

Die bekanntesten Gipfel heißen der Mönch, die Lokomotive, der Hirschgrundkegel, der Basteischluchtturm, der Honigstein, der Schwedenturm oder auch der Wartturm.


Wehlener Klettergebiet

Kommen wir zu einem der kleinsten Klettergebiete. Das Wehlener Klettergebiet besitzt lediglich 18 Gipfel, die zum Klettern zugelassen sind. Sie befinden sich fast alle im Westen des Basteigebietes und nördlich von Wehlen. Die Gipfel links, gehören bereits zum Gebiet der Steine, wozu ich dir gleich mehr erzähle.

Das Klettergebiet Wehlen befindet sich inmitten des Nationalparks und ebenfalls in der Kernzone, weshalb man nur die gekennzeichneten Wege hier nutzen darf. Die bekanntesten Gipfel heißen hier Zwölfer, gelbe Wand oder auch Tümpelgrundwächter.


Schrammsteine

Die Schrammsteine findet man rechts elbisch von Schmilka bis hin nach Bad Schandau. Es gibt einen sogenannten Elbleitenweg, der sich unterhalb der Felskette parallel befindet. Dieses Gebiet zum Klettern befindet sich inmitten des Nationalparks. Man darf deswegen auch nur alle gekennzeichneten Wege nutzen. Zusehen bekommt man hier den besonders ansehnlichen freistehenden Falkenstein und natürlich auch die Felsen der Torsteinkette. Die Gipfel sind hier für die umliegenden Verhältnisse besonders hoch und bieten sehr herausfordernde Kletterwege. Das Gestein ist besonders brüchig und weich.

Die Sächsische Schweiz bietet als alte Bergsteiger Tradition den Gipfel des Falkensteins. Im Jahr 1864 haben Schandauer Turner diesen Gipfel bestiegen und starteten somit den Beginn des Klettersport. Die Schrammsteine verfügen aber über weitere Gipfel, die besonders bekannt sind. Dazu gehören z.B. der Meurer Turm, der vordere und hohe Torstein, den müller-stein, den Vierer Turm oder auch die Zackenkrone und die Oster Türme.


Affensteine

Über das Schmilkaer Gebiet kommt man dann zum Klettergebiet der Affensteine. Hier findest Du bis zu 120 Gipfel, die eigentlich zugelassen sind. Aus Artenschutz Gründen gibt es derzeit jedoch 3 Sperrungen, die Zeit gebunden sind. Auch dieses Gebiet befindet sich komplett im Nationalpark. Man darf auch hier nur die gekennzeichneten Wege nutzen.

Man erhält hier einen wunderschönen Blick auf das Sandloch inklusive dem Domwächter und natürlich auch noch weitere besonders bekannte Gipfel, wie z.B. den Friedenstein Kegel, den Kreuzturm, den Nonnen Gärtner, die teufelsspitze, den wilden Kopf oder auch den wolfsturm. Alle Wege zum Klettern im Affenstein sind besonders herausfordernd und nicht für Anfänger geeignet.

Hier gibt es jedoch auch tolle Wanderpfade, wie z.B. die Zwillingsstiege und die Wilde Hölle.


Schmilkaer Gebiet

Schaut man rüber zu den westlichen Wegen des großen Winterbergs, kommt man in das Schmilkaer Gebiet. Hier findest du rund 127 Gipfel und knapp 2000 Wege zum Klettern.

Die Struktur des Sandsteins ist hier besonders vielfältig. Es gibt hier Aufstiege für Anfänger aber auch besonders herausfordernde und anspruchsvolle Wege für Fortgeschrittene und Profis. Oberhalb der fluchtwand findet man hier den Herings Grund. Man sieht also verschiedene Felsen zum Klettern, wie z.B. den Muschelkopf oder auch die Bussardtürme. Hier in diesem Gebiet, gibt es viele verschiedene Freiübernachtungsstellen. Im Sommer kann es hier jedoch ganz schnell eng werden! Ab Freitagabend machen sich hier Kletterer gerne mal auf den Weg und übernachten auch im Freien.


