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Wanderung zur Barbarine

Die Wanderung zur Barbarine in der Region Steine kann man auch als einen Spaziergang über lange Treppen und sehr enge Stellen umschreiben. Für die 5 km braucht man fast 2 Stunden und es geht dabei über Wanderwege, Treppen und Pfade. Der Höhenunterschied wird mit etwa 360 Metern angegeben. Es ist besser, diese Wanderung nicht am Wochenende zu planen.

Für die Anreise kann man das Auto nehmen und dieses dann für eine Gebühr von 9€ auf dem Parkplatz Pfaffenstein stehen lassen. Man kann aber auch mit dem öffentlichen Nahverkehr kommen und mit dem Bus bis zur Haltestelle Pfaffendorf Vereinshaus fahren (siehe auch VVO-Navigator). Zu den empfohlenen Karten gehört die Karte Festung Königstein und die Tafelberge; Rolf Böhm – Kartographischer Verlag.

 

Stationen der Wanderung

Los geht es von Pfaffendorf über den Pfaffensteinweg bis zur Steinernen Scheune. Danach wandert man über die Pfaffensteinpromenade und kann sich anschließend am rotem Punkt orientieren. Dieser führt über den Klammweg. Danach folgt man dem grünen Punkt und kommt so zu dem Pfaffenstein.

Über die Hohle Gasse gelangt man zur Barbarine. Die Gaststätte im Rücken lassend passiert man die Stationen Rittersitz, Opferkessel und Schneiderloch. Nach der Goldschmidthöhle kommt man durch ein Nadelöhr schließlich wieder auf den Pfaffensteinweg und zurück nach Pfaffendorf.

 

Barbarine Namensgebung

Als Barbarine wird eine markante Felsnadel in der Sächsischen Schweiz bezeichnet. Es gibt eine Sage, in der es heißt, dass die Barbarine ein Mädchen war, das von seiner Mutter verflucht worden ist, sie solle zu Stein werden und ewig zwischen den Heidelbeeren bleiben. Grund dafür war, dass dieses besagte Mädchen lieber Heidelbeeren sammeln gegangen ist, anstatt in die Kirche zu gehen. Die Barbarine ist ein Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.

Wanderroute

Man startet am Wanderparkplatz in Pfaffendorf und sieht gleich als erstes den Brunnen, wo sich im Sommer gerne Kinder vergnügen. Das Wasser dafür kommt aus einem fast 100 Meter langen Stollen, der sich oberhalb des Parkplatzes befindet. Dieser Stollen ist schon mehr als 200 Jahre alt und das Wasser kommt Quellwasser sehr nahe.

Es geht gleich berghoch zum Pfaffenstein. Nach dem letzten Haus biegt man auf den Weg nach links ab und wandert zwischen Pfaffenstein und Pfaffendorf auf einem Feldweg bis zum Wald. Man passiert auf dem abgefahrenen Waldweg große Felsbrocken, die zusammen an eine Höhle erinnern und wahrscheinlich vom Pfaffenstein stammen.

Sie werden auch als Steinerne Scheune bezeichnet. Auf der hinteren Seite ist dieses Gebilde offensichtlich von Menschenhand mit verschiedenen Sandsteinblöcken zugemauert. Nach ca. 290 Metern kommt man links an der Talstation der Lastenseilbahn vorbei, die die Gaststätte auf dem Pfaffenstein beliefert. Dahinter befindet sich eine robuste Hütte, die man augenscheinlich nicht so leicht aufbrechen kann. Vermutlich ist das ein Zwischenlager für die Lieferungen.

Wenn man die nächsten 200 Meter gewandert ist, kommt eine Weggabelung. Man nimmt den rechten Weg und kommt an Waldwiesen vorbei. Hier lohnt es sich kurz auf die gegenüberliegende Seite der Wiese zu wechseln, denn von dort hat man einen guten Ausblick nicht nur auf die Barbarine, sondern auch auf die südliche Seite des Pfaffensteins.

Man umrundet den Pfaffenstein im Uhrzeigersinn und stößt dann auf den breiten Wanderweg. Von hier aus kann man sich an dem roten Punkt orientieren, dem man nach rechts folgt. So kommt man von hinten an den Pfaffenstein. Man sieht, dass hier die Wegmarkierung grüner Punkt, roter Punkt und grüner Strich aufeinander treffen und wandert rechts berghoch bis zum Felsenfuß. Anschließend passiert man eine Informationstafel und kann sich hier über den bronzezeitlichen Wall schlau machen.

