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Die Schrammsteine

Felsgruppen der Sächsischen Schweiz

Die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz sind eine Felsgruppe im Elbsandsteingebirge, die sich in der Sächsischen Schweiz befindet und ihren Beginn in Bad Schandau nimmt. Dabei ist auch die Umgebung dieser Gebirgskette namentlich zu erwähnen, denn die Hohe Liebe im Norden und die Affensteine im Osten begrenzen dieses Gebirge.

Besonders erwähnenswert ist der Malerweg, der in der 4. Etappe über die Schrammsteingebirge leitet. Die Sehenswürdigkeiten auf diesem Weg sind mehr als überaus malerisch und bieten einen romantischen Blick über das gesamte Gebiet. Hier lässt es sich entspannen! Aber nicht nur für Wanderer, sondern auch für Radfahrer ist der Weg besonders gut geeignet. Anbei ist noch der Lichtenhainer Wasserfall neben einem Felsentor namens Kuhstall zu erwähnen. Die Neumannmühle kommt auch noch als interessanter Blickpunkt hinzu.

Historisch zu erwähnen ist dass sich im Mittelalter die Burgwarte namens Schramensteyn auf dem Vorderen Torstein befand und dort als eine Art Hochsitz für die Herrschaften zur Beobachtung diente. Bergsteiger entdeckten sodann auf dem Vorderen Torstein Reste von Burgwarten in Form von Herdstellen, Pfeilspitzen und Keramikresten.

 

Der Kuhstall in der Sächsischen Schweiz

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Das hier ist ein besonderer Kuhstall, der nichts mit einem Bauernhof gemein hat, sondern mit dem Elbsandsteingebirge, dessen Felsentor er ist. Befindlich auf dem sog. Neuen Wildenstein, handelt es sich um einen 337 Meter hohen, im 15. Jahrhundert errichteten Felsen, der beeindruckend hoch herausragt und sich südlich des Lichtenhainer Wasserfalls befindet. Insgesamt zählt der Stein zu der Gemarkung Ostrau und zu der Gegend um Bad Schandau.

Insgesamt ist zu sagen dass der Kuhstall als Versteck im Dreißigjährigen Krieg diente, was ihm auch den Namen zum Schutz vor Soldaten gab. Andererseits wurde er als Raubritternest genutzt oder soll dazu gedient haben, dass hier Kühe untergebracht wurden, die bei Diebstahlseinsetzen von Rittern natürlich nicht mitkommen konnten. Bei den Meinungen scheiden sich daher die Geister.

Ein besonderes Augenmerk des Kuhstalls ist die Himmelsleiter die als Treppe mitten durch den Kuhstall führt. Beeindruckend sind auch die 11 Meter Höhe des Kuhstalls und die Breite von 17 Metern. Diese Größe kommt einem von außen betrachtet so gar nicht vor und bietet obenauf einen wunderbaren Panoramablick. Historisch dabei zu erwähnen sind die Felsenfenster die auf einer tonhaltigen Zwischenschicht befindlich sind. An den Enden der Felsen befindet sich Kies, was beweist dass hiermit unterschiedliche Gesteinsformate zusammenfinden. Dabei wundert es nicht dass das Felsmassiv verschiedene Hänge und Höhen aufweist.

 

Festung Königstein

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Die Festung Königstein befindet sich inmitten des Elbstandsteingebirges in der Sächsischen Schweiz und ist ein Hingucker schlechthin. Sie benamt sich bereits historisch als eine der größten Bergfestungen Europas und befindet sich auf dem Tafelberg in Deutschland in der Nähe von Königstein.

Beeindruckend ist der Einzigartigkeitswert der Festung, weil sie als militärhistorisches Freilichtmuseum gilt und eine Historie von über 800 Jahren aufweist worunter sich die Spätgotik, die Renaissance, der Barock und andere Stile aus dem 19. Jahrhundert vereinen lassen.

Über Kriegszeiten, bis zu Staatsgefängnis und Klosterzeit ist die Festung bis zu einer mittelalterlichen Burg bekannt. Im Osterzgebirge gelegen bietet die Festung Königstein nicht nur einen tollen Anblick, sondern auch die Eckdaten, die hier an dieser Stelle kurz aufgezeigt werden: Das Felsplateu ist 9,5 Hektar groß und fand sich schon in der Bronzezeit um 1100 vor Christus. Es erstreckt sich über 240 Meter über der Elbe und geht auf rund 400 Jahre alte Bauten zurück, die sich auf Militär und ziviles Leben erstreckten. Im Zentrum findet sich auch der Brunnen der Reichsburg in Kyffhausen, welchen den zweittiefsten Brunnen von Europa ausmacht.

 

Der Gohrischberg

Der Gohrisch.

Der Gohrisch.

Der Gohrisch ist ein Berg in der Sächsischen Schweiz um den sich beeindruckende Wanderwege säumen. Mitunter wird er auch als Gohrischfelsen oder Gohrischstein bezeichnet und erstreckt als Teil des Tafelbergs in der Sächsischen Schweiz und ihren Gebirgsgefilden, womit der Name ausnahmsweise nicht auf ein lateinisches Wort, sondern auf ein altsorbisches Wort zurückgeht und das ist „Gora“.

Vier Kilometer des Ortes Königstein findet sich der Berg gelegen in einer idyllischen Hochebene, die sich durch weitere Felsberge und Felsen dominiert, die man auf außergewöhnlichen Wanderungen verschiedener Schwierigkeitsgrade erkunden kann. Bergerfahrene werden sich hier wohl fühlen und können beim Wandern in der Region den Alltag hinter sich lassen und mal tagelang vergessen.

Früher wurde in der Umgebung Basalt abgebaut.

Was gibt es noch historisch angehauchtes zum Gohrisch zu sagen?

1496 wird der Gohrisch erstmals urkundlich erwähnt und diente im Dreißigjährigen Krieg als Klufthöhle die in der Verwitterung entstanden war. Sie war ein Zufluchtsort. Ab 1869 entwickelte sich der Berg zu einer sog. Sommerfrische und wurde seither ein beliebtes Ziel für Ausflügler und galt auch später als Bewirtungshütte, die man dort errichtete. 1886 wurde der Gipfel dann für Wanderer ausgebaut und es wurden drei sichere Wege errichtet. Unter anderem wurde dem Felsen sodann der Begriff Wetterfahnenaussicht entgegengebracht.

 

Polenztal und Fluss Polenz

Schön anzusehen: Die Märzenbecherwiesen im Polenztal.

Schön anzusehen: Die Märzenbecherwiesen im Polenztal.

Das Polenztal erstreckt sich auf der rechten Seite der Elbe in der Sächsischen Schweiz, was sich bereits malerisch anhört. Wanderer, Urlauber sowie Begeisterte der Natur finden hier Anklang und Freude in der idyllischen Gegend die viele kleine Begebenheiten in sich trägt. Die Städte Stolpen, Neustadt in Sachsen und Hohnstein reihen sich in einer Kette um das wunderhübsche Tal.

Polenz ist ein kleiner Fluss, der als Quelle beginnt sich dann in 20 km durch das ganze Tal erstreckt, weshalb der Name diesem Fluss entstammt. Wald, Wildbach und Biotyp – so könnte man den Fluss und das zugehörige Teil in drei Worten untergliedern, ohne dabei zu übertreiben, denn die ruhige Quelle wird mitunter zum wildreißenden Fluss.

Der obere Teil des Flusses ist von Prallhängen und Gleithängen umgeben und findet sich zwischen Mühlen und vielen Talwiesen, worunter sich auch die Märzbäche in Sachsen finden. Der Masseandrang der Besucher bewundert die Polenz unter den 150 Meter aufragenden Wänden der Felsen. Die Polenzschlucht und die Gautschgrotte sind auch in der Nähe. Dazu Felsformationen in winterlicher Idylle in der sich hübsche Eiskristalle bilden.

