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Sächsische Schweiz – die Zwillingsstiege

Sächsische Schweiz – die Zwillingsstiege

Nicht umsonst wird die Zwillingsstiege als exponiert bezeichnet – schon die ersten Höhenmetern gehen eine Felswand steil nach oben. Spätestens hier solltest Du, wenn Du unter Höhenangst leidest, lieber eine Selbstsicherung dabei haben bzw. jemanden, der hier schon war.

Bist Du allerdings ein Hobbykletterer, so wird die Zwillingsstiege für Dich ein Kinderspiel, denn sie ist gut mit Tritten und Griffen ausgestattet. Auch wenn die Zwillingsstiege schon stellenweise erneuert wurde, liegt sie doch auch noch sehr versteckt da. Oft wird die Zwillingsstiege mit der benachbarten Häntzschelstiege kombiniert. Hier findest Du alle Informationen.

 

Eckdaten

Höhe: 300 m

Dauer Zustieg: 30 min

Dauer Stiege: 15 min

Dauer Abstieg: 30 min

Einteilung nach Kletterskala: I

Schwierigkeitsgrad: KS2-0

Stiegenkarte: Topo-Karte

 

GPS-Koordinaten Parkplatz: 50°55´31.6´´N 14°13´10.6´´E

(50.925442, 14.219611)

GPS-Koordinaten Einstieg:  50°55´05.7´´N 14°14´04.1´´E

(50.918257, 14.234470)

GPS-Koordinaten Ausstieg: 50°54´59.0´´N 14°14´08.1´´E

(50.916388, 14.235588)

 

Anfahrt und Parksituation

Starten wirst Du vom Kirnitzschtal. Hier gibt es viele Parkplätze, doch explizit für die Zwillingsstiege würde ich Dir den Parkplatz „Nasser Grund“ empfehlen. Ein Tagesticket kostet hier 5 Euro (Stand 2021) und muss mit Kleingeld bezahlt werden. Allgemein füllen sich die Parkplätze in der Sächsischen Schweiz ab 10 Uhr sehr schnell, so auch hier.

Deshalb solltest Du früh genug da sein. Dieses sich dauernd schlängelnde Tal bietet Dir ein Extra-Highlight der Sächsischen Schweiz: Die Kirnitzschtalbahn. Stell Dich darauf ein, dass, wenn du hinter dieser Straßenbahn fährst, der Gegenverkehr immer Vorrang hat. Denn sie fährt auf nur einer Schiene.

 

Zustieg Zwillingsstiege

Du startest also vom Parkplatz „Nasser Grund“ aus und kommst über eine kleine Holzbrücke über die Kirnitzsch. Der recht breite Weg „Nasser Grund“ bringt Dich bis zu einer Abzweigung links. Anschließend folgst Du der „Eulentilke“ und kommst so zur „Unteren Affensteinpromenade“, von wo aus Du auch die Affensteinfelsen erblicken kannst.

Dort ist auch die Zwillingsstiege. Jetzt kannst Du Dich am „Grünen Punkt“ orientieren und kommst so um die Affensteine herum. Früher oder später wirst Du einen Holzbalken erspähen und ein Schild, dass die Richtung zu den Kletterfelsen zeigt. Dies ist der Kletterzugang.

Direkt dahinter befindet sich ein Waldpfad, der Dich an Gesteinsbrocken vorbei nach oben führt. Vor einer Abzweigung stehend siehst Du viele schwarze Pfeile an Bäumen, die Du aber nicht länger beachten solltest Du gehst weiter geradeaus, bis Du die Hinweistafeln zur Zwillingsstiege siehst.

 

Der Aufstieg und die Route

Der Einstieg liegt einige Meter hinter der Hinweistafel an einer Felsenwand mit vielen Eisenkrampen. Bevor Du den Anstieg eintrittst, kannst Du eine kleine Rast auf dem Vorplatz einlegen. Du startest direkt mit dem exponiertesten Abschnitt.

Dabei handelt es sich um ein paar Stufen die zu einem Absatz führen, den es zu überwinden gilt. Danach geht es an der Außenwand des Felsens nach oben, mithilfe von Eisenkrampen und Griffen. Letztere wirst Du aber nicht immer auf den ersten Blick sehen und brauchst eine Weile, bis Du diese ertastet hast.

Sobald Du an dem Spalt angekommen hast, liegt der schwerste Teil hinter Dir. Holzstufen bringen Dich durch den Spalt, damit Du auf der anderen Seite mithilfe von Eisenkrampen den Fels absteigen kannst und nicht wie früher, mit einer instabil wirkenden Holzleiter.

Über eine überdimensionale Wurzel geht es nach oben zu einem Waldpfad. Über den viel begangenen Pfad geht es nun geradeaus. Sicherheit bieten Dir hier Eisenkrampen, Wurzel und Felsen, wenn der Weg gar zu unbegehbar wird. Dieser mündet dann in einen Abzweig. Auch ein Hinweisschild kannst Du hier erkennen.

 

Varianten des Abstiegs

Hier findest Du drei Möglichkeiten, wie Du beim Ausstieg der Zwillingsstiege zurück laufen kannst.

Du kannst nach links laufen und auf der „Oberen Affensteinpromenade“ die Affensteine überqueren. Am Ende musst Du Dich durch ein Felstor zwängen, um zur Idagrotte zu gelangen.

Eine andere Variante ist die, dass Du am Ende der Felswand dem Pfad nach rechts folgst. Du kommst unter einem Fels hindurch und zu einer Felsspalte. Dies ist der Zugang zur Häntzschelstiege. So gelangst Du zu dem Bergpfad, gehst bist zum Ausstieg und wählst dann den Weg zurück über den Carolafelsen und über die „Wilde Hölle„.

Bist Du schon müde und möchtest schneller nach Hause, dann gehe am Abzweig eher nach rechts. Der Pfad bringt Dich zu einem Birkenwäldchen, wo es Hinweisschilder gibt. Der Weg nach unten zur „Wilden Hölle“ ist zwar eine Stiege, aber eine eher leichte. Wenn Du auf diesem Weg bleibst, bringt er Dich nach unten zu einem Abzweig, der Dich über die „Eulentilke“ wieder zum Parkplatz führt.

 

Empfehlung

Bringst Du weder Klettererfahrung mit, noch hast Du eine Stiege der Sächsischen Schweiz bestiegen, so ist die Zwillingsstiege für Dich nicht geeignet. Du solltest erst einmal mit der Rotkehlchenstiege starten. Danach kannst Du Dich an die Häntzschelstiege herantrauen. Wenn Du Dich dann sicher genug fühlst, so kannst Du Dich auch an die Zwillingsstiege wagen.

 

Übersicht

  • Genug Sicherungen gegeben
  • Klettersteigausrüstung möglich
  • Standart-Wanderschuhe ausreichend
  • Gilt als schwer und gefährlich
  • Weder für Kinder, noch für Anfänger geeignet
  • Stiege öffentlich zugänglich
  • Begehbar nur im Aufstieg

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