Kleiner Zschand

Der kleine und große Zschand sind ebenfalls erwähnenswert! Das Gebiet des kleinen, umfasst verschiedene Ziele zum Klettern im sogenannten großen Felskessel. Man findet ihn in den östlichen Felswänden des kleinen Winterberg und auch im Süden der Bärenfangwände zwischen dem Heringsloch und dem Bösen Horn.

Schaut man nach rechts, sieht man den kleinen Winterberg. In der Mitte findet man die Bärenfangwände und den Winterstein. Letztendlich kannst du hier 44 Gipfel sehen, die zum Wandern zugelassen sind.

Die bekanntesten Gipfel zum Klettern sind der Bärenfangkegel, der Wintersteinwächter, die Hexenspitze, der Heringstein, sowie die untere und obere Winterbergspitze.

Auch dieses Gebiet ist komplett im Nationalpark verankert. Teilweise sind die Klettergebiete sogar in der Kern Zone drin. Auch hier sollte man deswegen nur gekennzeichnete Wege und alle Wege mit schwarzem Pfeil benutzen.


Großer Zschand

Schaut man sich den großen Zschand an, umfasst dieser den oberen Teil des längsten trocken Tales der Sächsischen Schweiz. Dieses Gebiet verläuft vom Zeughaus bis zum Nationalpark der Böhmischen Schweiz. Hier gibt es ungefähr 80 Gipfel, die sich auf der östlichen Seite des Winterbergs befinden. Sie ziehen sich entlang der Thorwalder Wände bis hin zur Grenze.

Leider sind hier im Jahr 2002 viele verschiedene abgelegene Gipfel für das Klettern gesperrt worden. Auch der Gratweg wurde gesperrt. Dies liegt an verschiedenen Gründen des Naturschutzes. Die Gipfel, die du hier noch besteigen kannst sind z.B. der Goldstein, der Thorwalder Turm, die Schwarze Zinne, das Blaue Horn oder auch der Kampfturm oder das Klingermassiv.

Man findet den großen Zschand im Nationalpark der Sächsischen Schweiz. Hier ist das Freiübernachten nicht gestattet!


Wildensteiner Gebiet

Südlich des Kirnitzschtales, zwischen der Buschmühle und dem Lichtenhainer Wasserfall, findet man das Wildensteiner Gebiet.

Hier gibt es 42 Gipfel, die sich auf dem großen und kleinen Lorenzstein, den Neuen Wildenstein, Kanstein und Teichstein aufteilen. Die bekanntesten Gipfel heißen die Glocke, Zyklopenmauer, Wildenstein Wand, Lorenzstein Nadel oder auch Buschmühlenturm und Kleinsteinwand.

Auch dieses Gebiet zum Klettern befindet sich komplett im Nationalpark. Auch hier darf man nur gekennzeichnete Wege und die Wege mit schwarzem Pfeil benutzen.


Hinterhermsdorfer Gebiet

Das Hinterhermsdorfer Gebiet findet man dann im östlichen Winkel an der Grenze des Nationalparks. Hier gibt es lediglich 17 Gipfel. Die Gipfel sind nicht nur wenig, sie sind in ihren Ausmaßen auch viel kleiner. Die bekanntesten Klettergipfel halten hier Wildkatzenspitze, Eisenspitze, Rabensteiner Turm oder auch Raubschütznadel.

Auch dieses Gebiet befindet sich komplett im Nationalpark und sogar größtenteils in der Kernzone des Parks. Auch hier dürfen nur gekennzeichnete Wege genutzt werden.


Der Brand

Der Süden vom Sebnitztal und der kleine Osten von Polenztal begrenzen das sogenannte Brandgebiet. Dieses verläuft vom Süden der Ochelwände bis hin nach Hohenstein.

Dieses Gebiet liegt ebenfalls inmitten des Nationalparks und man darf nur die gekennzeichneten Wege nutzen.

Es gibt hier 84 zugelassene Gipfel zu besteigen, wobei einige eine zeitliche Sperrung mit sich bringen. Die bekanntesten Gipfel heißen hier Brandpyramide, Polenztalwächter, Panoramafels, Kleine Barbarine, der Lärmchenturm oder auch die Hafersackkrone.


Gebiet der 7 Steine

An der linkselbischen böhmischen Grenze über die Tafelsteine, findet man das sogenannte Gebiet der 7 Steine.