 

Der Papststein und seine Umgebung

Papststein

Papststein

Faszinierende Ausblick in urige Welten bieten der Papststein in der Sächsischen Schweiz im Elbsandsteingebirge als hoher Tafelberg. Anbei ist erwähnenswert dass der Papstein mit seinen 451,2 Metern Höhe über dem Meeresspiegel beeindruckend auf dem Tafelberg hoch herausragt und eine Rundumsicht im Panorama der Sächsischen Schweiz bietet. Urlauber werden rundum zufrieden sein und sich richtig glücklich fühlen können. Man kann einen Sonnenuntergang sehen und kommt sich vor wie am Meer. Mit ein bisschen Phantasie klappt das denn hier findet sich wirklich eine von Deutschlands schönsten Ecken.

Zehn Minuten dauert der Aufstieg auf den Papststein und oben findet man auch einen Berggasthof auf dem man sehr gut Speisen kann und eine kräftige Zunft nach einem Aufstieg bekommt, die sich genussvoll darbietet.

Insgesamt wird der Papststein über den Malerweg erreicht und ist vier Kilometer östlich von Königstein zu finden in der Nähe von Bad Schandau, was auch ein beliebtes Urlaubsziel ist. Der Gohrisch ist übrigens ein umliegender Berg in der Nähe und 1496 wurde der Papststein erstmals erwähnt in Geschichtsbüchern, wobei die Erstbesteigung des Gipfels von Wilhelm Leberecht Götzinger vorgenommen wurde. Aber dennoch war es Friedrich August der den Grundstein für ein sehr großes touristisches Interesse legte.

 

Der Amselsee

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Ein kleiner gemütlicher Stausee in der Sächsischen Schweiz direkt in Sachsen, dem der Grünbach zufließt und der mit diesem wiederum in die Elbe abfließt.

Gebaut wurde der heutige Tourismusmagnet in schöner Natur in der Umgebung von Bergen 1934 und beträgt eine Lange von 38 Metern sowie eine Breite von 1,2 Metern. Die Höhenlage im Stau beläuft sich hierbei auf 125,7 Meter. Zudem verfügt dieser See üblich für Stauseen natürlich über eine Talsperre.

Um die Schönheit des Sees kennenzulernen sind zudem Bootsfahrten möglich und zwar mit Ruderbooten. Angeboten von April bis Oktober. Insgesamt ist der See genau 10-15 Minuten vom Ortskern in Niederrath entfernt und diente später auch als Fischzuchtgewässer. Auch Gondelfahrten der Romantik können hier abgehalten werden, für Paare und heimliche Küsse. Im Winter ist der See zudem ein Anzugspunkt für Schlittschuhfahrer, die über die stark zugefrorene Schicht gleiten wollen. Während der Kanufahrten können natürlich auch die beeindruckenden Felswände bewundert werden, dazu zählen der Talwächter und die Feldsteine die das Bild abrunden.

 

Der Pfaffenstein

Barbarine: Die steinerne Jungfrau auf dem Pfaffenstein

Barbarine: Die steinerne Jungfrau auf dem Pfaffenstein

Hiermit handelt es sich um ein Gebirge im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz das früher auch als Jungfernstein bezeichnet wurde und sich links an der Elbe befindet und zwar in der Gegend um den Königstein. Der Name des Steines beläuft sich auf das nahe gelegene Dorf, Pfaffendorf.

Insgesamt zeigt dieser Berg außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten weil er nicht wie üblich geformt ist sondern viele Ecken und Kanten aufweist. Sehenswert sind hierbei die Zerklüftungen und Höhlen die von den Bergketten durchzogen werden bzw. sich darin bilden. Die Besiedlungen des Berges entstammen der Steinzeit sowie der Bronzezeit und später auch als Zufluchtsort in großen Krisenzeiten. Schon seit dem 19. Jahrhundert wird die Gegend allerdings für touristische Zwecke genutzt und auf dem Berg findet man ein Gasthaus, den Turm für den Ausblick über die Gegend und verschiedene Aussichtspunkte sowie weitere Sehenswürdigkeiten.

Erwähnenswert ist auch dass das Bergmassiv schon seit dem 20. Jahrhundert für Klettern genutzt wird und damit als beliebtes Klettergebiet im Elbsandsteingebirge gilt. Das Wahrzeichen ist der Felsen Barbarine und eine 43 Meter hohe Felsaufrichtung, die allerdings nur noch zum Ansehen forciert und nicht mehr dem Bergklettern dient.

In der Frühzeit wurde hier Bronze gefunden und später diente der Stein für den Tourismus und verfügte sogar über Lastenaufzüge.

 

Quirl: Berg mit Ausblick

Die schönsten Orte in der Sächsischen Schweiz: Die Diebeshöhle am Quirl.

Der Quirl ist ein Tafelberg in der Sächsischen Schweiz im Elbsandsteingebirge mit fabelhaftem Ausblick der sich für Touren von Einheimischen sowie Urlaubern lohnt. Betrachtet man die Gegend so erhebt sich der Berg über der Stadt Königstein, während in der Nähe der Königstein und der Pfaffenstein befindlich sind. Dazu kommt die Schichtfugenhöhle in der Sächsischen Schweiz.

Um 1800 fand man hier in der Gegend ein Erblehngut und verschiedene Festungen und Felder. Um 1866 fanden hier zudem preußische Truppen ihre Stellung auf dem Berg und nutzten ihn als Angriffsfeld, Festung und Schutz.

Einer der Wanderwege um den Quirl ist der Malerweg, der als einer der Hauptwanderwege im Gebiet der Sächsischen Schweiz gilt und dessen Plateu bis 2018 direkt auf den Forststeig als bekannte Trekkingroute führt, wobei dieser Weg auch denkmalgeschützt ist und sich als Kanonenweg bezeichnet und damit an der Südostseite vom Quirl befindlich ist. Dazu kommen die Wegfährten, die mit Sandsteinplatten passend für das Gebirge verlegt sind und über markierte Aufstiege verfügen.

 

Die Bastei…

Bastei mit der Felsenburg Neurathen.

Bastei mit der Felsenburg Neurathen.

… ist ein Felsspektrum in Sachsen, womit der äußere Teil einer Festung verbunden wird der zu einer militärischen Festungsanlage zählt. Befindlich ist die Bastei am rechten Elbufer, geologisch gesehen. Dazu verfügt sie über ein Felsriff von 194 Metern. Auf der Hochebene der Aussichtsplattform findet sich ein Hotel mit zugehörigem Restaurant.

Geschichtlich gesehen forciert sich der Name der Bastei auf eine frühe Einbindung von herausragenden Felsen um einen Ring der Verteidigungsfestung. Also militärischer Art und damit in einer wunderbaren Erschließung zu Ausflugszielen und als Aussichtspunkt um 1798 zu verschiedenen Regionen im Umland. Auch der Malerweg führt hieran vorbei mit einem der interessantesten Motive von Caspar David Friedrich, was als Basteimotiv gilt.

Eine weitere Begebenheit ist die Basteibrücke. Ursprünglich handelte es sich um eine Holzbrücke, heute ist die Brücke eine Steinbrücke und im Spätjahrhundert der 15. Jahrundertjahre galt sie als Festungsübergang zu den Felsen in der Gegend, u.a. der Steinschleuder. Zudem gilt die Gegend seit 1938 als erstes Naturschutzgebiet der Region.

 

Das Bielatal

Herkulessäulen im Bielatal.

Herkulessäulen im Bielatal.

Es handelt sich um das Rosenthal-Bielatal welches sich in der Sächsischen Schweiz als Gebirge und Gemeinde befindet. Genauer geortet im östlichen Erzgebirge und damit am Rand zur Tschechei.

Geologisch gelegen findet sich die Gegend im tiefen Querschnitt mitten im Wald und gilt im Elbsandsteingebirge als einzigartiges Klettervergnügungspark. Das Bielatal hat aber noch mehr zu bieten, ganz zu schweigen vom einzigartigen Panorama. Es handelt sich um ein Wander- und Klettergebiet mit vielen Gipfeln und Felsen.

Die Gegend gilt zwecks ihrer Waldumrandung als eines der schönsten Wandergebiete im Elbsandsteingebirge. Die Quellen liegen zudem um den Hohen Schneeberg und 18km um Königstein an der Elbe und um 405 Höhenmeter der Region.

Früher wurde hier mit Mühlen gemahlen und Eisen verwertet, was insgesamt historisch sehr erwähnenswert ist.

Das obere Bielatal verfügt über Türmchen und Felstürme sowie Herkulessäulen die das Bild der Region sehr stark prägen und einige Rundwanderwege anbieten. Dabei gibt es verschiedene Wanderwege zur Orientierung und beeindruckende Aussichtspunkte und Talblicke.