Wenn man am Felsen angekommen ist, findet man sich in einem innenhofähnlichen Kessel wieder. Interessant ist hier die in Felsen gehauene Bank, die dem Alpenklub Dresdner Tannhäuser gehört. Vermutlich wurde damit das 25. Jubiläum gefeiert, denn man kann hinten auf der Bank die Daten 1904-1929 erkennen. Auch die Gedenktafel „Dem Erschließer und Hüter des Pfaffenstein´s Herrn Karl Gottlob Jäckel gewidmet vom Vaterländ. Gebirgv. Saxonia den 2. Okotber 1881“ ist besonders.

Zum Pfaffenstein kommt man entweder über einen sehr bequemen Aufstieg oder über die Felsenschlucht, die im Prinzip auch recht einfach ist. Für letzteres folgt man den Stufen durch die Schlucht, wo man die Felsbrocken betrachten kann, die nach ihrem Sturz oben über dem Weg fest geklemmt sind. Schließlich kommt man oben auf dem Felsen an, wo sich eine Gaststätte befindet. Von hier aus geht es nach rechts zur Barbarine, wobei man nicht nur über den gesamten Pfaffenstein wandert, sondern auch kurz vor der Barbarine eine schmale Felsgasse passiert.

Die Aussicht im Süden des Pfaffensteins ist wirklich schön. Geht man etwas nach links, kommt man über eine Felsgasse zur Aussicht auf die Barbarine, wo es allerdings sehr eng werden kann, wenn sich etwas mehr Leute hier zusammenfinden. Es ist wirklich ein Wunder, wie die Barbarine trotz ihres weichen Gesteins so eine bemerkenswerte Form halten kann. Man kann sich auch auf einer Tafel darüber informieren, dass es hier schon manch eine Rettungsaktion gab, um den Felsen zu erhalten.

Um wieder zur Gaststätte zu kommen, kehrt man auf der gleichen Felsgasse wieder zurück, wobei man auf halber Strecke stehen bleiben kann und an der Felswand entlang nach links schauen. Hier kann man dann ein Falkennest entdecken, dass schon einige Jahre genutzt wird. Mit viel Glück wird man auch einen Falken zu Gesicht bekommen.

Kurz nach der Gaststätte geht es nach links zum „Briefbeschwerer“, zum „Rittersitz“ und auch zu einigen „Opferkesseln“.  Ist man an den Opferkesseln angekommen, so kann man eine schöne Aussicht auf die Festung genießen, die man mit nur sehr wenigen Menschen teilen muss. Ist man auf dem Hauptweg des Pfaffensteins zurückgekehrt, geht man 50 Meter nach links. Hier kann man für einen Euro auf den Aussichtsturm steigen, um einen Rundblick zu bekommen. Dann folgt man der Rechtskurve. Man wandert zu einer Aussicht in die östliche Richtung, jedoch biegt man kurz davor nach links in eine Felsenschlucht ab und steigt eine löchrige und nicht ganz ungefährliche Treppe nach unten.

So kommt man in die Goldschmidthöhle. Hinter dieser steckt die Geschichte eines Mannes, der Goldschmidt hieß und wegen Geldfälschung gesucht worden ist. Dabei hat ihn der Gastwirt gedeckt, indem er ihn mit Lebensmitteln versorgt hat und anscheinend auch nachts in der Gaststätte beherbergt hat. Als alles aufflog, kam der Gastwirt für 8 Jahre ins Gefängnis, der Geldfälscher noch länger. Übrigens gehört diese Höhle zu den größten der Sächsischen Schweiz und man kann im ganzen Bereich weitere Höhlen, Spalten und Grotten entdecken, die sich in Größe und Tiefe unterscheiden.

Anschließend kehrt man wieder zurück zur Aussicht und auf den Hauptweg. Hat man viel Zeit, so kann man auf der Pfaffenstein-Plattform neben dem Aussichtsturm und der Ruine noch viel Interessantes sehen. Man folgt dem Hauptweg rechts nach Norden und steigt durch das Nadelöhr nach unten. Dafür nimmt man zuerst eine Treppe, kommt mithilfe einer Leiter durch eine wirklich enge Stelle und dann über Stufen nach unten. So gelangt man unten am Felsfuß an. Hier befindet sich neben einer Informationstafel zur Barbarine und dem Pfaffenstein auch ein Rastplatz mit einer Überdachung. Anschließend kommt der Endspurt zum Parkplatz.

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