Dazu gehören der Pfaffenstein, der Rauenstein, die Bärensteine, der Papststein sowie viele weitere. Die sogenannten Tafelberge liegen nicht inmitten des Nationalparks, sondern außerhalb.

Der Pfaffenstein besitzt trotzdem das Siegel des Naturschutzgebietes und ein Teil des Lilienstein es ist ebenfalls Bestandteil des Nationalparks. Ansonsten ist es ein reines Landschaftsschutzgebiet des Elbsandsteingebirges.

Hier gibt es insgesamt 93 Klettergipfel, die zum Besteigen zugelassen sind. Die bekanntesten sind der Kleinhennersdorfer Turm, die kleine und große Hunskirche, der Förster, die Peterskirche, die Lilienstein-Westecke, der Bärensteinturm oder auch der Rauenstein Wächter.


Erzgebirgische Grenzgebiet

Das letzte Gebiet, zu dem ich euch etwas erzählen möchte, ist das Erzgebirgische Grenzgebiet. Dieses liegt nicht mehr inmitten der Sächsischen Schweiz, gehört aber irgendwie mit 15 Klettergipfel doch noch dazu. Da die verschiedenen Gipfel zum Klettern auch aus Sandstein bestehen, wird es als wesentliches doch noch zum Elbsandsteingebirge gezählt.

Westlich von Bielatal erstreckt sich das Erzgebirges Grenzgebiet entlang der Gottleuba und der verschiedenen Zuflüsse. Bekannte Gipfel sind hier z.B. die Hellendorfer Wand, der Spitzbub, der Gendarm oder auch die Grenzspitze.

In diesem Gebiet sind Freiübernachtungen besonders gut möglich!

 

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Cover: Das Buch der Gipfel: Klettern in der Sächsischen Schweiz.

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Die Definition von Boofen – die Freiübernachtung: In den letzten Jahren wurde der Begriff Boofen, von dem umgangssprachlichen pofen, dem „Schlafen“ abgeleitet.

Doch was genau bedeutet das Wort Boofe eigentlich?

Dieses Wort beschreibt letztendlich eine Übernachtungsstelle im Freien. Insbesondere Bergsteiger oder auch Kletterer nutzen diese Übernachtung Stellen im Freien, wenn sie mehrere Tage unterwegs sind.

Die meisten Übernachtung Stellen waren bis vor einigen Jahren, noch sehr ausgiebig gestaltet und ausgebaut. Es gab meistens noch zusätzlich eine kleine Feuerstelle.

Da die meisten Boofen inmitten von Nationalparks liegen, ist es mittlerweile verboten worden, dort ein Feuer anzuzünden.

Die Natur sollte respektiert und sensibel behandelt werden und somit ist es auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Bergsteiger Tradition Fortbestehen bleiben können.

In den einzelnen Zonen im Nationalpark Sächsische Schweiz gibt es insgesamt 57 zugelassene Freiübernachtungsstellen, die du unten in der Liste findest.

Hier kannst du übernachten, aber kein Feuer entzünden.

Das Elbsandsteingebirge befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, die alle Gebiete rund und dem Nationalpark umfassen.

Hier darf man z.B. in der freien Natur übernachten, jedoch nicht selten! Möchte man in den einzeln Naturschutzgebieten, wie z.B. dem Pfaffenstein übernachten, sollte man die unterschiedlichen Biwak Unterkünfte nutzen, die man entlang des Forststeiges findet.

 

Einen besonderen Hinweis möchte ich euch noch mit auf den Weg geben! I

In den letzten Jahren ist es, insbesondere durch den Befall von Borkenkäfern, zu einer erhöhten Brandlast durch Totholz gekommen. Hier ist besonders wichtig, dass man im Wald oder auch in den Klettergebieten niemals raucht! Bitte achte darauf und Weise auch andere Wanderer unbedingt darauf hin! Immer wieder findet man an den beliebten Aussichtspunkten weggeworfene Zigarettenstummel.

Damit die Boofer hier nicht als verantwortliche dargestellt werden und dafür herhalten müssen, als Ursache für die Waldschäden gerade zu stehen, sollte man unbedingt darauf achten, dass in den Wald und Klettergebieten nicht geraucht wird.