 

Der Lilienstein

Hierbei handelt es sich um einen malerischen, stark bewaldeten Berg im sächsischen Elbstandsteingebirge der Region „Sächsische Schweiz.“ Der Berg hat aus der Vogelperspektive einen Blick den man seitlich mit etwas Phantasie wie eine Herzform erkennen kann und allein das ist schon ein einzigartiges, wenn auch nicht oft nachzulesendes Merkmal. Eine persönliche Philosphie. Ein weiteres Merkmal ist dass sich dieser Berg rechts der Elbe befindet, während sich die anderen Berge dieses Gebirges linkselbisch formieren. Ein Nationparksymbol.

Historisch gesehen wirkten hier die Markgrafen von Meißen, August der Starke und was geschichtliche Nachweise betrifft so stammen sie aus dem Neolithikum und Spätpaleolithikum.
Burg Lilienstein und das Mittelalter werden hier ebenfalls erwähnt.

Der Name der Burg hat übrigens nichts mit der gleichnamigen Pflanze zu tun, sondern mit Aegidius, einem Heiligen.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Wanderfalken, das Felsklettern und Gipfelklettern in der Region. Die Festung Königstein befindet sich ebenfalls in der Nähe.

 

Landschloß Zuschendorf

Landschloß Zuschendorf

Landschloß Zuschendorf

Das Schloß befindet sich im sächsischen Pirna und soll schon im 11. Jahrhundert als Festung an anderer Stelle gestanden haben und ein Adelsgeschlecht als Herrschaft gehabt haben. Nach dem Zerfall und Abriss wurde 1988 in Dresden die Burg erneut erbaut und dazu eine Zierpflanzgärtnerei angelegt, deren Stücke bis heute bewundert werden können und sehr begehrt sind. Das Landschloß Zuschendorf zeigt damit nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern auch die vielen restaurierten Merkmale. Details dazu sind auf Führungen und bei Besichtigungen zu erkünden, wobei auch der prächtige Schloßgarten nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Die Besonderheit auf dem Schloß sind die Blütenschauen, welche der jährliche Höhepunkt der botanischen Sammlung sind und unter anderem die Kamelienblütenschau sowie verschiedene Blüten in diversen Gefäßen darstellen. Von Azaleen über Tulpen und Rosen ist hier alles zu finden.

Dazu gibt es Themenführungen, die Kirche und den Park mit seiner Bonsaipracht, Teich und weiteren Begebenheiten zum Entspannen.

 

Brand: Berg in Sachsen

Brandaussicht

Brandaussicht

Es handelt sich um ein hohensteinisches Felsgebirge von großer Pracht in der Sächsischen Schweiz. Das Gebirge liegt über der Polenz und bietet einen wunderbaren Ausblick über die Region, weshalb es ein beliebtes Wanderziel und Urlaubsziel ist.

Befindlich im Elbsandsteingebirge bietet der Berg entfernt von Hohenstein mit 3,1 km einen wunderbaren Rundumblick.

Der Name des Gebirges entstammt den vielen Waldbränden, die sich um diese Region herum ergeben haben. Er ist zugegebenermaßen kein hübscher Name, aber dennoch recht markant.
Zudem ist die Region ein Teil des Malerweges, der sich um sie ziert und es führen 850 Stufen auf den Berg hinauf, die als Brandstufen bezeichnet werden und in lockeren Abschnitten von Holz- und Stahl aufeinander folgen.

Geschisthistorisch betrachtet ist der Brand ein Berg der um 1751 bzw. davor entstanden sein muss, weil sich ein erster verzeichneter Abstieg in genau diesem Jahr 1751 befindet. Zum ersten Mal wurde die Gegend um 1801 touristisch erwähnt.

 

Der Kleinhennersdorfer Stein

So menschenleer sind die Höhlen in der Saison leider nur am frühen Morgen.

So menschenleer sind die Höhlen in der Saison leider nur am frühen Morgen.

… ist ein Berg in Sachsen, der als Tafelberg gilt und ein Plateau links der Elbe in der Sächsischen Schweiz bietet. Sein Hauptmerkmal ist dass er gegenüber anderen Bergen als Naturdenkmal gilt und unter Schutz steht. Hier darf nicht gewerkelt und verändert werden, sondern die Wanderwege und der Berg werden seiner Selbst überlassen, außer natürlich Sicherheitsvorkehrungen.
Der Berg befindet sich in der Nähe von Königstein und wird zur Sandgewinnung genutzt. Nicht weit verwunderlich, denn er befindet sich im Elbsandsteingebirge.

Sieht man sich die Südseite dieses beeindruckenden Felsregion an, so sind hier 20 Meter lange und 15 Meter breite Lichterhöhlen zu finden, die sich auch als Schichtfugenhöhlen bezeichnen lassen. Heute wird dort Sandstein abgebaut.

Einer der einzigartigen und möglichen Zugänge zum Kleinhennersdorfer Stein bietet die 2018 errichtete Route „Forststeig“. Hierbei kann man von Nord nach Süd den Weg überqueren und sich der Felsausschlucht entgegensetzen, dem sog. Zugang zur Hölle. Dieser erfolgt ebenfalls beginnend von Süden.

 

Uttewalder Grund

Uttewalder Grund.

Uttewalder Grund.

Eine Schlucht im Elbsandsteingebirge, die sich allein schon dadurch kennzeichnet, dass es in dieser Gegend nicht so viele Schluchten gibt. Eng und tief, aber auch weit und schmal zeichnet sie sich um die Gemeinde Lohmen und im Norden von Wehlen in Sachsen. Benannt ist der Grund nach dem Ort Uttewalde aus der Nachbarschaft. Der Grund rührt daher, weil die Täler darunter Fließgewässer beinhalten oder auch nicht. Befindlich ist die Region zudem im Durchbruchtal der Elbe und gilt dort als Abflussrinne und es wird wenig Wasser geführt.

Historisch gesehen wurde der Uttewalder Grund als Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz um 1990 gegründet. Das ist noch nicht so lange her.

Beeindruckend ist der Malerweg, der um den Uttewalder Grund herumläuft und sich zum Teufelsgrund benachbart sowie Wanderwege um die Bastei befindet.

An einer Stelle in der Region gibt es ein abgestürztes Felsentor, dass hin und wieder auf Motiven von Malern zu finden ist, denn dort sind steckengebliebene Felsen abgebildet. Des Weiteren wurde die Region im 18. Jahrhundert touristisch erschlossen, u.a. wurde 1851 die Elbtalbahn fertiggestellt.

 

Die Schwedenlöcher

Schwedenlöcher an der Bastei.

Schwedenlöcher an der Bastei.

Es handelt sich hierbei um eine Klamm und eine Seitenschlucht, die in der Nähe von Rathen am Amselgrund in der Sächsischen Schweiz gelegen ist. Zudem sind die Schwedenlöcher mit dem markanten Namen auch Teil des Klettergebietes Sächsische Schweiz und einer der Kletterfelsen wird als Schwedenturm bezeichnet, worum sich ein Waldweg säumt. Erstmals 1905 wurden die Schwedenlöcher erwähnt.

Historisch gesehen entstand die Schlucht durch eine Erosion im weicheren Sandsteingebirge der Region und im Verlauf gab es eine Hauptkluftrichtung im Elbsandstein.

Im Ursprung handelte es sich um eine schwer begehbare Schlucht, die als Unterschlupf im Dreißigjährigen Krieg genutzt wurde, auch um Hausrat in Sicherheit zu bringen. Später galt die Schlucht weiterhin als Zufluchtsort, um dort auch im Großen Nordischen Krieg Unterschlupf zu finden – bis zum Zweiten Weltkrieg.

Das Klettergebiet und der Schwedenturm sind die in der Region beeindruckendsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die die Schwedenlöcher und ihre Umgebung so besonders machen.

 

Die Zschirnsteine

Zschirnsteine.

Zschirnsteine.

Hierbei handelt es sich um zwei Tafelberge in der Sächsischen Schweiz mitten im Elbsandsteingebirge umgeben von weiteren bekannten Bergen die unterschiedliche Sehenswürdigkeiten mitten in Naturschutzgebieten anbieten. Die Steine liegen direkt im Flurgebiet um Reinhardtsdorf im Osterzgebirge an der tschechischen Grenze und westlich der Elbe gelegen. Allein die Lage ist selten, denn die anderen Gebirge sind linkselbisch und manche davon rechtselbisch gelegen.

Der Zschirnstein ist mit 561 Metern als Großer Zschirnstein der höchste Berg der in der Sächsichen Schweiz liegt. Der Kleine Zschirnstein ist auch ein Teil des Sandsteintafelberges und rund 473 Meter hoch sowie nördlich gelegen.

Beide Berge sind im Wald geliegen und können problemlos in Wanderung zu Fuß bestiegen werden und bieten beeindruckende Aussichten auf das Gebirge und über die ganze Bergvielfalt.
Eine Rundwandertour über den Hirschgrundweg und den Salzleckenweg ist auch möglich und bietet hierzu beeindruckende Aussichten und ein wunderbares Panorama für Jung und Alt beim Wandern.

 

Felsenlabyrinth Langenhennersdorf

Felsenlabyrinth Langenhennersdorf

Felsenlabyrinth Langenhennersdorf

Es handelt sich um ein Felsenformat im Elbstandsteingebirge der Sächsischen Schweiz, was östlich von Langenhennersdorf gelegen ist und sich an der Gemarkungsgrenze zu Leupoldishain befindet.

Der Name des Gebirges entstammt der neuzeitlichen Romantik und die Felsen beeindrucken durch Spalten, Sanduhren und Höhlen.

Das Gebäude welches sich um das Labyrinth herum befindet ist mit dem Berndhardstein südlich um den Zeugenberg gelagert und von Sandsteinblöcken umgeben. Dadurch entsteht auch forstwirtschaftliche Nutzung neben einer eindeutigen Waldflora, die von Fichten, Rotbuchen und Kiefern gesäumt wird. Dabei ist der Lebensraum der Flechten, die sich hier bilden klimatisch und praktisch auf den Felsen gelegen und darunter findet sich die auch hier sehr bekannte Schwefelflechte.

Für die Besucher ist die Wanderung durch die Felsspalten nummeriert und kann auf einem praktisch angelegten Weg erkundet werden. Das große Areal in dem Labyrinth besteht aus 3,5 Hektar und auch an dem Eingang findet sich eindeutige Kletterfelsen.

Als Kletterroute in der Sächsischen Schweiz ist der Weg mit der Note 3 verstuft.

 

Obwohl der Brand des Sägewerkes die größte Brandkatastrophe Königstein war, gibt es zum Brandgeschehen nur wenige Unterlagen. Alle Berichte und Fotos mußten nach Pirna abgegeben werden.

 

Bericht von Kam. Schuster:

Brandzeit 2.00 bis 14.00 Uhr. In dieser Zeit hatte jeder Kam. der Feuerwehr seine Einsatzbekleidung zu Hause. Nach ertönen der Sirene sah er das Leuchten des Feuers von der Siedlung aus. Er eilte deshalb direkt zum Brandort. Er übernahm, da er der Erste unserer Wehr am Brandort war, die Einweisung der anrückenden Feuerwehren. Zu diesem Zeitpunkt stand das Brandobjekt schon in Vollbrand.

Beteiligte Feuerwehren: Bad Schandau, Papstdorf, Bielatal, Papierfabrik Königstein, Rathmannsdorf und Königstein.

 

Brand Sägewerk Königstein 1980.

Brand Sägewerk Königstein 1980.

 

Bericht Kam. Heine:

Aus dem Schlaf geschreckt vermittelte der Blick aus unserem Küchenfenster einen Frühen Sonnenaufgang und ließ das Ausmaß des Feuers erahnen. Im Gerätehaus (an der Ev. Kirche, heute Firm. Tischer) der nächste Schock. Unser LO fiel aus. Also musste der LKW vom Bauhof (Bielatalstr.) geholt, alle Geräte umgeladen werden. Und dann der Anblick eines in Vollbrand stehenden Sägewerkes. Gehalten wurde nur das ehemalige Bürogebäude (heute Bomätscher) und das Kesselhaus (heute Turm der Rutschbahn).

Dem Vernehmen nach zog Kripo und Stasi alle Fotos der Nacht ein. Erst nach der Wende wurden uns Fotos zur Verfügung gestellt, welche in der Nacht vom Mittelweg aus gemacht wurden die das ganze Ausmaß zeigen. Aussagen zur Brandursache sind bis heute nicht vorhanden.

 

Quelle: Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Königstein

Es war im Herbste des Jahres 1848, als ich die sächsische Schweiz und mit ihr auch den Königstein, jene interessante, 1400 Fuß hohe, im In- und Auslande allbekannte Felsenveste, besuchte. Mein Führer nannte mir die Unglücklichen, die hier gefangen gesessen, zum Theil auch ihr Leben verloren hatten, und eben standen wir an jener Stelle, wo der berüchtigte Alchymist Klettenberg die Schuld, einen Fürsten betrogen zu haben, mit dem Leben bezahlen mußte. – In tiefes Sinnen verloren, folgte ich meinem Begleiter. Jene Zeit, in der sich Aberglauben und Dummheit mit frecher Sittenlosigkeit paarte, stand lebhaft vor meiner Seele. Welche Finsterniß mag in den Köpfen geherrscht haben, als dieser freche Charlatan seinen König um einige Millionen Thaler ärmer machte! Welchen Dank verdienen nicht besonders die Männer, welche die Natur dem Volke verständlich zu –

„Und hier ist auch der Ort, wo im März dieses Jahres der Schornsteinfeger in die Festung eingestiegen ist.“

Mit diesen Worten weckte mich der Führer aus meinen Träumen auf. – Ich trat an die Brustwehr und schaute in die mehrere hundert Fuß messende Tiefe hinab.

„Wie ist das aber möglich? Wie kann ein Mensch an diesem steilen Felsen heraufklettern?“

„Ja, uns ist’s auch ganz unglaublich vorgekommen, und doch ist’s an dem. Sehen Sie, da in jener Felsspalte ist er heraufgestiegen, dort auf dem Vorsprunge außerhalb der Brustwehr hat er ausgeruht und dann ist er vollends hereingesprungen. Alles am hellen lichten Tage.“

Wieder sah ich in die Tiefe. Es durchrieselte mich eiskalt. – Die steile Felswand ist an dieser Stelle, es ist die dem Städtchen Königstein und der Elbe zugewendete Ostseite, gegen 400 Fuß hoch; mehrere Kirchthürme aufeinander gesetzt würden nicht heraufragen, und da ist ein Mensch herangekommen! –

Zehn Jahre später fuhr ich, von Prag kommend, mit dem Dampfschiffe der sächsischen Hauptstadt zu. Wieder sah ich den Königstein und gedachte seiner seltsamen Ersteigung. Ich trat an die Brüstung des Dampfbootes und maß mit den Augen die Höhe des Felsens. Fast wollte mir’s vorkommen, als habe ich ein Märchen erzählen hören. Neben mir stand ein junger Mann und schaute ebenfalls zur Festung hinauf. Zu ihm wandte ich mich:

„Halten Sie es für möglich, jenen Felsen zu ersteigen, ohne auf dem gewöhnlichen Wege hinaufzugelangen?“

„Warum nicht? Vor zehn Jahren habe ich den Versuch selbst gewagt.“

Erstaunt sah ich meinen Nachbar an. Seine Gestalt war klein, aber kräftig; er mochte etwa dreißig Jahre alt sein. Ich glaubte, er habe mich nicht recht verstanden, und erklärte ihm, daß ich den Königstein meine.