Ich möchte betonen, dass die Freiübernachtung stellen von allen Bergsteigern und Kletterern stehts sauber hinterlassen werden und man  das Betretungsverbot in der Nacht, z.B. bei extremer Trockenheit, beachtet.

 

Zugelassene Freiübernachtungsstellen (Boofen ) im Nationalpark Sächsische Schweiz

Nationalpark Sächsische Schweiz und ihre Boofen.

Nationalpark Sächsische Schweiz und ihre Boofen.  (Quelle: https://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de)

 

RATHENER GEBIET (1)

• Boofe im Diebskeller (unterhalb Gamrig-Parkplatz)

SCHRAMMSTEINE (6)

• Boofe am Falkenstein/Knabe
• Boofe am Hohen Torstein, Ostseite, linke Boofe
• Boofe am Hohen Torstein, Ostseite, rechte Boofe
• Boofe am Hohen Torstein, SW-Seite, unterhalb Knirpelwand
• Boofe am Hohen Torstein, Westseite
• Boofe an der Teufelsmauer

SCHMILKAER GEBIET (19)

• Boofe am Teufelsturm
• Boofe unterhalb der Rauschengrundverschneidung
• Boofe unterhalb des Rauschengrundkegels („Bandboofe“)
• Rauschengrundboofe, Höhle in der rechten Talseite
• Boofe auf dem Band nordwestlich der Falknertürme, 1. Boofe
• Boofe auf dem Band nordwestlich der Falknertürme, 2. Boofe
• Boofe am Pionierturm, Ostseite
• Boofe auf dem unteren Band nordöstlich der Falknertürme
• Boofe auf dem oberen Band westlich der Rotkehlchenstiege („Hyazinthe“)
• Boofe auf dem unteren Band westlich der Rotkehlchenstiege
• Boofe unterhalb der Bussardwand
• Bussardboofe
• Boofe am Kleinen Kuhstall am Reitsteg, Nähe Wenzelwand
• Boofe am Schwarzen Horn
• Untere Märchenturmboofe
• Boofe am Sprunghorn
• Boofe am Lehnriff, Südseite
• Boofe östlich vom Lehnriff („Besenboofe“)
• Wurzelboofe

AFFENSTEINE (10)

• Boofe an Günther ́s Börnel
• Boofe im Nassen Grund
• Bauerlochboofe an der Häntzschelstiege
• Boofe unterhalb von Glatze/Frisör
• Boofe unterhalb des Wilden Kopfes
• Boofe auf dem Band unter dem Sandlochturm
• Sachsenhöhle im Dom
• Boofe an der Lorenznadel
• Boofe im Winkel südlich vom Carolafelsen
• Boofe südlich vom Hentzschelturm („Germania“)

WILDENSTEINER GEBIET (15)

• Boofe am Alten Wildenstein, Westseite, 1. Boofe
• Boofe am Alten Wildenstein, Westseite, 2. Boofe
• Boofe am Alten Wildenstein, Westseite, 3. Boofe
• Boofe am Alten Wildenstein, NO-Ecke
• Boofe am Alten Wildenstein, NW-Ecke
• Boofe an der Glocke
• Boofe westlich des Rabentürmchens, 1.Boofe
• Boofe westlich des Rabentürmchens, 2.Boofe
• Boofe am Kleinen Lorenzstein, Ostterrasse
• Boofe am Kleinen Lorenzstein, NO-Seite, Wandfuß
• Boofe am Großen Lorenzstein, Südseite
• Kansteinboofe
• Boofe am Kanstein, Ostseite
• Goldbachboofe
• Boofe an der Kleinsteinwand

KLEINER ZSCHAND (7)

• Boofe am Nördlichen Gleitmannsturm
• Boofe in den oberen Hirschleckschlüchten
• Boofe an der Sammlerwand
• Boofe im Gleitmannsloch, rechte Boofe
• Boofe am Winterstein, Südwestseite
• Boofe am Winterstein, Ostseite
• Obere Boofe am Winterstein, Ostseite („Liebesboofe“)

 

Weitere Informationen findest du auf der Seite der Nationalparkverwaltung.