„Ganz recht, gerade von hier aus kann ich Ihnen die Spalte zeigen, in der ich hinaufgeklettert bin.“

„Sie sind also der Schornsteinfeger, der –“

„Ja wohl, der bin ich, und wenn Sie mich anhören wollen, so erzähle ich Ihnen die ganze Geschichte.“

Mit großem Danke nahm ich dies freundliche Entgegenkommen an. Wir rückten unsere Sessel zusammen, brannten frische Cigarren an und mein Nachbar begann:

„Ueber meine erste Lehrlings- und Gesellenzeit brauche ich Ihnen wohl nicht viel erzählen. Die Schornsteinfegerjungen sind alle wilde und verwegene Buben, ich aber war einer der wildesten und übertraf sie alle an tollkühnen Stückchen. Meine Meister konnten mich wohl gebrauchen, aber meine tollen Streiche gefielen ihnen weniger, und so war ich denn viel auf der Wanderschaft. So war’s denn auch im Jahre 1848. Die Eltern waren mir inzwischen gestorben; wollte ich nicht hungern, so mußte ich Arbeit suchen. Eben wurde die sächsisch-böhmische Eisenbahn gebaut, da wollte ich mit helfen und bekam auch hier im Städtchen Königstein Arbeit zugesichert. Gänzlich ohne Geld war ich Sonnabends angekommen, und erst künftigen Montag sollte das Verdienen beginnen. Wovon einstweilen leben? Mit vieler Mühe gelang es mir endlich, im Gasthofe ein Unterkommen zu finden und gegen Abgabe meines Passes etwas Essen zu erhalten. Mit schwerem Herzen schlief ich auf meiner Streu ein.

„Bei meinem Erwachen fand ich mich von meinen Schlafgenosscn verlassen. Es war ziemlich spät; die Glocken läuteten bereits in die Kirche. Ich hatte nichts zu versäumen und überlegte, wie ich den Sonntag verbringen wollte. In die Gaststube wagte ich mich nicht, weil ich nicht bezahlen konnte – leise schlich ich mich in das Freie, um mir die Gegend genauer anzusehen. Vor mir lag die Festung und erregte meine vollste Aufmerksamkeit. Ich stieg darauf los und fragte die mir begegnenden Leute, ob man in die Festung dürfe. Wer Bekannte oben habe, hieß es, oder 1 Thlr. 10 Ngr. zahle, der könne hinein. – Mir fehlte das Eine, wie das Andere; ich begnügte mich deshalb mit der äußeren Ansicht und sprang, ich war damals achtzehn Jahre alt, ohne mich um den Weg zu kümmern, den untern Berg hinauf. Bald stand ich auf dem sogenannten Patrouillenwege, am Fuße des hohen Sandsteinfelsens, auf dem die Festung erbaut ist. Wie Sie von hier aus sehen können, ist’s die Ostseite und zugleich die steilste Felsenpartie.

„Ich blickte an der Felswand hinauf und gedachte eines Gesprächs, das einst während meiner Lehrzeit zwischen Meister und Gesellen geführt wurde. Sie redeten vom Königstein und der Gesell behauptete, es sei möglich, in die Festung zu kommen, ohne auf dem gewöhnlichen Wege durch’s Thor zu gehen. Mein alter Meister schüttelte den Kopf; es kam ihm unglaublich vor. Ich hörte still zu. – Jetzt stand ich vor der Felsenwand und sah darin die Risse und Spalten, von denen damals der Gesell gesprochen hatte. – Wie der Blitz fuhr mir der Gedanke durch die Seele, gleich auf der Stelle hinaufzusteigen. Das konnte ein Mittel werden, alle meine Verlegenheiten zu beseitigen. – Ich komme glücklich hinauf; man lacht, wundert sich darüber, gibt mir zu essen, vielleicht belohnt man mich sogar für mein Wagniß mit Geld. Und wenn mir das Glück recht günstig, so treffe ich dort oben meinen Bruder, der Soldat war.

„Ich rüste mich zum Aufsteigen. Genau besehe ich die Felsenrisse; nur einer führt bis hinauf; er ist oben mit der Brustwehr überwölbt – einmal dort, werde ich mich leicht über die niedrig scheinende Mauer hinwegschwingen können. Die Stiefeln würden mich beim Steigen hindern; ich entledige mich ihrer, binde sie zusammen und hänge sie um den Hals, so daß sie an der Brust liegen. Meinen Stock, den ich mir kurz zuvor im Walde abgeschnitten, lehne ich neben den Felsenriß und klettere nun in demselben wie in einem Schornsteine hinauf.

„Ich weiß nicht, lieber Herr, ob Sie einmal einen Schornsteinfeger haben steigen sehen? Wir gebrauchen dabei besonders die Kniee, stemmen sie gegen die Vorderwand, mit dem Rücken lehnen wir uns fest an die Hinterwand und schieben uns so die Esse hinauf. Die Hände gebrauchen wir dabei weniger, die haben mit dem Besen zu thun. Auf diese Weise stieg ich im Risse in die Höhe. Er mochte im Durchschnitt etwa 1½ Elle breit sein, wurde manchmal schmäler, erweiterte sich aber auch zuweilen bis zu zwei Ellen. Vor und hinter mir hatte ich Felsen, linker Hand das Elbufer und rechts den immer enger werdenden, sich im Felsen verlaufenden Riß. So viel als möglich suchte ich an der Außenseite des Felsensprunges zu klettern, da er nach innen zu naß und schlüpfrig wurde.

„Die Kräfte waren noch frisch; ich stieg im Anfange rasch vorwärts und war schon ein hübsches Stück in die Höhe, als es im Städtchen zehn Uhr schlug. Hier und da wuchsen auf meinem Wege kleine Gebüsche, besonders Stachelbeersträucher. Beim geringsten Versuche, mich daran festzuhalten, gaben sie nach und stürzten in die Tiefe hinab; sie waren im Felsen zu locker eingewurzelt. Immer höher stieg ich; aber auch immer öfter mußte ich innehalten, um neue Kraft zu gewinnen. So bin ich etwa die Hälfte hinauf, – da stoße ich auf einen Sandsteinblock, der im Risse klemmt. Wahrscheinlich war er beim Baue der Brustwehr heruntergefallen und hier hängen geblieben. Ich versuche, ob er fest liegt, trete darauf, setze mich, er wankt nicht. Neuer Muth durchströmt meine Adern; ich kann ausruhen.

„Da sitze ich nun, mit dem Rücken dem Felsen zugekehrt, und freue mich der schönen Aussicht. Tief unten liegt das Städtchen; die Elbe blitzt im Sonnenscheine und gleich Nußschalen schwimmen die Schiffe auf ihr hin. Mir gegenüber erhebt sich der Lilienstein. Aber wir haben die Gegend vor uns, was brauche ich sie Ihnen weiter zu schildern? Ich steige in meiner Spalte weiter. Plötzlich prasselt unter mir etwas den Riß hinunter; mir ist’s, als ob der Felsen wanke – erschreckt halte ich inne. Mein Ruhestein, jedenfalls durch meine Körperschwere gelockert, ist hinuntergestürzt. Einige Minuten früher, und ich lag mit ihm dort am Felsen zerschellt. Ich schaue hinab in die gähnende Tiefe; ein kalter Schauer überläuft mich. – Glauben Sie aber nicht, lieber Herr, daß ich deshalb ängstlich wurde. Schornsteinfeger sind solche Dinge gewohnt und ich kenne überhaupt Furcht nur dem Namen nach.

„Gewaltsam raffe ich mich zusammen und klettere wsiter. Wieder erschwert mir im Spalt wachsendes Gestrüpp meinen Weg. – Vorwärts! – Der Felsenriß wird enger, kaum kann ich mich hindurchwinden; er erweitert sich, ich kann ihn kaum mehr ausspannen. Die Zeit beginnt mir entsetzlich lang zu werden. Mir ist’s, als ob ich schon Tage lang in dieser Spalte, stecke. Wenn mich jetzt Schwindel erfaßt! – Wenn ich ausgleite, rettungslos bin ich verloren! Ich schaue empor, ob ich bald am Ziele. Der Riß windet und krümmt sich, ich kann das Ende nicht erblicken.[1] Ein fieberhaftes Drängen ergreift mich. Höher, höher! – Der Spalt wird weiter und weiter, jetzt kann ich ihn nicht mehr ausspannen, und somit auch nicht weiter klettern. Ueber mir wölbt sich die Brustwehr, sie ragt über den Felsen hervor. Von unten so unbedeutend aussehend, stellt sie sich mir entsetzlich groß, ein unüberwindliches Hinderniß entgegen. Kalter Schweiß rinnt mir über die Stirn. Ich kann nicht weiter. Ich bin verloren und aus der Tiefe schaut der Tod zu mir herauf. Jeder Nerv spannt sich. An die Außenseite des Risses kletternd, beuge ich mich so weit als möglich hervor und spähe umher, ob Rettung möglich. Dort, etwa zwei Ellen von mir, ist ein Felsenvorsprung. Wenn ich ihn erreichen könnte! Ein Vöglein fliegt zwitschernd vorüber und läßt sich auf ihm nieder. Der Vorsprung verläuft sich nach dem Risse zu, so daß er vielleicht eine halbe Elle davon als handbreit vorstehende Felsenkante erscheint. – Könnte das meine Rettungsbrücke werden?

„Ich hatte mich wieder gefaßt. Langsam griff ich hinüber; gleich eisernen Klammern gruben sich meine Finger in die Felsenkante. Jetzt fühlte ich, daß die Hände fest ruhten, und zog nun allmählich den Körper nach. So hing ich an der steilen, gegen 400 Fuß hohen Felsenwand da, mich nur auf die Kraft meiner Finger verlassend. Wider Willen zwang es mich, in die Tiefe zu schauen; ich konnte sie nicht mit dem Auge ausmessen. In diesem Augenblicke der höchsten Gefahr war ich am besonnensten; ich wußte, daß ich das Letzte wagte. Eine Hand der andern nachgreifend, so mit gebogenen Armen weiter klimmend, gelang es mir, mein Ziel zu erreichen. Ich hob mich empor, legte mich mit dem Oberkörper auf den Vorsprung und war gerettet.

„Es währte ziemliche Zeit, ehe ich mich so weit erholt hatte, daß ich an die Vollendung meiner Reise denken konnte. Ich besah mir meinen derzeitigen Aufenthalt. Der Vorsprung ist etwa vier Quadratellen groß. Vor mir erhob sich die fünf Ellen hohe glatte Brustwehr. Sie ist aus großen, in Kalk eingesetzten Sandsteinquadern erbaut; Wind und Wetter haben im Laufe der Jahre den Kalk zwischen den Steinen mehrere Zoll tief ausgewittert. Ich hänge meine Stiefeln wieder um, aber jetzt so, daß sie auf den Rücken zu liegen kommen, greife mit den Fingern in die Steinfugen, setze die Zehen darin ein und steige so an der Mauer in die Höhe. Die obersten Steine sind glatt und schräg gearbeitet und stehen wenigstens eine halbe Elle gleich einem Dache vor. Zwischen diese schräg liegenden Steine, die zum Glück nicht so breit sind, kann ich mit der ganzen Hand hineingreifen. Ich versuche erst, durch eine Schießluke einzusteigen, doch die sind zu glatt ausgearbeitet; ich muß daher über eine Erhöhung zwischen zwei Luken klettern. Mit der rechten Hand mich in einer Fuge festhaltend, gebe ich der linken einen Schwung und suche die innere oberste Mauerkante zu ergreifen. Es gelingt. Ich fasse fest an, ziehe die rechte Hand nach, erhebe den Körper und – schaue in’s Innere der Festung. Mir gegenüber ist ein Haus, dahinter Wald, rechts und links die Schildwachen, die auf mich zukommen. Ein Augenblick ist hinreichend, mich dies sehen zu lassen. Schnell beuge ich mich mit dem Kopfe nieder, um nicht von den Schildwachen bemerkt zu werden.

„Während ich wie eine Schwalbe an der Mauer klebe, mich nur mit den Händen knapp an der Kante haltend, läuten unter mir in der Stadt die Glocken zu Mittag. Da überkam mich das Zittern. – Lieber Herr, wir Schornsteinfeger wissen, was das zu bedeuten hat. Die Kraft wird plötzlich alle, die Sinne schwinden, Hände und Füße ziehen sich krampfhaft zusammen und – im nächsten Augenblicke stürzt man herunter. Da raffe ich meine letzten Kräfte zusammen. Jetzt oder nie! Ein gewaltiger Schwung, ein gewaltiges Heben, und ich bin in der Festung. In demselben Augenblicke durchzuckt mich ein entsetzlicher Schmerz; ein eiserner Pflock, auf den ich gesprungen, drängt sich zwischen die beiden kleinen Zehen meines rechten Fußes und reißt mir die Hälfte derselben weg. Durch den Blutverlust und die Anstrengung erschöpft,, wanke ich noch einige Schritte und sinke dann halb ohnmächtig auf den Rasen hin.

Nach einiger Zeit bemerkte mich die Schildwache. Mein Anzug, aus einem Soldatenfracke, schwarzen Beinkleidern und einer braunen Plüschmütze bestehend, mochte ihr doch etwas feindlich vorkommen.

„Wer da?“ rief mich die Schildwache an. – „Sebastian Abratzky aus Mahlis.“ – „Wie sind Sie hierhergekommen?“ – „Dort herauf.“

Dies schien dem Soldaten Spaß zu machen; indeß meine ganze Erscheinung, die verwundeten Füße, die Blutspuren erregten doch sein Bedenken und er erklärte, mich arretiren zu müssen. Das war gegen meine Berechnung, lieber wollte ich wieder über die Brustwehr den Felsen hinabklettern. Natürlich wurde ich daran verhindert und mußte mich in mein Geschick fügen. Eine Schildwache rief der andern die unerhörte Neuigkeit zu. Die Patrouille kam, zufälligerweise auch der Adjutant, und wir marschirten der Hauptwache zu; voran der Officier, dann ich entblößten Fußes und mit den Stiefeln auf dem Rücken, hinter mir die Wache.

„Ich war auf’s Aeußerste ermattet; der Hunger peinigte mich ganz entsetzlich; ich hatte nur den einen Wunsch, recht bald etwas zu essen. Der Officier, der vor mir herschritt und den ich seines Federhutes halber für den Festungscommandanten hielt, konnte vielleicht zur Befriedigung meines heißesten Wunsches beitragen; ich bat ihn deshalb um etwas Essen. Mein Versuch mißglückte aber, ich erhielt nicht einmal Antwort. Wir kamen zur Wache. Die Kunde meines Wagnisses hatte sich bereits verbreitet und neugierig schauten die Soldaten den kecken Schornsteinfeger an. Alles lief zusammen. Bald erschien der Commandant und nach vorläufigem Verhör wurde ich in die sogenannte Mohrenkammer abgeführt, ein Gefängniß, das besser ist, als der Name vermuthen läßt. Meine Bitte um Essen war doch nicht fruchtlos gewesen – ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, daß ich tüchtig zugelangt habe. Der Nachtisch wurde mir aber bitter verdorben. Meine Thür öffnete sich. Ein Officier trat herein, von einem Corporal und dem Schließer begleitet, ich wurde an Händen und Füßen gefesselt. Vergebens betheuerte ich meine Harmlosigkeit; ich weinte und bat. Es half Alles nichts. Die Thür schloß sich und ich war allein mit meiner Kette und meinen Gedanken. Was sollte das werden? Mir bangte vor der Zukunft. Ich erhob die Hand; die Kette klirrte. Beim genauen Besehen derselben fand ich, daß sich die Schelle mit leichter Mühe abstreifen ließ. Jetzt regte sich mein Stolz. Soll ich einmal Fesseln tragen, so mögen es auch solche sein, die mich drücken. Ich rief den Schließer, der bald eine andere Kette brachte.

„Am andern Morgen trieb mich die Langeweile zur abermaligen Untersuchung meines Fußgeschmeides. Das Schloß war ein sogenanntes deutsches; mit Hülfe eines krummgebogenen Nagels gelang es mir, dasselbe zu öffnen, und ich verkündete den draußen stehenden Soldaten, daß ich mich durch die schwarze Kunst fessellos gemacht habe. Eiligst kam der Wachtmeister mit der dritten Kette gelaufen.

„Inzwischen war das Kriegsgericht zusammengetreten und ich wurde vor dasselbe citirt. Auf Befehl des Auditeurs fielen meine Fesseln. Ein scharfes Examen begann. Ich war sehr ruhig und erzählte den Herren einfach das, was ich Ihnen bereits mitgetheilt habe. Im Anfange wollte man wohl meinen, es sei Gefahr vorhanden; man wollte nicht glauben, daß ich einer so geringen Sache halber das Leben gewagt; indeß stellte sich meine Ungefährlichkeit gar bald heraus. Fessellos wurde ich zurückgeführt. Man behandelte mich freundlich und heilte meine verwundeten Füße.

„Zehn Tage nach meiner Gefangennahme erschien in meiner Zelle eine Patrouille, aus einem Corporal und drei gemeinen Soldaten bestehend; draußen erwartete uns der Commandant, in seinem Gefolge der Adjutant, ein Maurermeister und der Wachtmeister. Ich mußte genau die Stelle meines Einsteigens angeben; dann stiegen wir den Felsen auf dem gewöhnlichen Fahrwege hinunter, und auch hier mußte ich den Felsenriß bezeichnen, in dem ich heraufgeklettert war. Zugleich erbot ich mich, die Reise, noch einmal vorzunehmen, wurde aber bedeutet, daß man an der ersten Probe schon genug habe. Ich wurde darauf in das Gefangniß zurückgebracht. – Andern Tags wurde ich abermals vor’s Kriegsgericht gestellt und mir meine Freiheit mit der Bemerkung verkündet, daß ich mich in meine Heimath zu verfügen habe. Die Untersuchungshaft, die nun bereits zwölf Tage gedauert hatte, sollte ich als Strafe für meine Verwegenheit ansehen. Mitleidige Seelen hatten Reisegeld für mich gesammelt. Der Wachtmeister führte mich zum Thore hinaus, gab mir meinen Paß und – ich war wieder ein freier Mann. – Eine lustige, einträgliche Fahrt war aber die Reise in meine Heimath; wo ich hinkam, da mußte ich mein Abenteuer erzählen und dann sammelte man für mich.

„Und nun zum Schluß muß ich Ihnen noch den Beweis geben, daß ich wirklich jener Schornsteinfeger bin.“ – Mit diesen Worten langte er aus seiner Brieftasche einen Paß hervor. Ich las:

„Der hier vom 19. bis heute wegen unbefugten Einsteigens in Arrest gewesene Johann Friedrich Sebastian Abratzky wird nach beendigter Untersuchung über Dresden und Wilsdruff in seine Heimath nach Mahlis gewiesen.

„Festung Königstein, den 31. März 1848.

Das königl. Kriegsgericht daselbst.“

Ich schrieb mir das interessante Actenstück ab, gab dann den Paß zurück, der wieder sorgsam in der Brieftasche verwahrt wurde, und nahm Abschied von dem kühnen Kletterer.

„Glückliche Reise, lieber Herr,“ rief er mir zu, als das Dampfboot bei Pillnitz anlegte, und bald war er meinen Blicken entschwunden.

 

Titel: Die einzige Eroberung des Königsteins
aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 171-174
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Erscheinungsdatum: 1859

Oberhalb Königstein, gegenüber des Liliensteines, liegen das Dampfsägewerk, die Holz-Handlung und die Goldleistenfabrik der unter der Firma Gebr. Hering in Königstein bestehenden Handelsgesellschaft.

Dieses Etablissement wurde im Jahre 1866 durch den ältesten Bruder der jetzigen Inhaber, Johann Gottfried Hering, und zwar zuerst mit einem Werke von sechs Vollgattern errichtet, das Holz- und Flößerei-Geschäft bestand schon seit 1839, in welcher Zeit der Vater der Gebr. Hering, Johann Gottfried Hering, dasselbe gründete und allmählich in größerem Umfange betrieb. Bei seinem im Jahre 1859 erfolgten Tode übernahm der älteste Sohn Johann Gottfried im Alter von 21 Jahren das Geschäft, während er später die indessen herangewachsenen Brüder Wilhelm, Hermann, Heinrich und Gustav als Mitinhaber der Firma J. G. Hering aufnahm.

Durch das zielbewußte Zusammenarbeiten der Brüder wuchs das Geschäft immer mehr heran und wurde durch viele Bauten, sowie durch Vermehrung der Vollgatter auf die jetzige Zahl vergrößert, außerdem wurde auf Grund eines längeren Pachtvertrages mit der fürstlich Stollwerkschen Kammer in Wernigerode a. Harz, die Produktion der fürstlichen Forsten an die Gebr. Hering überlassen; zur rationellen Ausnutzung der dort gewonnenen Rundhölzer vergrößerten die Gebr. Hering die bereits vorhandenen Mühlen derart, daß dieselben dem Königsteiner Etablissement an Größe und Leistungsfähigkeit gleichkommen.

Dieses Werk wird unter der Firma J. G. Hering & Co. von dem jüngsten Bruder Gustav dort geleitet. Der älteste Bruder Johann Gottfried trat im Jahre 1880 aus der Firma J. G. Hering aus und überließ das Geschäft in Königstein seinen Brüdern, die es unter der Firma Gebr. Hering weiterführten.

Das ganze Jahr hindurch gewahrt man auf diesem Etablissement eine rege Thätigkeit, welche von dem bedeutenden Umsatze desselben Zeugnis gibt. Es liegt zwischen der Königl. sächs. Staatseisenbahn und der Elbe und ist auf der Bahnseite durch ein Schienengleis mit der Königl. sächs. Staatsbahn verbunden.

Das Sägewerk besteht aus 15 Vollgattern, 1 Horizontalgatter, vielen Kreissägen und Holzbearbeitungsmaschinen, sowie der Fabrik von rohen Holzleisten, Hobeldielen etc., nebst einem Trockenhaus zum künstlichen Trocknen der Bretter und die Anlage für die elektrische Beleuchtung des Sägewerkes. Es wird durch zwei Dampfmaschinen von 275 Pferdekräften und zwei Lokomobilen von 40 Pferdekräften in Betrieb gesetzt. Von den Lokomobilen dient die eine zum Aufziehen der rohen Stämme aus dem Wasser, die andere zum Aufziehen der Stämme auf die Lagerräume.

Das Werk ist von zahlreichen Schienenwegen zur Fortschaffung der fertigen Waren auf die Lagerplätze, nach den Verladeplätzen, zur Bahn und zum Wasser durchkreuzt. Es werden Rundhölzer zu Kantholz und Bretter geschnitten und beträgt der jährliche Einschnitt von Rohholz ca. 60 000 Festmeter. Hierbei sind das ganze Jahr hindurch 250 Arbeiter beschäftigt und zeichnet sich das Etablissement besonders durch einen alten Stamm von Arbeitern aus, so daß es schon mehreremale Gelegenheit hatte, 25- und 30-jährige Jubiläen ihrer Arbeiter zu feiern, wobei auch einer durch Verleihung der silbernen Medaille für Fleiß und Treue in der Arbeit und drei andere durch Ehrendiplome ausgezeichnet wurden.

Der Absatz der Erzeugnisse erstreckt sich über das Königreich Sachsen, Provinz Sachsen und Hannover und wird derselbe durch die Königl. sächs. Staatseisenbahn und durch den Wasserverkehr vermittelt. Den Wasserverkehr bestreiten fünf eigene größere Fahrzeuge und zahlreiche selbstgebaute große Flöße, sogenannte Prahmen, welche aus Gruben- und anderem Rundholze gebaut werden und Bretter, sowie anderes Schnittmaterial als Oberladung erhalten; auch der Bahnverkehr gestaltet sich sehr lebhaft und erreicht die Zahl der ankommenden und abgehenden Lowries circa 2500 bis 3000 das Jahr.

Die Goldleistenfabrik wurde im Jahre 1881 im Verein mit dem verstorbenen Hof-Vergolder L. Wellhofer von den Inhabern der Firma Gebr. Hering gegründet und beschäftigt sich ausschließlich nur mit der Herstellung des besten Fabrikates von Gold- und Politurleisten zu Bilder- und Spiegel-Rahmen von den einfachsten bis zu den reichverziertesten Arten. Nach dem Tode des Herrn Louis Wellhöfer im Jahre 1886 übernahm die Firma Gebr. Hering das Geschäft für alleinige Rechnung.

Die Goldleistenfabrik beschäftigt das ganze Jahr hindurch 70 Arbeiter, ihre Erzeugnisse sind über den europäischen Kontinent, sowie die anderen Weltteile verbreitet, hauptsächlich aber in Deutschland, Österreich, Holland, Schweiz, Frankreich, Spanien, Ostindien, Australien und Süd­-Amerika. Das Fabrikat reiht sich an die besten Erzeugnisse dieser Branche in Deutschland an.

An Auszeichnungen erhielt die Fabrik auf der Ausstellung in Melbourne (Australien) den ersten Preis und in Barcelona (Spanien) die bronzene Medaille, und hat gegenwärtig noch auf der Chicagoer Weltausstellung eine reiche Kollektion ihres Fabrikates ausgestellt.

 

Titel: Gebr. Hering, Königstein a. d. Elbe, Dampfsägewerke und Holzhandlung. Goldleistenfabrik
Quelle: Die Groß-Industrie des Königreichs Sachsen in Wort und Bild. Zweiter Teil
Herausgeber: Eckert & Pflug, Kunstverlag
Erscheinungsdatum: 1893

Im Jahre 1397 ist der Burggraf Jeschke von Dohna, ein Vasall des Markgrafen von Meißen, bestallter Hauptmann auf der Veste Königstein gewesen, allein vier Jahre nachher hat er sich (1401) bei dem damals noch gebräuchlichen, jährlich um Martini zu Dresden angestellten solennen Adeltanze mit der Gemahlin eines benachbarten von Adel, Rudolph von Körbitz auf Meusegast allzufrei benommen, daher der letztere aus Eifersucht Burggraf Jeschken während des Tanzes ein Bein untergeschlagen, Jeschke aber dem Körbitz dafür eine Maulschelle gegeben hat.

Hierauf haben Beide einander heftig befehdet und feindlich angefallen, also daß darüber die Straßen nach Dresden ganz unsicher worden. Als nun hierbei Markgraf Wilhelm Friede gebot, hat der Burggraf seines Herrn Befehl nicht respectirt, ja es haben sogar einige Burgleute auf dem Königstein um ihres Hauptmannes willen dem Markgrafen den Gehorsam aufgesagt, so ist der Markgraf mit seinem Kriegsvolke gegen ihn gezogen und hat ihn erst auf seiner Burg Dohna, und als er von hier entkommen, zu Weesenstein, und als er auch hier entflohen, zu Königstein belagert.

Wie jedoch dieser nach vier Wochen auch von hier entwischt ist, hat der Markgraf im Jahr 1402 die Burg Dohna gänzlich zerstört, und hat man seitdem gesagt, daß der Burggraf Jeschke seine Burggrafschaft Dohna zu Dresden bei Hofe vertanzt habe.

 

Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Titel: Wie Burggraf Jeschke um die Hauptmannsbestallung zu Königstein gekommen ist
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 175-176
Aus der mündliche Überlieferung:

Auch auf dem Königstein sollen verschiedene Gespenster umgehen. So will man den am 1. März 1720 in der Nähe der sogenannten Königsnase hingerichteten Baron von Klettenberg, den berüchtigten Goldmacher, zuweilen den Kopf unter dem Arme in der Nähe jenes Ortes herumspatziren gesehen haben, und ebenso soll der den 7. Juni 1610 zwischen der Königsnase und Christiansburg aufgehängte Hauptmann Wolf Friedrich Beon, der als Festungscommandant eine Menge Unterschleife begangen hatte, dort des Nachts die Wachen erschrecken und zuweilen auch in dem Walde der Festung zu sehen sein.

Endlich erzählte man früher auch, daß in der Casernenstube Nr. 10 an einem gewissen Tage (9. Septbr.) des Jahres des Nachts die dort schlafenden Soldaten von einem gewissen Etwas aus ihren Betten geworfen würden. Als vor einiger Zeit jedoch in dieser Stube am genannten Tage des Nachts gewacht wurde, hat sich von diesem Spuke nichts gezeigt.

 

Quelle:

Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Titel: Die Spukgeister auf dem Königstein
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen*, Band 1. S. 166-167

„Auf der Festung Königstein…“, wer hat zumindest als Kind nicht dieses Lied gesungen? Die Festung Königstein gibt es nun aber wirklich. Das haben viele, die noch nie den Osten Deutschlands besucht haben, gar nicht gewusst. Manch einer verbindet den Besuch der Weltkulturstadt Dresden heute gern auch mit einem Ausflug in die wunderschöne Sächsische Schweiz und der Besichtigung der Festung Königstein, die etwa im Zentrum der des Gebirges liegt.

Auf der Festung Königstein gibt es so vieles zu sehen und zu erleben, dass man hier schon einige Stunden verbringen kann. Die Festung Königstein ist auch in den Wintermonaten geöffnet. In der Weihnachtszeit gibt es hier einen traditionellen historischen Weihnachtsmarkt zu erleben.

 

Die Festung Königstein – ein historisches, imposantes Bauwerk

Die Festung Königsstein liegt in der Mitte der Sächsischen Schweiz, am Ort Königsstein, direkt auf dem Tafelberg am linken Elbufer. Sie umfasst eine Fläche von 9,5 Hektar und ragt 240 Meter über den Fluss. Hier stehen mehr als 50 zum Teil über 400 Jahre alte Bauten, die vom Leben auf Königsteins Festung zeugen.

Der Gang hinauf zur Festung ist 1 800 Meter lang.

In der Anlage gibt es einen 152,5 Meter tiefen Brunnen. Es ist der tiefste Brunnen Deutschlands überhaupt und der zweit tiefste Brunnen in Europa.

 

Über die Geschichte der Festung Königstein

Zum ersten Mal wurde eine zum Böhmischen Königreich gehörende Burg auf diesem Königstein im Jahre 1233 urkundlich erwähnt.

Die Festung Königstein spielte dann später in der sächsischen Geschichte eine bedeutende Rolle. Die Herzöge und Kurfürsten von Sachsen nutzten die Festung vorwiegend in Kriegszeiten als einen sicheren Hort, als Jagd- und Lustschloss und bis zum Jahre 1922 auch als gefürchtetes Gefängnis des Staates. In der Zeit des Deutsch-Französischen Krieges sowie auch während der beiden Weltkriege diente die Festung auch als ein Kriegsgefangenenlager.

In Zeiten des Krieges wurden auf der Festung Königstein wichtige geheime Archivmaterialien gelagert. Auch Dresdner Kunstschätze lagerte man hier eine Zeit lang. Die ausgedehnten Kasematten wurden dazu auch im Zweiten Weltkrieg verwendet.

Nach 1945 nutzte die sowjetische Armee die Festung Königstein als Lazarett. Von 1949 bis 1955 diente die Festung Königstein als Jugendwerkhof. Danach wurde die Festung Königsstein zum Museum.

Wer mehr über die Festung Königstein und die Sächsische Schweiz als Ausflugs- und Wanderziel erfahren möchte, sollte im Internet nachsehen unter koenigstein-sachsen.de oder festung-koenigstein.de

 


Tipp: Erlebe die Dresdner Umgebung vom Wasser aus bei einer Schaufelraddampfer-Fahrt entlang der Elbe. Sieh die 4 berühmten Elbschlösser und die bizarren Felsformationen an, während du durch die Sächsische Schweiz fährst. Hier kannst du die Tour buchen*


 

„Auf der Festung Königstein“ – Festungslied

Zu dem Lied können immer wieder neue Strophen hinzugedichtet werden. Wir stellen die ersten 5 Strophen hier vor … Weitere Strophen aus dem berühmten Festungslied sind der eigenen Fantasie überlassen.

Auf der Festung Königstein, jupeidi jupeida
muss ja auch ein Bäcker sein, jupeidi peida
der Bäcker schlägt die Fliegen tot,
und macht daraus Rosinenbrot.
jueidi, jupeida, jupeidi fiderallala

Auf der Festung Königstein, jupeidi jupeida
muss ja noch ein Bäcker sein, jupeidi peida
Der Bäcker ist ein krummer Hund,
an jedem Brot, da fehlt ein Pfund.

Auf der Festung Königstein, jupeidi jupeida
muss ja auch ein Pastor sein, jupeidi peida
Der Pastor sitzt auf der Kellertreppe
und poliert die Totenköpfe.

Auf der Festung Königstein, jupeidi jupeida
muss ja auch ein Fleischer sein, jupeidi peida
Der Fleischer mit dem großen Messer
sieht aus wie ein Menschenfresser.

Auf der Festung Königstein, jupeidi jupeida
muss ja auch ein Tischler sein, jupeidi peida
Der isst den Leim mit Hochgenuss,
drum hat er einen Darmverschluss.